Zusammenziehen: Tipps zur Verwaltung von monatlichen Ausgaben

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Du willst mit deinem Partner zusammenziehen? Die Aussicht auf ein gemeinsames Zuhause ist sehr aufregend und ein großer Schritt für die Beziehung. In Sachen Finanzplanung kann es aber schon beim Umzug zu Konflikten kommen. Umso wichtiger ist es, dass du dich mit deinem Partner früh mit der Haushaltsplanung auseinandersetzt. So bleibt später mehr Zeit für die schönen Aspekte des Zusammenziehens – zum Beispiel, wie die Wohnung eingerichtet wird oder wer auf welcher Seite schläft.

Bereit, den nächsten Schritt zu gehen? Schau dir unsere Tipps an und mach dich mit den Kosten des Zusammenziehens vertraut. Ein offenes und ehrliches Gespräch vor dem Umzug hilft, eure Beziehung und Finanzen langfristig zu festigen.

Auflistung der monatlichen Haushaltsausgaben

Wer alleine lebt, kann sein eigenes Ding machen. Egal, ob du eher sparsam bist oder dich gerne verwöhnst – dein Geld, deine Entscheidung. Das sieht natürlich ganz anders aus, wenn du mit deinem Partner in einem Haushalt lebst. Auf einmal musst du das Ausgabeverhalten des anderen berücksichtigen – und dein eigenes gut kennen. Die durchschnittlichen monatlichen Ausgaben sind bei jedem Paar anders. Und variieren umso mehr, wenn Kinder und Haustiere dazukommen. 

Um die gemeinsamen Kosten abschätzen zu können, solltest du im ersten Schritt eine Liste mit deinen monatlichen Haushaltsausgaben erstellen. Das gilt natürlich auch für deinen Partner. Dabei helfen dir Kontoauszüge und Kassenbons. Lasse keine Ausgaben aus, ganz gleich, wie klein der Betrag ist. Und bloß nicht schummeln – auch dein heißgeliebter Caffè Latte zählt dazu!

Im nächsten Schritt kannst du deine Ausgaben in Kategorien unterteilen. Das können Lieferdienste, Bars oder Einrichtungshäuser sein. So gewinnst du einen guten Überblick über deine Prioritäten und siehst, wohin dein Geld jeden Monat fließt. Möglicherweise gibt dein Partner sein oder ihr Gehalt für ganz andere Dinge aus. Klarheit über euer Ausgabeverhalten ist eine wichtige Grundvoraussetzung für die gemeinsame Haushaltsplanung.

Innerhalb der Kategorisierung haben die fixen Lebenshaltungskosten Vorrang und machen den größten Teil deiner Ausgaben aus. Dazu gehören:

  • Wohnkosten: Miete oder Kredit

  • Fahrtkosten: Jahresabo für öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrzeugkosten

  • Nebenkosten: Steuern, Strom- und Wasserkosten usw.

  • Lebensmittel und Hygieneartikel

  • Telefon- und Internetkosten

  • Versicherungen, Medikamente und Behandlungen

  • Kinderbetreuung und Haustierpflege

Fertig? Dann kannst du dich auf deine Freizeit und Kaufgewohnheiten konzentrieren:

  • Sport: Mitgliedschaften im Fitnessstudio und Kursgebühren

  • Kleidung

  • Freizeit und Unterhaltung: Restaurantbesuche, Konzerte, Theater, Kino usw.

  • Haushaltsartikel und Einrichtung: Möbel, Textilien, Pflanzen

  • Urlaub

Du hast einen guten Überblick über deine Ausgaben und die deines Partners? Dann geht es jetzt an die gemeinsamen Sparziele. Größere finanzielle Zukunftspläne hast du mit deinem Partner bestimmt schon besprochen. Dazu gehören beispielsweise ein Sabbatical, die Gründung des eigenen Unternehmens oder der Kauf einer Immobilie. Eure monatlichen Sparziele und Prioritäten sollten genau auf  diese Pläne ausgerichtet sein.  

Zum Sparen gehört auch, verantwortungsvoll mit Geld umzugehen. Vielleicht warst du überrascht, wie hoch deine Ausgaben in manchen Kategorien sind? Der anstehende Umzug ist eine gute Gelegenheit, dein Ausgabeverhalten zu ändern und unnötige Kosten zu vermeiden. Gleiches gilt für laufende Kredite. Du solltest keine Zinszahlungen versäumen, da sich das negativ auf deine Kreditwürdigkeit auswirken und die Aufnahme neuer Kredite und Hypotheken erschweren kann. Das ist gerade wichtig, wenn du mit deinem Partner eine Wohnung oder ein Haus kaufen willst. Denke außerdem daran, genug Rücklagen aufzubauen, um die Zinszahlungen zu begleichen und idealerweise auch monatliche Tilgungsraten zu leisten.

Die Vorteile eines Haushaltsbuchs

Die Liste der jeweiligen monatlichen Ausgaben steht? Dann kannst du dich mit deinem Partner an die gemeinsame Budgetplanung für euer neues Zuhause setzen. Beachte bei der Haushaltsplanung immer, dass sich dein Kaufverhalten, deine Einstellung zu Geld und deine persönlichen Lebensumstände eventuell von denen deines Partners unterscheiden. Kläre bereits im Vorfeld ab, ob die Kosten zur Hälfte von euch beiden oder im Verhältnis zum Einkommen getragen werden. Im Anschluss könnt ihr entscheiden, welche Ausgaben aufgeteilt werden sollen und den jeweiligen Beitrag festlegen.

Für die Budgetplanung kann dir die 50/30/20-Regel helfen. Demnach solltest du 50 % für Grundbedürfnisse, 30 % für Wünsche und 20 % für Rückzahlungen bzw. Ersparnisse einplanen. Wenn Restaurantbesuche und Spas prozentual gesehen viel mehr Raum einnehmen als der Sparplan, ist es wohl an der Zeit, Prioritäten zu überdenken.

Apps und Tabellen sind eine tolle Möglichkeit, ein übersichtliches Haushaltsbuch zu führen. Spar-Apps haben einige praktische Funktionen, die dir helfen, Ausgaben im Blick zu behalten und Ersparnisse anzuhäufen. Du profitierst von einer transparenten Kostenaufstellung, automatischen Benachrichtigungen bei Budgetüberschreitung, Strategien zur Schuldentilgung und der Möglichkeit, eure Finanzen regelmäßig in Echtzeit zu überprüfen. Mehr dazu findest du in unserem Blogbeitrag mit den besten Spar-Apps.

Ein Haushaltsbuch ist das Fundament einer guten Finanzplanung – für dich alleine und als Paar. Darüber hinaus solltest du monatliche Ausgaben regelmäßig überprüfen und das Haushaltsbuch entsprechend anpassen. Möglicherweise findest du auch noch bessere Wege, das gemeinsame Geld zu verwalten. Hilfreich ist zum Beispiel ein Kalender, in den du wichtige Termine in puncto Finanzen eintragen kannst. 

Ein guter Finanzplan ist der Grundstein für ein gemeinsames Zuhause. Mit deiner Liste über monatlichen Ausgaben und das Haushaltsbuch hast du genügend Sicherheit, einen gemeinsamen Haushalt zu gründen und ein harmonisches Zusammenleben zu fördern.


Dein Geld bei N26

Zusammenziehen bedeutet, sich vorab mit vielen Dingen auseinanderzusetzen. Dazu gehört auch die gemeinsame Verwaltung des Budgets. Mit N26 Smart hast du Zugriff auf praktische Features, um zusammen mit deinem Partner für finanzielle Klarheit zu sorgen. Unterstützt wirst du dabei von Statistiken und der automatischen Kategorisierung deiner Ausgaben. So hast du jederzeit den Überblick und kannst mit deinem Partner einen soliden Finanzplan erstellen. 

Ob Wünsche, Lebensmittel oder Rechnungen: Mit Spaces kannst du bis zu 10 Unterkonten für gemeinsame Sparziele erstellen. Als Premiumkunde hast du die Möglichkeit, bis zu 10 Spaces zu erstellen und mit bis zu 10 anderen N26 Nutzern zu teilen. Lade deinen Partner einfach zu einem oder mehreren Spaces ein, um eure Ausgaben und Sparziele gemeinsam zu verwalten.

Mit Regeln kannst du Daueraufträge erstellen und regelmäßig Geld von deinem Hauptkonto auf die geteilten Unterkonten überweisen. So landet das Geld für die Miete oder euren Kinderwunsch automatisch auf dem jeweiligen Shared Space – und der Haussegen ist gesichert.

Was sollte ich mit meinem Partner vor dem Umzug ins gemeinsame Zuhause besprechen?

Wenn du und dein/e PartnerIn zusammenziehen wollt, solltet ihr im Vorfeld ein offenes und ehrliches Gespräch führen. Wichtige Aspekte sind das jeweilige Ausgabeverhalten oder wer wie viel Geld zur Miete beisteuern kann. Gibt es einen großen Unterschied zwischen den Gehältern, könntet ihr überlegen, Miete und Rechnungen proportional zum Einkommen zu begleichen. Viele Paare sehen darin eine faire Lösung.

Wie erstelle ich ein Haushaltsbuch?

Du musst das Rad nicht neu erfinden. Im Internet gibt es viele Vorlagen und praktische Apps für Haushaltsbücher. Mustertabellen zum Herunterladen und weitere Tipps findest du in unserem Ratgeber rund ums Thema Haushaltsbuch.

Wie viel sollte ich jeden Monat sparen?

Wie viel du sparen solltest, hängt in erster Linie von deinem persönlichen Lebensstil ab. Du kannst dich aber an allgemein gültige Regeln wie der 50/30/20-Regel orientieren. Damit sicherst du 50 % deines Einkommens für Lebenshaltungskosten wie Miete und Rechnungen, 30 % für deine Wünsche und 20 % zur Schuldentilgung oder für Ersparnisse. Wenn du jeden Monat 20 % deines Einkommens beiseitelegst, wirst du in relativ kurzer Zeit über ein beachtliches Sparvermögen verfügen und deinen Träumen ein ganzes Stück näher sein. Außerdem bleibt dir so immer ein Notgroschen für weniger gute Zeiten. Dafür brauchst du nur etwas Disziplin und einen Dauerauftrag.

Was sollte ich bei den monatlichen Ausgaben berücksichtigen?

Es gibt drei Kategorien, in die sich monatliche Ausgaben unterteilen lassen:

  • Lebenshaltungskosten: Miete, Nebenkosten, Essen, Fahrtkosten, Versicherungen, Kinderbetreuung, Steuern usw.
  • Freizeitausgaben: Restaurantbesuche, Ausflüge, Urlaub, Kleidung, Mitgliedschaften fürs Fitnessstudio, Luxusartikel usw.
  • Sparkonten oder Kredite: Lastschrifteinzüge, Einzahlungen auf das Sparkonto, Investments, Kreditkarten, Kredite usw.

Liste alle Ausgaben auf und teile sie in die oben genannten Kategorien ein. Wenn du einen genauen Blick auf dein Konto wirfst, kannst du deine monatlichen Ausgaben besser nachvollziehen und ggf. anpassen.

Wie plane ich Haushaltskosten ein?

Zunächst musst du herausfinden, wie viel du von deinem Einkommen jeden Monat für den Haushalt ausgibst und wie sich diese Kosten zusammensetzen. Wenn du all das aufgeschlüsselt hast, kannst du die Gesamtsumme pro Monat recht gut einschätzen. Kommt dir der Betrag sehr hoch vor, haben wir ein paar schnelle Spartipps für dich. Du kannst zum Beispiel die Heizung runterdrehen, mit kaltem Wasser abwaschen und Lebensmittel beim Discounter einkaufen.

Von N26

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