Holztisch mit Laptop, Notizblock, Kaffeetasse und Handy.

Erste Schritte in die Selbstständigkeit

Das Freelancer-Dasein bietet jede Menge Vorteile. Doch der Weg in die Selbstständigkeit ist nicht immer leicht. Aber keine Sorge. Hier erfährst du alles, was du wissen musst.

Lesezeit: 9 Min.

Egal, ob Gründerin oder Freelancer – die Selbstständigkeit bietet jede Menge Vorteile für einen flexiblen Lebensstil. Schließlich kannst du selbst entscheiden, wann, wo und wie viel du arbeiten willst. Doch das Leben als Freelancer birgt auch einige Tücken. Denn neben Deadlines musst du dich oft gleichzeitig um neue Aufträge, Rechnungen, Versicherungen und Steuern kümmern. 

Was du auf dem Weg zur Selbstständigkeit sonst noch alles beachten musst, erfährst du, wenn du weiterliest.

Selbstständigkeit: Was du vorher wissen solltest 

Als selbstständig gilt jede Person, die eine Tätigkeit in einem nicht traditionellen Angestelltenverhältnis ausübt. Wenn du selbstständig bist, hast du also keinen festen Arbeitsvertrag über Ort, Arbeitszeit und Gehalt. Das heißt, du musst dich selbst darum kümmern, dass jeden Monat Geld auf deinem Konto landet.

So ist einer der wichtigsten Schritte auf deinem Weg zur Selbstständigkeit, zahlungsfähige KundInnen für dich zu gewinnen. Dazu benötigst du natürlich Fachwissen für dein jeweiliges Gebiet. Aber auch gute Organisationsfähigkeiten, ein verantwortungsbewusster Umgang mit Finanzen und jede Menge Eigeninitiative sind gefragt. Auch solltest du dich (zumindest ein bisschen) mit dem deutschen Steuersystem auskennen. Denn der erste Schritt in die Selbstständigkeit führt zunächst ins Finanzamt – wo du eine neue selbstständige Steuernummer anmelden musst. Nachdem das erledigt ist, solltest du dich noch darüber informieren, wie du rechtsgültige Rechnungen schreiben und deine Einnahmen und Kosten effizient festhalten kannst. 

Jetzt kann es eigentlich losgehen. Zumindest, wenn du weißt, in welchem Bereich du dich selbstständig machen willst. Wenn du noch unschlüssig bist, hilft dir der nächste Abschnitt weiter.

Selbstständigkeit: Welcher Bereich ist der richtige für mich? 

Es war schon immer dein Traum, dein eigenes Café zu eröffnen? Oder willst du einfach nur endlich dein eigener Boss sein? Egal, ob du bereits weißt, welche Tätigkeit du ausüben möchtest, oder noch etwas Inspiration brauchst – bevor du den Schritt in die Selbstständigkeit wagst, solltest du dir diese Fragen stellen:

  • Was möchtest du tun?
  • Welche Fähigkeiten hast du bereits?
  • Was kannst du noch dazulernen?
  • Möchtest du Vollzeit oder nebenberuflich als Freelancer arbeiten?

Unsere Liste mit äußerst lukrativen Freelancer-Fähigkeiten kann dir bei der Entscheidung helfen. Nachdem du deine Wahl getroffen hast, kannst du deine Services auf einer der großen Freelancer Plattformen anbieten, um deine ersten Aufträge zu gewinnen. 

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Selbstständigkeit Vor- und Nachteile 

Mit dem Laptop am Strand chillen oder gemütlich im Lieblingscafé sitzen – so stellen sich viele die Selbstständigkeit vor. Doch auch wenn das Freelancer-Dasein viele Vorteile bietet, solltest du nicht vergessen, dass es auch Nachteile geben kann. Sehen wir uns also die Vor- und Nachteile der Selbstständigkeit genauer an.

Selbstständigkeit Vorteile 

  • Mehr Freiheit: Du kannst arbeiten, wann, wo und woran du willst. Wenn du morgens nicht aus dem Bett kommst, kannst du deinen Arbeitstag auch einfach erst mittags beginnen. 
  • Abwechslungsreichtum: Du arbeitest mit verschiedenen KundInnen zusammen und kannst deinen Fokus von Beginn an auf die Bereiche legen, die dir am meisten Spaß machen.
  • Work-Life-Balance: Du kannst deine Arbeit um dein Privatleben herum planen und deine Arbeitszeiten (und -orte) so legen, wie es dir gerade passt. Spontaner Urlaub? Kein Problem, nimm einfach deinen Laptop mit.
  • Keine Gehaltsgrenzen: Theoretisch sind auch deinem Gehalt keine Grenzen gesetzt. Je mehr du arbeitest, desto mehr verdienst du.
  • Dir wird nie langweilig: Du lernst immer etwas dazu. Denn die Arbeit für verschiedene KundInnen erfordert neben fachlichen Fähigkeiten auch soziale Kompetenzen. Von Dingen wie Eigenverantwortung, Problemlösung und Projektmanagement profitierst du nicht nur beruflich, sondern auch privat.

Du siehst also, es gibt viele Gründe, Freelancer zu werden. Dazu gehören nicht nur mehr Flexibilität, sondern je nach Branche und Erfahrung oftmals auch höhere Verdienstmöglichkeiten. Doch bei all den Vorzügen darfst du auch die Nachteile des Freelancer-Daseins nicht vergessen.

Selbstständigkeit Nachteile 

  • Du bist auf dich allein gestellt, denn es heißt nicht umsonst: selbst und ständig. Denn als Freelancer hast du in der Regel kein Team, das dir Arbeit abnehmen kann. Folglich arbeitest du wahrscheinlich sehr viel und nimmst dir nicht genügend Auszeiten.
  • Kein regelmäßiges Gehalt: Gerade zu Beginn deiner Selbstständigkeit musst du mit Einkommensschwankungen rechnen. Deine Auftragslage kann von Monat zu Monat stark variieren. Denn bis du dir einen festen Kundenstamm aufgebaut hast, können mehrere Monate vergehen. 
  • Ungeregelte Arbeitszeiten: Jeder Freelancer kennt das Dilemma: Im letzten Monat hattest du nur wenige Aufträge. Jetzt arbeitest du dafür schon mehrere Wochen pausenlos an einem Projekt. 
  • Fehlende Sicherheit: Im Gegensatz zu Angestellten fehlt dir die soziale Absicherung, solltest du aus irgendeinem Grund nicht (oder nicht genug) arbeiten können. Als Freelancer solltest du daher immer vorausschauend mit deinem Geld umgehen. 
  • Psychische Belastung: Neben großer Freiheit geht die Selbstständigkeit aber auch zweifellos mit einer Menge Verantwortung einher. Nicht jede/r kann mit diesem Druck gut umgehen. Um ein Burnout zu vermeiden, solltest du dir früh genug Grenzen setzen und auch manchmal Arbeitsaufträge ablehnen, wenn es dir zu viel wird.

Steuern und Versicherungen für Selbstständige 

Für Freelancer fallen auch einige Kosten an. Neben Arbeitsmitteln und Raummiete darfst du auch Steuern, Altersvorsorge und andere Versicherungen nicht vergessen. 

Steuern für Selbstständige 

  • Einkommensteuer: Wenn du mit deiner Selbstständigkeit pro Jahr mehr als den Grundfreibetrag von aktuell 9.744 € verdienst, musst du Einkommensteuer zahlen – egal, ob du ein Gewerbe hast oder freiberuflich arbeitest. Diese ist wie die Lohnsteuer abhängig von der Höhe deines Einkommens. Im Gegensatz zur Lohnsteuer, die in der Regel vom Monatsgehalt abgeht, zahlst du diese Steuer einmal im Jahr auf dein gesamtes Einkommen des Vorjahres.
  • Umsatzsteuer: Wenn du pro Jahr Umsätze von über 22.000 € erzielst, bist du umsatzsteuerpflichtig. Das heißt, du musst auf deinen Rechnungen  zusätzlich die Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer von zumeist 19 % ausweisen. Je nach Festlegung machst du dafür monatlich oder vierteljährlich eine Umsatzsteuererklärung und überweist den fälligen Betrag ans Finanzamt. KleinunternehmerInnen, die weniger als 22.000 € im Jahr umsetzen, sind von dieser Regelung ausgenommen. Ob du ein Gewerbe hast oder freiberuflich arbeitest, spielt keine Rolle. Nicht vergessen: Betriebsausgaben wie Raummiete, Internet, Büromaterial und mehr kannst du in der Regel bei der Umsatzsteuererklärung abziehen, um deine Steuern zu reduzieren.
  • Gewerbesteuer: Wenn du einen Laden oder Onlineshop hast, zahlst du im Gegensatz zu FreiberuflerInnen eine Gewerbesteuer – es sei denn du liegst unter dem Freibetrag von aktuell 24.500 €. Ansonsten zahlst du 3,5 % deines Gewerbeertrags an das Finanzamt. Dafür musst du eine Gewerbesteuererklärung abgeben und eine Vorauszahlung leisten, in der Regel einmal im Quartal. Übrigens: Du kannst die Gewerbesteuer bei deiner Steuererklärung absetzen!
  • Lohnsteuer für Gehälter: Du hast Angestellte? Dann zahlst du zusätzlich auch noch Lohnsteuer auf die Gehälter – und zwar monatlich mit der Gehaltsabrechnung. Denn die Lohnsteuer geht nicht nur vom Bruttogehalt der Mitarbeitenden ab. ArbeitgeberInnen müssen ebenfalls einen Beitrag leisten, der in der Regel genauso hoch ist wie der Arbeitnehmeranteil. Fällt beim Bruttogehalt beispielsweise eine Lohnsteuer von 100 € an, zahlst du zusätzlich noch einmal 100 € drauf. Gleiches gilt übrigens für die Sozialversicherungsbeiträge, also Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung.

Welche Steuern für die unterschiedlichen Arten der Selbstständigkeit fällig werden – und bei welchen du sparen kannst – erfährst du in unserem Leitfaden.

Steuern leicht gemacht mit Accountable 

Wir haben uns mit Accountable, der Steuer-App für Selbstständige, zusammengetan, um dir deine Steuererklärungen einfacher zu machen. 

Verbinde dein N26 Konto ganz einfach mit Accountable, um Steuererklärungen auch ohne Vorkenntnisse in nur wenigen Schritten zu erledigen. Und so einfach geht's: Schreibe Rechnungen an deine KundInnen. Scanne deine Belege. Überprüfe deine Finanzen. Fertig!

Klicke einfach auf den Link und gib bei der Registrierung den Promocode ein. Den Promocode findest du im "Entdecken" Tab in deiner N26 App unter "Partnerangebote". Du bekommst damit die Vollversion 6 Monate kostenlos für deine Einkommens- und Umsatzsteuererklärung sowie alle anderen Funktionen.

Versicherungen für Selbstständige 

Auch das Thema Versicherungen solltest du nicht vernachlässigen, wenn du dich selbstständig machen willst. Denn als Freelancer bist du im Gegensatz zu Angestellten nicht automatisch über deinen Arbeitgebenden versichert.

Welche Versicherungen für dich infrage kommen, hängt ganz von deinen individuellen Umständen ab. Die folgenden Versicherungen solltest du aber unbedingt abschließen:

Je nachdem wie risikoreich deine selbstständige Tätigkeit ist, kann auch eine Unfallversicherung sinnvoll sein. Apropos Risiken – sehen wir uns jetzt an, welche Fehler du auf dem Weg zur Selbstständigkeit vermeiden solltest.

Selbstständigkeit: Die häufigsten Fehler 

  1. Du legst nicht genug Geld für die Steuer beiseite – Als Freelancer kann dein Einkommen von Monat zu Monat stark variieren. Wenn du deine fällige Steuer basierend auf einer zu konservativen Umsatzprognose berechnest, kann das später zu bösen Überraschungen führen. Unser Tipp: Mit der App von Accountable hast du deine Einnahmen und Ausgaben immer im Blick. So weißt du jederzeit, wie viel du aktuell verdient hast und kannst genau berechnen, welche Summe du für deine Steuern sparen solltest.
  2. Du denkst nicht an deine Altersvorsorge – Laut dem Deutschen Institut für Wissenschaftsforschung haben vor allem Solo-Selbstständige ein erhöhtes Risiko, später von Altersarmut betroffen zu sein. Auch, wenn du gefühlt noch in der Blüte deiner Jugend steckst, solltest du am besten so früh wie möglich anfangen, Geld für den Lebensabend zurückzulegen und in eine Rentenversicherung zu investieren.
  3. Du vergisst Pauschalen oder Betriebsausgaben – Zugegeben, Steuern sind ein komplexes Thema – besonders für frische Freelancer. Doch es kann sich durchaus lohnen, über Pauschalen und absetzbare Betriebsausgaben Bescheid zu wissen. Und das Beste? Mit dem Rechner von Accountable kannst du ganz einfach prüfen, ob du eine bestimmte Ausgabe von deiner Steuer absetzen kannst. 
  4. Du hebst die Belege für deine Betriebsausgaben nicht auf Glückwunsch! Du weißt jetzt genau, was du alles von der Steuer absetzen kannst. Doch vergiss auch nicht, dass du sämtliche Belege für deine betrieblichen Ausgaben aufbewahren musst. Denn das Finanzamt kann bis zu 10 Jahre, nachdem du eine Steuererklärung eingereicht hast, noch Belege von dir verlangen. Aber auch hierfür hat Accountable eine einfache Lösung: Mit der Fotoerkennung kannst du sämtliche Belege mit nur einem Klick digitalisieren. Das schafft nicht nur Platz in deinem Home-Office, sondern macht es dir auch extrem einfach, bestimmte Ausgaben zu finden.
  5. Du kennst die Steuerfristen nicht Du legst genug Geld für deine Einkommensteuer beiseite, zahlst regelmäßig in deine Altersvorsorge ein und bewahrst alle Belege für deine Betriebsausgaben akribisch auf. Doch all das nützt dir nur wenig, wenn du die wichtigsten Steuerfristen verschläfst.

Vor allem die Frist für die Einkommensteuererklärung sowie die dazugehörige Einnahmenüberschussrechnung ist für Freelancer wichtig. Denke aber auch an die Fristen für deine Umsatzsteuervoranmeldungen und (wenn du Einnahmen aus dem EU-Ausland hast) an die zusammenfassende Meldung.

Nach deinem ersten Jahr als Freelancer werden auch deine Steuervorauszahlungen festgesetzt. Das heißt, dass du jetzt basierend auf deinem vorherigen Einkommen bereits im laufenden Jahr festgelegte Steuerbeträge zahlen musst. Genauere Infos zum Thema Freelancer und Steuern findest du in unserem Leitfaden.


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Der Weg in die Selbstständigkeit kann ziemlich kompliziert sein. Umso wichtiger ist es, dass du dir um die Organisation deiner Finanzen keine Sorgen machen musst! Mit N26 Business Smart, unserem intelligenten Geschäftskonto für Selbstständige, kannst du deine Finanzen direkt auf deinem Smartphone verwalten. Außerdem profitierst du von praktischen Features sowie 0,1 % Cashback auf alle Käufe, die du mit deiner N26 Mastercard tätigst. Und mit unserem Partner Accountable, der Steuer-App für Selbstständige, sind auch Steuererklärungen kein Problem mehr!

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