Bild einer Person und Finanzmarkt-Illustration.

Finanzmarkt: Chancen und Risiken im Überblick

Du willst dein Geld mit einer geschickten Anlage vermehren? Dann lies weiter und erfahre alles, was du über den Finanzmarkt und seine Teilmärkte wissen solltest.

Lesezeit: 7 Min.

Die folgenden Aussagen stellen keine Anlageberatung oder sonstige Beratung zu Finanzdienstleistungen, Finanzinstrumenten, Finanzprodukten oder digitalen Vermögenswerten dar. Sie dienen dazu, allgemeine Informationen zu vermitteln. Die folgenden Aussagen stellen kein Angebot zum Abschluss eines Vertrags zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten und Finanzprodukten oder eine Einladung zur Einreichung eines solchen Angebots und zum Kauf oder Verkauf eines bestimmten digitalen Vermögenswertes dar. ETFs sind starken Wertschwankungen unterworfen. Ein Wertverlust oder ein vollständiger Verlust ist jederzeit möglich. Auch der Verlust des Zugriffs auf Daten und Passwörter kann zu einem vollständigen Verlust führen.


Egal, ob du dein Geld bereits seit Jahren in Aktien oder Kryptowährungen investierst oder noch dein perfektes Anlageportfolio planst – wenn du verstehst, wie Finanzmärkte funktionieren, hast du einen klaren Vorteil. In diesem Leitfaden erfährst du, was genau Finanzmärkte sind, welche Aufgaben und Funktionen sie haben und was du sonst noch wissen solltest, um die Chancen und Risiken besser abwägen zu können. 

Was ist der Finanzmarkt?

Ein Finanzmarkt ist eine Art Handelsplatz, an dem das Angebot und die Nachfrage nach Finanzmitteln aufeinandertreffen. Hier kommen also KäuferInnen und VerkäuferInnen zusammen, um mit Finanzanlagen wie Wertpapieren, Rohstoffen und Währungen zu handeln. Die Teilnehmenden an den Finanzmärkten sind allerdings meistens keine Privatpersonen, sondern eher Banken und andere institutionelle Investoren wie beispielsweise Kreditinstitute, Staaten und Unternehmen. 

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Finanzmarkt Definition

Der Begriff Finanzmarkt umfasst sämtliche Märkte, auf denen Finanzprodukte gehandelt werden. Der Finanzmarkt kann in vier Teilmärkte unterteilt werden: Devisenmarkt, Geldmarkt, Kreditmarkt und Kapitalmarkt. 

Warum gibt es Finanzmärkte?

Finanzmärkte sind dazu da, um die Interessen von AnlegerInnen und GeldnehmerInnen in Einklang zu bringen. AnlegerInnen haben am Finanzmarkt die Chance, ihr Geld gewinnbringend zu investieren – und GeldnehmerInnen können sich dadurch wichtige Finanzierungen sichern. Finanzmärkte haben also einen großen Einfluss auf die Gesamtwirtschaft.

Wie funktioniert der Finanzmarkt?

Einfach gesagt wird am Finanzmarkt Kapital angelegt und aufgenommen. Außerdem werden an den Finanzmärkten zahlreiche Informationen generiert und kommuniziert, zum Beispiel Kurse und Zinssätze. Diese sind unter anderem wichtig, um etwa eine technische Analyse der Finanzmärkte durchführen und Empfehlungen abgeben zu können. Neben diesen grundlegenden Funktionen hat der Finanzmarkt aber noch vier weitere wichtige Aufgaben:

  • Losgrößentransformation: Der Zweck der sogenannten Losgrößentransformation ist es, mehrere kleine Geldbeträge in einen bestimmten nachgefragten Geldbetrag umzuwandeln. Zum Beispiel, wenn eine Bank viele kleinere Sparguthaben zusammenfasst, um einen größeren Kredit zu vergeben. 
  • Fristentransformation: Bei der Fristentransformation geht es darum, die unterschiedlichen Vorstellungen von GeldgeberInnen und GeldnehmerInnen über die Laufzeit einer Investition in Einklang zu bringen. Zum Beispiel, indem Banken kurzfristige Geldanlagen in langfristige Darlehen umwandeln.
  • Risikotransformation: Ziel der Risikotransformation ist es, die Vorstellungen beider Seiten bezüglich des Risikos zu vereinen. Zum Beispiel kann das nachgefragte Kapital auf mehrere AnlegerInnen aufgeteilt werden, um so das Risiko für die einzelnen AnlegerInnen zu reduzieren.
  • Publizitätstransformation: Mit der Publizitätstransformation ist die Informationsverarbeitung der Kreditinstitute gemeint. Denn diese sammeln und verarbeiten umfassende Daten über die Kreditwürdigkeit ihrer KreditnehmerInnen – was wiederum den MarktteilnehmerInnen erlaubt, die Bonität des jeweiligen Kreditinstituts zu überprüfen.

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Was gibt es für Finanzmärkte?

Wie du bereits weißt, lässt sich der Finanzmarkt in die folgenden vier Teilmärkte unterteilen:

  • Devisenmarkt
  • Geldmarkt
  • Kreditmarkt
  • Kapitalmarkt 

Jeder dieser Teilmärkte hat verschiedene Funktionen und Aufgaben. Diese Unterschiede zu kennen, kann helfen, die Chancen und Risiken einer potenziellen Anlage besser einzuschätzen. Sehen wir uns also die verschiedenen Finanzmärkte etwas genauer an!

Devisenmarkt 

Auf dem Devisenmarkt, oder auch Fremdwährungsmarkt, werden Devisen gehandelt und Devisenkurse gebildet. Während es früher noch Devisenbörsen gab, findet der Devisenmarkt heute im außerbörslichen Handel statt, und zwar direkt zwischen den Käufern und Verkäufern – also meistens Zentralbanken, Konzernen, Staaten und Brokern. Aber auch kleinere Unternehmen oder Privatpersonen können mit Devisen handeln, wenn sie dafür Kreditinstitute oder Broker beauftragen. 

Geldmarkt 

Auf dem Geldmarkt handeln Kreditinstitute und Banken wie Geschäftsbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Deutsche Bundesbank mit kurzfristigen Finanzmitteln. Das sind zum Beispiel Kredite und Guthaben mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr. Der Geldmarkt sorgt für den Liquiditätsausgleich der Banken und hat dadurch eine wichtige Bedeutung für die gesamtwirtschaftliche Stabilität. 

Kreditmarkt

Auf dem Kreditmarkt wird mit Kreditverträgen gehandelt. Anbieter wie beispielsweise Banken, Finanzinstitutionen oder auch private InvestorInnen kommen über den Kreditmarkt mit Kreditsuchenden in Kontakt, zum Beispiel Unternehmen, die Geld für Investitionen benötigen. Die GeldgeberInnen profitieren dabei hauptsächlich von den Zinsen, die sie von ihren SchuldnerInnen erhalten. Im Gegensatz zu anderen Finanzmärkten, wie beispielsweise dem Aktienmarkt, ist der Kreditmarkt nicht standardisiert, sondern individualisiert. Das heißt, Verträge können ganz individuell zwischen GeldgeberInnen und SchuldnerInnen vereinbart werden.

Kapitalmarkt

Auf dem Kapitalmarkt werden langfristige Geldmittel gehandelt. Unternehmen und Staaten können Kapital aufnehmen, indem sie zum Beispiel Aktien, Anleihen oder Fondsanteile ausgeben. Der Kapitalmarkt wird in den organisierten und den nicht organisierten Kapitalmarkt unterteilt.

Organisierter Kapitalmarkt

Der Handel am organisierten Kapitalmarkt findet an etablierten Handelsplätzen wie beispielsweise Börsen statt und beinhaltet vor allem mittel- bis langfristige Wertpapiere wie Aktien und Anleihen, die Laufzeiten von mindestens einem Jahr haben. 

Der organisierte Kapitalmarkt unterliegt der staatlichen Aufsicht. Es gibt also gewisse Regulierungen, die faire Bedingungen und Transparenz für AnlegerInnen sicherstellen. Zum Beispiel sorgt der sogenannte Funktionsschutz dafür, dass AnlegerInnen alle notwendigen Informationen haben, um fundierte Entscheidungen für ihre Geldanlage treffen zu können, zum Beispiel wichtige Finanzinformationen, Geschäftsberichte und Ähnliches. Der sogenannte Individualschutz stellt zudem sicher, dass bei der Informationsbeschaffung für alle AnlegerInnen faire und transparente Bedingungen gelten. 

Der organisierte Kapitalmarkt lässt sich in den Aktienmarkt und den Rentenmarkt untergliedern. Sehen wir uns diese beiden Märkte also einmal genauer an, bevor wir uns mit dem nicht organisierten Kapitalmarkt befassen.

Aktienmarkt 

Auf dem Aktienmarkt können AnlegerInnen Aktien von börsennotierten Unternehmen kaufen und verkaufen – zum Beispiel an Börsen wie der Frankfurter Börse oder der London Stock Exchange. Unternehmen geben Aktien aus, um ihr Eigenkapital zu stärken. Und AnlegerInnen kaufen sie, um dadurch am Erfolg des Unternehmens teilhaben zu können. Denn wenn es einem bestimmten Unternehmen “gut” geht, dann profitieren davon auch die Menschen, die in das Unternehmen investiert haben. Wenn der Kurswert der Aktien steigt, können AnlegerInnen sie mit einem Gewinn verkaufen. Natürlich besteht aber auch immer das Risiko, dass eine Aktie an Wert verlieren kann. Daher empfehlen ExpertInnen, sich vor dem Aktienkauf immer gründlich über aktuelle Markttrends und die Performance eines Unternehmens zu informieren. Außerdem kann es sich lohnen, Investitionen über verschiedene Branchen, Unternehmen und Anlageklassen zu verteilen. Denn durch Diversifikation kann sich das Verlustrisiko reduzieren. Die Idee dahinter? Sollte es in einem Teil des Portfolios zu Verlusten kommen, können diese durch Gewinne in einem anderen Teil wieder ausgeglichen werden.

Primärmarkt

Der Aktienmarkt besteht aus dem Primärmarkt und dem Sekundärmarkt. Am Primärmarkt sichern sich Unternehmen Eigen- und Fremdkapital, indem sie verschiedene Wertpapiere wie Aktien und Anleihen erstmals ausgeben. AnlegerInnen können auf dem Primärmarkt bei einem Börsengang, auch IPO genannt, direkt vom Unternehmen Aktien kaufen.

Sekundärmarkt 

Der Sekundärmarkt ist das, was sich die meisten Menschen unter “der Börse” vorstellen: ein Handelsplatz, an dem Wertpapiere gekauft und verkauft und auch die Preise dafür gebildet werden. Der Aktienhandel findet entweder über traditionelle Wertpapierbörsen statt oder im außerbörslichen Handel, dem sogenannten Over-the-Counter-Handel (OTC). Hierbei einigen sich die VerkäuferInnen und KäuferInnen untereinander und ohne Börsenaufsicht auf einen Preis. Gehandelt werden zum Beispiel nicht notierte Aktien oder Staatsanleihen.

Rentenmarkt

Wenn du “Rentenmarkt” hörst, musst du an deine Altersvorsorge denken? Tatsächlich hat dieser Bereich des organisierten Kapitalmarkts damit aber nichts zu tun. Stattdessen ist der Rentenmarkt ein Finanzmarkt, auf dem verzinsliche Wertpapiere und Teilschuldverschreibungen, die sogenannten Rentenpapiere, gehandelt werden. Im Austausch gegen Schuldverschreibungen erhalten die SchuldnerInnen am Primärmarkt von ihren GläubigerInnen befristetes Kapital. Die ausgeschütteten Wertpapiere können dann am Sekundärmarkt weiterverkauft werden. Der Begriff Rentenmarkt ist also eher verwandt mit Wörtern wie Rentabilität oder Rendite, von Lateinisch “rendere”, was “zurückgeben” oder erstatten heißt. 

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Nicht organisierter Kapitalmarkt

Der nicht organisierte Kapitalmarkt, auch grauer Kapitalmarkt genannt, ist das Gegenstück zum organisierten Kapitalmarkt. Hier werden also Finanzinstrumente gehandelt, die keinen strikten Regulierungen oder Transparenzanforderungen unterliegen. Auf dem nicht organisierten Kapitalmarkt wird mit nicht börsennotierten Wertpapieren und Anlagemöglichkeiten gehandelt, also beispielsweise mit Unternehmensanleihen, direkten Beteiligungen an Unternehmen und geschlossenen Fonds. 

Der nicht organisierte Kapitalmarkt kann AnlegerInnen viele Chancen bieten, wie zum Beispiel ein höheres Renditepotenzial und Zugang zu alternativen Investments, mit denen sich Portfolios diversifizieren lassen. Doch bei all den Vorteilen sollten die Risiken nicht in den Hintergrund rücken. Denn der nicht organisierte Kapitalmarkt ist einer stärkeren Volatilität ausgesetzt, und es gibt nur wenige Regulierungen und Sicherheitsstandards, die AnlegerInnen schützen. Außerdem macht es die fehlende Transparenz auf dem nicht organisierten Kapitalmarkt schwieriger, fundierte Entscheidungen zu treffen.

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Wie beeinflussen Finanzmärkte die Wirtschaft?

Finanzmärkte haben drei zentrale Aufgaben in der Volkswirtschaft. Erstens sorgen sie für Marktliquidität, d. h. sie erlauben KapitalnehmerInnen und KapitalgeberInnen, schnell und unkompliziert mit Vermögenswerten zu handeln. Zweitens liefern sie allen MarktteilnehmerInnen wichtige Informationen und drittens sorgen sie für eine neue Risikoverteilung.

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Von N26

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