11 Tipps, um bei der Stromrechnung zu sparen

Lesezeit: 7 Min.

Wie klingen 400 € mehr im Jahr? Das Geld könnte dir dabei helfen, deine Sparziele zu erreichen. Eigentlich ist es ziemlich einfach, die Kosten für die Stromrechnung zu senken –man muss nur wissen wie. Wenn du also ernsthaft sparen möchtest, findest du hier eine Reihe einleuchtender Tipps und Tricks, mit denen du deine Stromkosten senken kannst.

So kannst du die Stromrechnung senken

Für die Einsparmöglichkeiten bei der Stromrechnung macht es keinen großen Unterschied, ob du in einer Wohnung oder in einem Haus wohnst. Das Prinzip ist immer das gleiche. Unabhängig von deiner Wohnsituation kannst du durch das Reduzieren deines Wasserverbrauchs, durch Verringerung des Energiebedarfs der Beleuchtung und durch intelligentes Heizen deine Stromrechnung senken. Konkret sieht das so aus:

1. Erstelle eine Strombilanz

Zunächst ist es wichtig, dir ein Gesamtbild davon zu machen, wie viel Strom du aktuell verbrauchst. Dazu kannst du auf ein Online-Tool zurückgreifen, eine entsprechende App herunterladen oder dir fachmännische Hilfe holen. Sobald du deine Strombilanz erstellt hast, kannst du die Bereiche, in denen Energieeinsparungen möglich sind, wesentlich leichter identifizieren.

2. Wechsle deinen Energieanbieter

Eine der einfachsten Möglichkeiten, bei der Stromrechnung Einsparungen zu erzielen, ist der Wechsel deines Energieversorgers. Wenn du dich nach günstigsteren Tarifen umsiehst, kannst du jedes Jahr Hunderte von Euro sparen. Nutze dazu eine Preisvergleichsseite, die dir hilft, das beste Angebot auf dem Markt zu finden.

Um sicherzugehen, dass du über den bestmöglichen Tarif verfügst, solltest du dich für ein digitales Konto entscheiden, damit du deine monatlichen Rechnungen online verwalten kannst. Das ist oft billiger, da sich viele Firmen Papierrechnungen bezahlen lassen. Außerdem solltest du deinem Energieversorger regelmäßig die Zählerstände schicken, damit du nur zahlst, was du auch verbrauchst.

3. Nimm deine Beleuchtung unter die Lupe

Dass du durch das Ausschalten des Lichts beim Verlassen eines Zimmers deine Stromrechnung reduzieren kannst, dürfte dich kaum überraschen. Allerdings kannst du mehr tun, als nur einen Schalter auszuknipsen, um beträchtliche Einsparungen zu erzielen. Eine gute Idee ist es, alle deine Glühbirnen durch energieeffiziente Kompaktleuchtstofflampen (CFL) oder noch besser durch Leuchtdioden (LED) zu ersetzen.

Eine CFL-Glühbirne kostet in ihrer Anschaffung zwar mehr als eine herkömmliche Glühbirne, aber nach neun Monaten hat sie das beim Energieverbrauch wieder wettgemacht. Alles, was du durch die CFL nach diesem Zeitpunkt einsparst, kann daher als Gewinn zählen. Eine LED-Lampe aber schafft noch mehr. Sie ist nicht nur 75–85 % energieeffizienter als eine herkömmliche Glühbirne, sie hält auch 15–25 Mal länger!

4. Achte auf deinen Wasserverbrauch

Warmwasser ist oft der zweitgrößte Treiber für die Stromkosten. Das kannst du jedoch ändern. Neben offensichtlichen Einsparmöglichkeiten, wie dem Reparieren von tropfenden Wasserhähnen sowie Zudrehen des Wasserhahns beim Zähneputzen, kannst du noch einiges mehr dafür tun, die Kosten deines Wasserverbrauchs zu senken.

Schon mal daran gedacht, weniger lang zu duschen? Wasser zu erhitzen verbraucht viel Energie, was Duschen letztendlich zu einer teuren Angelegenheit macht. Wenn du zwei Minuten kürzer duschst, kannst du pro Dusche 23 Liter Wasser einsparen. Bei täglichem Duschen entspricht das einer jährlichen Einsparung von fast 8.400 Litern, was deine Stromrechnung um einiges schmälert – besser für die Umwelt ist es auch.

Als nächstes solltest du dir überlegen, deinen Duschkopf durch einen energieeffizienteren zu ersetzen. Achte beim Kauf darauf, dass die Durchflussrate weniger als 2,5 gpm beträgt. Energiesparende Duschköpfe schränken den Durchfluss ein, aber ohne dass es sich anfühlt, als würdest du unter einem tropfenden Wasserhahn stehen.

Zuletzt solltest du darüber nachdenken, die Temperatur deines Boilers zu reduzieren. Das wird gerne übersehen. Die meisten Boiler werden automatisch auf 60 °C eingestellt, aber das ist oft viel heißer als nötig. Stattdessen solltest du deinen Boiler auf 50 °C einstellen. Dadurch verringern sich nicht nur Energieaufwand und Kosten, weil das Wasser nur auf 50 °C erhitzt werden muss – auch im Stand-by-Betrieb kostet es dich weniger Geld, wenn das Wasser auf dieser niedrigeren Temperatur warm gehalten wird.

5. Schalte deine Elektrogeräte bei Nichtgebrauch aus

Wenn du deine elektrischen Geräte im Stand-by-Betrieb laufen lässt, anstatt eines nach dem anderen ganz auszuschalten, verbrauchst du im Laufe der Zeit einiges mehr an Energie. Stattdessen solltest du in Betracht ziehen, deine Elektronikgeräte mit Fernbedienung an eine intelligente Steckdosenleiste anzuschließen. Die intelligente Steckdosenleiste schaltet dann automatisch alle Geräte ab, die nicht in Gebrauch sind.

6. Ändere die Thermostateinstellungen

Mit am meisten Strom verbrauchst du durch Heizen. Doch durch eine vernünftige Thermostateinstellung kannst du deinen Energieverbrauch reduzieren. Wenn du deinen Thermostat nur um zwei Grad herunterdrehst, kannst du bis zu 5 % Heizkosten sparen. Bei fünf Grad sind das schon 10 %. Durch Investition in einen intelligenten Thermostat, der sich automatisch auf deine Wunschtemperatur einstellt, kannst du hier sowohl Zeit als auch Geld sparen.

Ein weiterer Tipp: Vergewissere dich, dass du deinen Thermostat an der richtigen Stelle angebracht hast. Wenn er in direktem Sonnenlicht oder in der Nähe eines Luftzugs angebracht wird, kann er die Temperatur unnötig verändern und dein Strombudget belasten. Achte stattdessen darauf, dass dein Thermostat an einer Innenwand etwa in Haus- oder Wohnungsmitte angebracht ist, fernab von direkter Sonneneinstrahlung, Fenstern, Türen, Fluren und der Küche.

7. Ändere die Art und Weise, wie du deine Waschmaschine benutzt

Um beim Waschen Geld zu sparen, kannst du Folgendes tun:

  1. Lass die Maschine nur mit voller Ladung laufen. Die ganze Trommel nur mit ein paar Hemden und Socken zu füllen, wird deine Stromrechnung definitiv nicht senken.

  2. Wasche deine Kleidung bei niedriger Temperatur, da heißes Wasser teurer ist.

  3. Lass deine Kleidung lieber an der Luft trocknen, anstatt einen Trockner zu benutzen.

8. Achte auf die Temperatur deines Kühlschranks

Je kälter Kühl- und Gefrierschrank eingestellt sind, desto mehr Energie verbrauchen sie. Die Temperatur deines Kühlschranks sollte zwischen 1,5 °C (35 °F) und 3 °C (37 °F) liegen. Deinen Gefrierschrank stellst du am besten auf etwa -18 °C (-0,4 °F) ein. So hältst du deine Lebensmittel frisch, reduzierst aber auch insgesamt deinen Stromverbrauch.

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Wie du im Sommer und Winter Stromkosten senken kannst

Da der größte Teil des jährlichen Stromverbrauchs zur Beheizung oder Kühlung deines Zuhauses aufgewendet wird, ist es besonders wichtig, auf jahreszeitliche Veränderungen klug zu reagieren.

9. Erwäge den Kauf eines elektrischen Heizgeräts

Besonders wichtig für alle, die alleine leben oder von zu Hause aus arbeiten: Wenn du nur einen Raum deines Zuhauses beheizen musst, kann es billiger sein, in eine tragbare elektrische Heizung zu investieren, als deine Zentralheizung anzuwerfen. Das erspart dir, das ganze Haus oder die ganze Wohnung unnötig zu beheizen. Dies schlägt sich wiederum positiv in deiner Stromrechnung nieder. Vergiss jedoch nicht, die elektrische Heizung auszuschalten, bevor du den Raum verlässt, um eine etwaige Brandgefahr auszuschließen.

10. Verhindere Luftundichtigkeiten

Wenn es durch deine Fenster pfeift oder du einen Luftzug um deine Türrahmen spürst, ist es vielleicht an der Zeit, sie besser abzudichten. Luftundichtigkeiten können deine Stromrechnung erheblich belasten, da deine Heizungen auf Hochtouren arbeiten müssen, um deine Räume warm zu halten, wenn warme Luft durch Spalten an Fenstern und Türen entweicht. Glücklicherweise kannst du diese Stellen einfach und günstig abdichten.

Die einfachste Methode ist, in einige druckempfindliche Dichtleisten aus Gummi oder Kunststoff zu investieren. Sie sind mit einem Klebstoff beschichtet, sodass sie leicht am Rahmen deiner Fenster und Türen haften. Wenn du sie zusammendrückst, wirkt das Gummi oder der Kunststoff wie eine Dichtung, die verhindert, dass Luft ein- oder austritt. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass sie auch eine dämpfende Wirkung haben und verhindern, dass die Türen oder Fenster mit lautem Knall zuschlagen. Für eine optimale Dichtungsleistung empfiehlt es sich, sie alle drei Jahre auszutauschen.

11. Kleide dich dem Wetter entsprechend

Es mag selbstverständlich klingen, aber wenn du im Winter warme Kleidung trägst, und im Sommer leichte, wirst du die Heizung oder Klimaanlage weniger oft umstellen müssen. Wenn du einfach nur in einen guten Bademantel oder einen warmen Pullover investierst, den du im Winter zu Hause tragen kannst, kannst du deine jährliche Stromrechnung deutlich senken.


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Von N26

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