Wie viel verdienen Freelancer? Ein Leitfaden für das durchschnittliche Gehalt von Freiberuflern

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Wie viel verdienen Freelancer? Ein Leitfaden für das durchschnittliche Gehalt von Freiberuflern

Für viele Menschen ist der Schritt in die Freelance-Welt gleichbedeutend mit mehr Geld. Die Frage nach dem Gehalt von Freelancern ist daher durchaus spannend. Auch wenn es sich hierbei um eine sehr allgemeine Frage handelt, die stark von den näheren Umständen abhängt, lässt sich doch eine Durchschnittssumme nennen.

Wir haben uns die verfügbaren Daten zum durchschnittlichen Stundensatz von Freelancern in fünf europäischen Ländern angesehen – Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien. Auch wenn dies nur ein grober Leitfaden ist, ist er dennoch nützlich für alle, die einen Preis für ihre freiberuflichen Dienstleistungen festlegen möchten.

Durchschnittlicher Stundensatz von Freelancern in Europa

Wenn wir die Tabellendaten ansehen, stellen wir einige interessante Unterschiede zwischen den einzelnen Märkten und Branchen fest:

In Deutschland ist die Grenze nach oben offen

Die Verdienstdaten lassen darauf schließen, dass Deutschland für Freelancer einer der besten Orte in Europa ist. Tatsächlich ist München, eines der wichtigsten Technologiezentren Deutschlands, die teuerste Stadt der Welt, wenn man freiberufliche Entwickler sucht. Der durchschnittliche Stundensatz, den freiberufliche Entwickler in München berechnen, beträgt ca. 83 Euro pro Stunde. Auch andere Tätigkeiten werden hierzulande sehr geschätzt, wobei PR, Branding und Videografie zu den bestbezahlten Services auf der Liste gehören.

Entwickler führen die Tabelle in Europa an

Auch wenn die Freiberuflertarife in den einzelnen Märkten stark variieren, verlangen Entwickler und Entwicklerinnen die höchsten durchschnittlichen Stundensätze in Europa. Ganz gleich, ob du dich auf Front-End, Back-End oder irgendwo dazwischen spezialisierst – die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du gefragt sein wirst. Und da es sich um eine schnell wachsende Branche handelt, sieht die Zukunft für Freelancer in der Webentwicklung sehr rosig aus.

Ähnlichkeiten zwischen Frankreich und Großbritannien

Frankreich und Großbritannien sind hervorragende Orte für Freelancer, um ihre Fähigkeiten zu Geld zu machen. Zwei Branchen heben sich jedoch von anderen ab: Grafikdesigner führen in Frankreich (mit 53 Euro pro Stunde) ganz eindeutig. Als Muttersprachler erhalten britische Werbetexter mit durchschnittlich 37 Euro pro Stunde die höchsten Stundensätze in ganz Europa. Ansonsten können die meisten Freelancer auf diesen beiden Märkten ähnliche Tarife erwarten.

Klassische Kompetenzen immer noch führend

Buchhaltung zählt zu den bestbezahlten Tätigkeiten in den verschiedenen Märkten. Das zeigt, dass traditionelle Positionen wie diese immer noch sehr gefragt sind. Die wachsende Anzahl von kleinen Start-ups in ganz Europa schafft Möglichkeiten für Freiberufler (z. B. als Buchhalter), da diese Firmen nach möglichst flexiblen Ressourcen zur Erfüllung ihrer Anforderungen suchen.

Mehr Leistung für sein Geld

Angesichts der Lebenshaltungskosten in Spanien und Italien im Vergleich zu Frankreich und Deutschland können Freelancer mit projektbasierter Arbeit hier gutes Geld verdienen. Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass Spanien und Italien einen starken und wettbewerbsorientierten Freelancer-Markt für kreative Fähigkeiten haben, darunter Design, Illustration, Filmproduktion und Benutzererfahrung. In Spanien gibt es eine gesunde Mischung aus jungen und erfahrenen Kreativprofis. Das schafft ein wettbewerbsfähiges Umfeld, das sowohl für Arbeitgeber als auch Freelancer vorteilhaft ist.

Ein Büro mit vielen Mitarbeitern.

Freelance im Vergleich zur Festanstellung: Wer verdient mehr?

Es hat sich gezeigt, dass die freie Gestaltung seiner Arbeit nicht der einzige Vorteil der Selbstständigkeit ist. Die meisten Freelancer verdienen mehr als ihre Kollegen und Kolleginnen in ähnlichen Vollzeitpositionen. Aber warum ist das so?

In den meisten Fällen werden Freelancer hinzugezogen, um Lücken in einem internen Team zu füllen oder als zusätzliche Unterstützung bei einem laufenden, aber oft einmaligen Projekt mitzuwirken. Für viele Unternehmen sind die Kosten der Beauftragung eines Freelancers über einen begrenzten Zeitraum deutlich niedriger als die Kosten für die Einstellung eines Vollzeitmitarbeiters. Denke nur an Betriebskosten wie Büroräume, Lohnsteuer, Sozialleistungen, Rentenbeiträge und vieles mehr. Außerdem kann der Freelancer nach Abschluss des Projekts ganz flexibel aus dem Team entlassen werden, wodurch das Budget des Unternehmens entlastet wird.

Dieses Szenario bringt dem Unternehmen eine Menge Flexibilität, schafft jedoch für Freelancer eine gewisse Unsicherheit. Um diese finanzielle Unsicherheit auszugleichen, berechnen Freelancer oft einen höheren Stunden- oder Tagessatz – ein Kompromiss, auf den Arbeitgeber gerne eingehen.

Darüber hinaus arbeiten Freelancer oft länger als Vollzeitmitarbeiter in ähnlichen Positionen, oft sogar am Wochenende. Und das ist ganz einfache Mathematik: Je mehr Stunden du arbeitest, desto mehr kannst du auch in Rechnung stellen. Denke jedoch daran, dass Freelancer auch andere Kosten abdecken müssen: Urlaub, Krankheitstage, Elternzeit und Konferenztage. All das muss von deinem Verdienst als Freelancer abgezogen werden und ist damit etwas, das sorgfältig kalkuliert werden muss.

Eine schwarze Brille, die auf einem geschlossenen Laptop liegt.

Wie kannst du mehr für deine Dienstleistung berechnen?

Es ist nicht überraschend, dass viele (angehende) Freelancer die Preisgestaltung für ihre Arbeit nervenaufreibend finden. Wenn du die Preise falsch berechnest, könnte das später auf dich zurückfallen – möglicherweise musst du länger und schwerer arbeiten, nur um genug Geld zum Leben zu verdienen. Wenn du dich also mit dem Festlegen deiner Tarife befasst, solltest du mit einigen einfachen Strategien beginnen.

  • Klare Definition deiner Alleinstellungsmerkmale. Was macht dich und dein Angebot besonders? Wie wirkt sich deine persönliche Marke auf deine Preisgestaltung aus? Was benötigst du, um deine idealen Kunden zu gewinnen? Denke genau über deine Alleinstellungsmerkmale nach, um dir einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen und dich Neukunden überzeugender zu präsentieren.

  • Zertifizierungen. In jeder Branche gibt es einige Zertifizierungen, die begehrt und angesehen sind. Wenn du deine lange Liste mit Erfolgen um ein paar Zertifizierungen anreicherst, kannst du deine persönliche Marke stärken und dich als Experte positionieren.

  • Diversifizierung deines Portfolios. Eine der einfachsten Möglichkeiten, höhere Honorare zu berechnen, ist die Erweiterung deines Dienstleistungsangebots. Wenn du eine vielfältigere Mischung von Projekten annimmst, kannst du mehr Erfahrung in den verschiedenen Bereichen deines Tätigkeitsfeldes sammeln. Und das steigert wiederum den wahrgenommenen Wert deiner Dienstleistungen.

Es gibt viele Faktoren, die sich auf deinen Stundensatz als Freelancer auswirken können, darunter deine Erfahrung, deine Spezialisierung, dein Portfolio und sogar deine Branchenkontakte. Untersuchungen haben gezeigt, dass bestimmte Fähigkeiten in einigen Märkten stärker geschätzt werden als in anderen Der durchschnittliche Stundensatz von Freelancern in Europa ist jedoch relativ ähnlich. Mit Zugang zu großen Freelancer-Plattformen wie Upwork oder PeoplePerHour können Freelancer ihren Stundensatz jetzt auf den globalen Markt abstimmen, anstatt an ihr lokales Tarifniveau gebunden zu sein.


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Von N26

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