Geld anlegen: Deine Anleitung für Investments

Warum Investieren wichtig ist
Vermögensaufbau
Mit Geldanlagen kannst du nicht nur deine Ersparnisse vergrößern, sondern auch einem Wertverlust vorbeugen und deine Kaufkraft steigern. Bevor du investierst, solltest du die Risiken kennen – dein Geld kann schwanken, und Verluste sind möglich.
Passives Einkommen
Mit Dividenden- oder Mietzahlungen schaffst du zusätzliche Einnahmequellen – ohne mehr Gehalt auszuhandeln oder einen Nebenjob anzunehmen.
Finanzielle Absicherung
Egal, ob du für die Rente, ein Tiny House, die Ausbildung deiner Kinder oder den Fall der Fälle sparen willst: Geld sicher anzulegen heißt, deine persönlichen Ziele zu erreichen.
Schutz vor Inflation
Aktien, ETFs oder Sachwerte sind wie ein Schutzschild gegen Inflation – denn während Einlagen auf dem Girokonto über die Zeit an Wert verlieren, können Anlagen langfristig an Wert gewinnen.
So startest du mit der Geldanlage

Setze dir finanzielle Ziele
Warum möchtest du Geld anlegen, um mit 40 in Rente zu gehen, ein Grundstück zu kaufen oder auszuwandern?

Ermittle dein Budget
Wie steht es um deine Finanzen und welche Summe kannst du dir leisten, zu investieren?

Lege deine Anlagestrategie fest
Überlege, welches Risiko du eingehen möchtest, was dein Anlagehorizont ist und wie viel Zeit du hast, deine Investments zu verwalten.

Wähle deinen Broker
Finde eine Plattform, die deinem Wunsch nach Sicherheit, Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit entspricht.
Wähle die richtige Geldanlagestrategie
Langfristige Geldanlage
Eine beliebte Strategie für Anlegerinnen und Anleger mit niedriger bis mittlerer Risikotoleranz, die für die Rente oder ein anderes fernes Ziel sparen möchten. Der Anlagehorizont beträgt meist fünf Jahre oder länger, mithilfe des Zinseszins lassen sich lang angelegte Ersparnisse effektiv vergrößern.Kurzfristige Geldanlage
Eine risikoreiche Strategie, mit der sich hohe Dividenden erzielen lassen. Der Anlagehorizont kann wenige Tage, Wochen oder Monate betragen. Die Idee ist, auf eine kurzfristige, signifikante Wertsteigerung zu spekulieren und die Aktie gewinnbringend zu verkaufen.Diversifizierung
Streng genommen handelt es sich nicht um eine Strategie, da die Risikostreuung generell empfohlen wird. Denn wer alles auf eine Karte setzt, kann auch alles verlieren. Es gibt jedoch unterschiedliche Möglichkeiten, sein Portfolio zu diversifizieren, zum Beispiel mit Investments in verschiedene Branchen, Regionen oder Anlageklassen. Wie breit gestreut wird, hängt von der Risikobereitschaft der AnlegerInnen ab.Aktives Investieren
Diese eher risikoreiche Strategie hat zum Ziel, den Index zu “schlagen” – also mithilfe von Umschichtungen eine höhere Rendite zu erzielen als die allgemeine Entwicklung eines Markts oder Index. Dafür müssen Investmentfirmen oder KleinanlegerInnen die Kursentwicklung genau beobachten und entsprechend schnell handeln. Die Zusammensetzung des Portfolios ändert sich also kontinuierlich.Passives Investieren
Beim passiven Investieren versuchen AnlegerInnen nicht, den Index zu überbieten. Ein klassisches Beispiel sind ETFs, passiv verwaltete Aktienfonds, die die Kursentwicklung des zugrundeliegenden Index genau abbilden. Diese Strategie ist weniger risikoreich, erzielt aber “nur” Durchschnittsrenditen und wird deshalb bei InvestorInnen mit langem Anlagehorizont geschätzt.Indexfonds
Indexfonds sind ein beliebtes Investment für alle, die ihr Geld sicher anlegen, das Risiko breit streuen und ein passives Einkommen erzielen möchten. Indexfonds folgen der Kursentwicklung eines ganzen Strauß von Aktien wie dem DAX oder dem S&P 500. Statt in ein einzelnes Unternehmen zu investieren, legst du dein Geld indirekt in 40, 100 oder 500 Unternehmen einer bestimmten Branche oder Region an. Kursschwankungen lassen sich so besser ausgleichen, und die Rendite pendelt sich im Laufe der Zeit auf dem Durchschnitt ein.Wertaktien
Aktien, deren Börsenkurs niedriger als ihr intrinsischer Wert ist, können für AnlegerInnen eine lohnende Investition sein. Allerdings sind hier Geduld und akribische Recherche gefragt. Denn Aktien mit niedrigem Kurswert sind nicht automatisch unterbewertete Aktien – die Unternehmen stehen auf einem soliden Fundament und weisen eine Sicherheitsmarge auf, also die Differenz aus dem inneren Wert und dem Börsenwert. Ziel ist, dass der Markt den Wert des Unternehmens allmählich erkennt und der Aktienkurs entsprechend anzieht.Dividendenaktien
Bei dieser Strategie wählen AnlegerInnen Aktien von Unternehmen, die eine Dividende zahlen und diese regelmäßig erhöhen. Dadurch generieren sie ein regelmäßiges, passives Einkommen und profitieren langfristig von einer Wertsteigerung. Die Dividendenentwicklung lässt sich zum Beispiel in den Geschäftsberichten von Unternehmen herausfinden.Wachstumsaktien
Hier handelt es sich um Anteilsscheine von Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Selbst wenn die Aktien von Unternehmen aus aufstrebenden Märkten oder Ländern zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht viel abwerfen, so können sie in Zukunft stark an Wert gewinnen und InvestorInnen eine hohe Rendite bescheren. Ob es so kommt, ist jedoch ungewiss, denn der Markt wird von vielen Faktoren beeinflusst. Der Kauf von Wachstumsaktien gilt daher als risikoreiche Strategie.Dollar-Cost-Averaging
Auch Durchschnittskosteneffekt genannt, handelt es sich bei dieser Strategie um eine regelmäßige Anlage in derselben Höhe, unabhängig vom aktuellen Kurs. Ein typisches Beispiel sind ETF-Sparpläne, bei denen du jeden Monat den selben Beitrag einzahlst. Die Idee: Auf lange Sicht pendeln sich die Kurse immer wieder in der Mitte ein, was durchschnittliche Preise und eine durchschnittliche Rendite zur Folge hat.
Persönliche finanzielle Ziele

Risikotoleranz

Anlagedauer

Wissen
Worin am besten Geld anlegen?
Anfängergeeignet
ETFs oder Indexfonds: Bieten eine hohe Risikostreuung bei niedrigen Kosten und Durchschnittsrenditen. Gängige Beispiele sind ETFs, die etwa die Entwicklung des DAX oder des MSCI World abbilden. Dollar-Cost Averaging: Funktioniert nach dem Prinzip Sparplan. In regelmäßigen Abständen wird ein gleichbleibender Betrag investiert, um sich gegen Kursschwankungen abzusichern.Eher konservativ
Anleihen: Mit Staatsanleihen lässt sich dank der Nominalverzinsung ein passives Einkommen erzielen und, im Vergleich zu Aktien, Geld sicher investieren. Dividendenaktien: Kommen oft in Form von Vorzugsaktien, die im Vergleich zu Stammaktien keine Stimmrechte verleihen, dafür aber höhere Dividenden bieten. Certificates of Deposit (CDs): Schuldscheine bei einer Bank mit einem festen, relativ hohen Zinssatz.Geringes bis mittleres Risiko
Mischfonds: Bei Mischfonds investieren Vermögensverwalter in Aktien und Anleihen, um eine gute Gewichtung zwischen Sicherheit und Rendite zu erzielen. Real-Estate-Investment-Trusts (REITs): Eine Alternative zum Immobilienkauf, und zwar, indem Geld in Immobilienfonds oder -unternehmen angelegt wird. Blue Chips: Blue-Chip-Aktien sind Anteilsscheine großer, etablierter Unternehmen mit solider Performance.Risikoreich
Einzelaktien: Mit dem Kauf von Aktien eines einzigen Unternehmens kannst du signifikant Gewinn machen, gehst aber auch ein sehr hohes Risiko ein. Branchenfonds: Ähnlich wie bei einzelnen Aktien setzen AnlegerInnen bei Branchenfonds auf einen bestimmten Sektor mit sehr hohem Wachstumspotenzial. Kryptowährungen: Eine extrem volatile Geldanlage, die aber auch hohe Gewinne einbringen kann. Bedenke: Investiere nur so viel, wie du dir leisten kannst, zu verlieren.Langfristig
Wachstumsaktien: Wachstumsstarke Unternehmen zahlen nicht immer eine Dividende, können in puncto Wertsteigerung jedoch ein lukratives Investment sein. Immobilien: Mit einer Eigentumswohnung oder einem Haus lassen sich Mieteinnahmen zur Kredittilgung generieren und auf eine langfristige Wertsteigerung spekulieren.Kurzfristig:
Geldmarktfonds: Im Vergleich zu traditionellen Sparkonten bieten Geldmarktfonds eine bessere Rendite, sind aber auch risikoreicher. Kurzlaufende Anleihenfonds: Einige Fonds investieren in Anleihen mit kurzer Restlaufzeit, weshalb sie meist weniger volatil sind als Anleihen mit langer Restlaufzeit und ein relativ stabiles Einkommen bieten.Nachhaltig oder sozial:
ESG-Fonds: Eine gute Option, wenn dir die ESG-Kriterien Nachhaltigkeit, Soziales Engagement und Governance am Herzen liegen. Bedenke jedoch, dass die Kriterien je nach Anbieter sehr weit gefasst sein können. Impact Investing: Anstatt nur auf eine hohe Rendite zu spekulieren, investieren wirkungsorientierte AnlegerInnen in Unternehmen, von denen sie sich auch einen positiven Impact für die Gesellschaft oder die Umwelt erhoffen.
Sichere Geldanlagen

Gewinnorientierte Investments

Immobilien

Andere Anlagearten
Vorteile der Diversifikation

Geld anlegen mit Zinsen auf einem Tagesgeldkonto

Geld in Aktien anlegen

In einem ETF Geld anlegen

Geld in Krypto anlegen

In Sofort-Fonds investieren

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FAQs
- Die gute Nachricht: Du kannst auch mit kleinem Budget Geld anlegen. Für viele ETF-Sparpläne reichen beispielsweise schon 25 € im Monat – bei einigen Online-Anbietern gibt es kein Minimum. In Kryptowährungen kannst du bereits ab 1 € investieren. Und bei verzinsten Tagesgeldkonten gibt es je nach Anbieter keine Mindesteinlage. Eine Gegenüberstellung deiner Einnahmen und Ausgaben verrät dir, wie viel Geld du zum Investieren zur Verfügung hast.
- Deine Risikotoleranz ist deine Fähigkeit, Wertschwankungen bei deinen Anlagen zu verkraften. Um sie zu beurteilen, solltest du Folgendes berücksichtigen:
- Finanzielle Ziele: Investiere ich kurzfristig oder langfristig? Versuche ich hohe oder niedrige Renditen zu erzielen?
- Zeithorizont: Wie lange kann ich mein Geld in einer Anlage binden, ohne es zu benötigen?
- Finanzielle Situation: Wie viel kann ich verlieren, ohne meine finanzielle Stabilität zu gefährden?
- Persönlichkeit: Bin ich risikofreudig oder bevorzuge ich konservativere Optionen?
- Um die für dich passende Geldanlage zu finden, solltest du dein Budget, deine Risikotoleranz, deine Ziele und deinen Anlagehorizont kennen. Hast du beispielsweise langfristige Anlageziele und bist eher vorsichtig, ist eine renditeorientierte, sehr risikoreiche Anlageform eher ungeeignet für dich. Bedenke jedoch: Um dein Risiko zu streuen, solltest du in unterschiedliche Anlageprodukte Geld investieren.
- Ein verzinstes Tagesgeldkonto ist die wahrscheinlich sicherste Geldanlage, da deine Ersparnisse dank der deutschen Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt sind und du jederzeit an dein Geld kommst. Gleichzeitig kannst du deine Ersparnisse mithilfe von Zinsen wachsen lassen.
- Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Eine alte Faustregel besagt, dass du 2 bis 3 Monatsgehälter auf dem Konto haben solltest, um für Notfälle abgesichert zu sein. Allerdings ist das von Fall zu Fall verschieden. Nutze unseren 50-30-20-Regel-Rechner, um gemäß der beliebten Budget-Methode die ideale Sparsumme basierend auf deinem Einkommen zu ermitteln.
- Auch mit einem kleinen Geldbetrag kannst du in Aktien und kostengünstige ETFs investieren. Informiere dich z. B. über Online-Broker mit niedrigen oder keinen Mindestanlagebeträgen – bei manchen kannst du schon mit wenigen Euros loslegen. Es gibt auch Anbieter, bei denen du sogenannte Fractional Shares kaufen kannst – so brauchst du keine ganzen Aktien- bzw. ETF-Anteile kaufen.
- Aktien sind Anteilsscheine von Unternehmen. Wenn du Aktien kaufst, wirst du MiteigentümerIn und profitierst von Dividendenausschüttungen und Kursentwicklungen. ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Indexfonds. Sie sind ein Pool zahlreicher Unternehmen innerhalb einer Branche oder Region (oder auch mehrerer Regionen) und orientieren sich in ihrer Zusammensetzung am Index, den sie abbilden. Du investierst also nur indirekt in diese Unternehmen.
- Setze dich mit deinem Ziel, deiner Risikotoleranz und deiner verfügbaren Zeit auseinander. Willst du schnell maximal viel Gewinn erzielen? Dann kommt eine risikoreiche Anlagestrategie, bei der du die Kurse jederzeit im Blick haben musst, in Frage – eine potenziell hohe Rendite ist auch mit einem hohen Risiko verknüpft. Mit einer langfristigen Investition mit durchschnittlichen Renditen würdest du ein Ziel, das in naher Zukunft liegt, eher nicht erreichen. Jedoch sind die Risiken bei längerfristigen Investitionen in Festgeld, Staatsanleihen von Ländern mit guter Bonität oder sehr breit gestreuten ETFs vergleichsweise niedrig.
- Es gibt einige häufige Fehler, die du vermeiden solltest, wenn du mit dem Investieren loslegst:
- Nicht genug Recherche betreiben, bevor man Anlageentscheidungen trifft
- Versuchen, den Markt zu timen, anstatt sich auf langfristiges Wachstum zu konzentrieren
- Emotionsbasiertes Investieren
- Den neuesten Trends folgen, ohne sie zu verstehen
- Das Portfolio nicht diversifizieren, was das Risiko erhöht
- Gebühren und Kosten im Zusammenhang mit Investitionen ignorieren, die im Laufe der Zeit die Rendite schmälern können
- Um dich gegen mögliche Verluste abzusichern, solltest du dein Risiko streuen – also nicht alle Eier in einen Korb legen. Wie du dein Portfolio diversifizierst, hängt von deinen finanziellen Zielen, deinem Budget, deiner Risikotoleranz und deinem Anlagehorizont ab. Verfolgst du eher kurzfristige Ziele, könntest du beispielsweise in Aktien unterschiedlicher Unternehmen, Anleihen mit kurzer Restlaufzeit sowie in verschiedene Kryptowährungen investieren. Du kannst dein Geld aber auch in ETFs unterschiedlicher Branchen, Regionen und Fokusthemen anlegen, zum Beispiel einen Mix aus aufstrebenden Märkten, Rohstoffen, Währungen und erneuerbaren Energien. Wenn du kostengünstig und mit wenig Aufwand in Tausende Unternehmen aus der ganzen Welt investieren willst, bieten sich breit gestreute ETFs an. Beispielsweise kannst du in einen ETF investieren, der zahlreiche Unternehmen aus den Industrieländern abdeckt (z. B. auf den MSCI World Index) und dazu noch einen ETF wählen, der eine Vielzahl an Unternehmen aus Schwellenländern enthält (z. B. auf den MSCI Emerging Markets Index).
- Ja, für ETFs, bestimmte Aktien oder Kryptowährungen brauchst du keine großen Geldsummen, um Orders zu platzieren. Bedenke in deinem Budget, dass für Trades Gebühren und Steuern anfallen – jedoch gibt es auch Anbieter, bei denen du gebührenfrei traden kannst. Tipp: Richte einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank bzw. deinem Broker ein, um vom jährlichen Steuerfreibetrag zu profitieren.
