Frau, die einen Computer benutzt.

Warum Freelancer werden? Werde dein eigener Boss

Erfahre, wie Freelancer ein profitables Freelance-Business aufgebaut haben.

Lesezeit: 7 Min.

Alle sprechen über Vor- und Nachteile des Freelancer-Daseins. Bei unseren Gesprächen mit drei erfahrenen Freelancern hat sich herausgestellt, dass der Schritt in die Welt des Freelancer-Daseins eine sehr persönliche Entscheidung ist, die jeder aus anderen Gründen trifft. Du möchtest dich vom täglichen 9-to-5 lösen und eine bessere Work-Life-Balance finden? Dann solltest du dir zunächst überlegen, was genau deine Beweggründe sind.

Wir haben mit drei Freelancern aus verschiedenen Branchen und mit unterschiedlicher Erfahrung Interviews geführt. Ihre Antworten geben einen Einblick in die Motivation hinter dem Wechsel in das Freelancer-Dasein und zeigen Höhen und Tiefen im Verlauf dieser spannenden Reise auf.

Wir sprechen mit Beatrix Osterkamp (seit neun Jahren freiberufliche Übersetzerin), Florian Rothe (seit drei Jahren freiberuflicher Videoeditor) und Lars Kühn (seit 15 Jahren freiberuflicher Sicherheitsexperte). Lies weiter und erfahre, was Menschen wie du auf ihrem Weg zu einer erfolgreichen freiberuflichen Karriere gelernt haben.

Eine Freelancerin, die vor blauem Himmel steht.

Warum bist du Freelancer geworden?

Florian Rothe, freiberuflicher Videoeditor: Das Ganze passierte eher aus der Not heraus. Ich hatte keinen Job und keine Ausbildung und habe mir in meiner Freizeit verschiedene Fähigkeiten wie eben die Videobearbeitung angeeignet. Außerdem war es für mich ein gute Möglichkeit, meine Zeit nach meinen eigenen Vorstellungen einzuteilen. Ich wollte immer frei sein und gleichzeitig genug Geld zum Leben haben. Letztendlich musste ich mich aber doch entscheiden, ob ich lieber Zeit oder Geld haben wollte. Persönlich ist mir meine Zeit super wichtig und steht ganz klar über der Arbeit.

Beatrix Osterkamp, freiberufliche Übersetzerin: Ich liebe meinen Beruf und die Möglichkeiten, die er mir gibt. Ich habe Spaß an der Arbeit, wollte aber nicht mehr nach dem klassischen 9-to-5-Muster arbeiten. Außerdem wollte ich mehr Kontrolle über meine Projekte. All dies war in meiner Vollzeitstelle nicht gegeben, weshalb ich kurzerhand etwas anderes probiert habe – und das hat erstaunlich gut funktioniert.

Lars Kühn, freiberuflicher Sicherheitsexperte: Mein Bereich ist stark spezialisiert. Damit war es von Anfang an, abgesehen von wenigen Ausnahmen, die einzige Möglichkeit, um in der Branche Fuß fassen zu könne. Um in der Sicherheitsbranche erfolgreich zu sein, muss man sich spezialisieren, ansonsten ist der Verdienst äußerst gering. Wichtig war mir auch, dass der Beruf abwechslungsreich bleibt und ich langfristig nur mir selbst gegenüber verantwortlich bin. Außerdem war mir die Freiheit wichtig, nicht jeden Auftrag annehmen zu müssen.

ein freiberuflicher Schreibtisch und ein Stuhl.

Welche Vorteile der Arbeit als Freelancer schätzt du mittlerweile am meisten?

Florian Rothe, freiberuflicher Videoeditor: Morgens aufstehen und im Terminkalender klar zu sehen, was zu tun ist und im Hinterkopf zu wissen, dass man sich diese Arbeit selbst ausgesucht hat – das ist einfach fantastisch! Ich würde wohl heute nicht mehr aus denselben Gründen anfangen, denn damals hab ich nach jedem Strohhalm gegriffen. Heutzutage würde ich Freelancer werden, weil ich genau weiß, dass es das ist, was mir wirklich liegt.

Beatrix Osterkamp, freiberufliche Übersetzerin: Es sind noch immer dieselben Gründe. Ich hätte es schon viel früher machen sollen, aber da gab es die Plattformen noch nicht. Jetzt habe ich spannende Projekte, zufriedene Kunden und es macht jede Menge Spaß. Außerdem hätte ich nie gedacht, jemals derart international mit meiner Arbeit zu werden. Der Schritt zurück in ein Angestelltenverhältnis kommt für mich daher nicht in Frage.

Lars Kühn, freiberuflicher Sicherheitsexperte: Ich weiß es immer mehr zu schätzen, dass ich nicht alleine bin. Am Anfang sah dies noch ganz anders aus. Das Networking funktioniert mittlerweile immer besser und trotz der Freiheit, die ich mit dem Freelancing genieße, muss ich nicht jeden Job alleine machen und kann auf ein großes Netzwerk an Kontakten zurückgreifen.

Was würdest du anders machen, wenn du zu den Anfängen deiner freiberuflichen Karriere zurückkehren könntest?

Florian Rothe, freiberuflicher Videoeditor: Ich würde mich mehr in eine Richtung spezialisieren. Wer auf ein Gebiet spezialisiert ist, kann wesentlich leichter lukrative Jobs finden. Dabei ist es vollkommen unerheblich, welche Präferenzen man hat! Solange man wirklich Lust darauf hat, lohnt sich eine gründliche Einarbeitung. Der Weg würde hier meist über Fachliteratur und Onlinekurse führen. Gerade die Videobearbeitung lernt man kaum in einem Hochschulkurs. Alles in allem würde ich mehr Geld in meine Spezialisierung stecken. So wird man bekannter und bekommt eher auch „leichtere“ Jobs.

Beatrix Osterkamp, freiberufliche Übersetzerin: Ich hätte mich mehr auf die Arbeit mit Wörtern fokussieren sollen, anstatt alles anzubieten, was eine Fremdsprachensekretärin kann. Aber ich musste zuerst mal den Bedarf feststellen, wonach mich dann der Markt in die richtige Richtung geführt hat. Das ging dann auch recht schnell. Anfangs habe ich meine Leistungen viel zu billig verkauft, um überhaupt mal einen Auftrag und damit Feedback zu bekommen. Auch das änderte sich relativ schnell.

Lars Kühn, freiberuflicher Sicherheitsexperte: Nicht viel. Finanzielle Rücklagen für die ersten paar Jahre sind sicherlich gut. Allerdings habe ich mit dem Freelancing zuerst nebenberuflich angefangen, sodass dies in meinem Fall nicht nötig war. Ich hätte viel früher auf die Arbeit mit Online-Plattformen setzen sollen, anstatt hauptsächlich offline Akquise zu betreiben. Diese Plattformen machen es weitaus einfacher, Kunden zu erreichen und neue Jobs zu bekommen.

Freiberufler sitzen auf einem Sofa in einem gemütlichen Raum.

Hast du Tipps, wie man als Freelancer Arbeit finden und sein Business ausbauen kann?

Florian Rothe, freiberuflicher Videoeditor: Auch hier gebe ich den Ratschlag, dass man sich Bücher kaufen und diese sorgfältig lesen sollte. Wer mehr weiß, der kann sich für den Weg entscheiden, der am besten zu einem selbst passt. In meinem Fall hatte ich auf die Videobearbeitung Lust. Also hab ich mir im ersten Schritt einige Tutorialbücher besorgt und durch diese dann erste Anhaltspunkte gefunden, wo es Arbeit gibt. Auch eine Google-Suche nach „freiberuflicher Arbeit“ oder „Arbeit als Freelancer“ kann für Inspiration sorgen.

Wenn man dann soweit ist, sollte man unbedingt drauf achten, langfristige Partner zu finden. Ein einmaliger Job ist zwar nett und bezahlt eventuell auch die Miete, doch letztendlich möchte man langfristige Aufträge haben. Wer drei bis vier Vertragspartner gefunden hat, die monatliche Arbeit liefern, ist bereits sehr gut positioniert und kann eventuell das Geschäft sogar weiter ausbauen und sich Mitarbeiter hinzuholen.

Beatrix Osterkamp, freiberufliche Übersetzerin: Ich würde es wieder über die Plattformen machen. Man muss allerdings die Preise kennen und darf sich nicht unter Wert verkaufen. Außerdem sollte man immer ein wenig mehr als gefordert liefern sowie schnell zuschlagen, wenn alle anderen Ferien oder einen Feiertag haben. Ich mache ansonsten keine Akquise, die Kunden empfehlen mich weiter. Das sollte letztlich für jeden Freelancer das Ziel sein.

Lars Kühn, freiberuflicher Sicherheitsexperte: Wichtig ist es, sich ein Netzwerk aufzubauen. Dies kann über verschiedene Kanäle funktionieren und ist heute mit den Social-Media-Plattformen deutlich einfacher als früher. Es geht aber auch offline. Einen Schritt nach dem anderen zu gehen und nicht gleich alles auf einmal zu wollen, wäre ein weiterer Tipp von mir. Ich denke, dass insbesondere Menschen, die aus „normalen“ Berufen kommen, zunächst eine kleine Eingewöhnungszeit benötigen. Denn die Umstellung vom festen Beruf auf das Dasein als Freelancer kann durchaus gewöhnungsbedürftig sein. Man hat keine festen Arbeitszeiten mehr und gelegentlich wollen Kunden plötzlich auch um 1 Uhr nachts etwas. Auch muss man erst einmal seine eigene Routine finden, die einem im normalen Beruf vorgegeben wurde.

Ganz klar, die Arbeit als Freelancer kann einiges an Unsicherheit mit sich bringen. Mit den wertvollen Tipps unserer drei Profis lassen sich jedoch die Weichen auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft als Freelancer auf Erfolg stellen. Fühlst du dich von diesem Einblick in die Welt der Freelancer inspiriert? Falls ja, solltest du dir anhand dieses praktischen Leitfadens überlegen, wie du selbst Freelancer werden kannst.


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