Gemeinschaftskonto oder Shared Spaces? Ein Vergleich

Du willst den nächsten Schritt wagen und eure Finanzen gemeinsam verwalten? Wie dir N26 dabei helfen kann, erfährst du hier.

Lesezeit: 8 Min.

Finanzen gelten nicht gerade als romantisch. Doch je enger ein Paar zusammenwächst, desto wichtiger wird auch das Thema Geld – zum Beispiel, wenn ihr euch entscheidet, zusammenzuziehen oder einen Hund zu adoptieren. Genau deshalb gibt es Möglichkeiten zum gemeinsamen Banking wie ein Gemeinschaftskonto oder Shared Spaces. Doch warum ist das eigentlich so wichtig?

Herausforderung Finanzen

Ob ins Restaurant, Kino oder Theater: Die oder den anderen beim ersten Date einzuladen, ist für viele selbstverständlich. Doch mit der Zeit stellt sich der Alltag ein und mit ihm neue Ausgaben. Vielleicht kocht ihr jetzt öfter zuhause, oder plant den ersten gemeinsamen Urlaub. Spätestens jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, darüber zu sprechen, wie diese Kosten aufzuteilen sind. Dabei ist erst einmal gar nicht entscheidend, wer wie viel beisteuert. Das hängt schließlich auch davon ab, wie hoch das jeweilige Gehalt ist und ob beide PartnerInnen Geld verdienen. Wichtiger ist, dass ihr überhaupt über das Thema Finanzen redet. Viele Paare tun das nämlich nicht, und zwar vor allem, um Streit zu vermeiden. 

Das Problem: Wenn ein so wichtiges Thema wie Geld unter den Tisch fällt, kann das viele Folgen haben. Vielleicht fühlt sich eine Seite unfair behandelt, weil sie den Löwenanteil stemmen muss und eigene Wünsche hinten anstehen. Das sorgt über kurz oder lang für Frust. Doch auch die Seite, die finanziell weniger beiträgt, kann sich mit Sorgen plagen. Frauen und Selbstständige arbeiten zum Beispiel öfter in Teilzeit oder unregelmäßig und haben daher ein größeres Risiko für Altersarmut. Über die finanzielle Zukunft in der Partnerschaft zu sprechen, ist ein wichtiger Schritt, um dem aktiv entgegenzuwirken. Vielleicht verdienen beide auch gleich viel, gehen aber ganz unterschiedlich mit Geld um. Auch das hat Konfliktpotenzial, vor allem, wenn der finanzielle Überblick fehlt.

Wie du Geld gemeinsam verwalten kannst

Die gute Nachricht: Gespräche über Geld können auch Spaß machen – und euch näher zusammenbringen. Wichtig ist, dass sich beide Seiten die Zeit nehmen, die aktuelle finanzielle Situation zu überblicken und dabei transparent sind. Außerdem hilft es, sich vorab zu informieren, welche Lösungen es für das gemeinsame Kostenmanagement gibt und was sie auszeichnet.

Shared Spaces und Gemeinschaftskonto: Die wichtigsten Infos im Überblick

Shared Spaces

Gemeinschaftskonto

Anzahl Nutzer

1 Kontoinhaber, maximal 10 zusätzliche Nutzer

Maximal 2 Nutzer, die beide Kontoinhaber sind

Funktionen

Geld per Drag & Drop oder automatisch mit Regeln verschieben, Aufrundungsregel, Teilnehmer hinzufügen oder entfernen 

Konto mit eigener IBAN, Überweisungen tätigen, Kartenzahlungen für beide, Regeln für Daueraufträge, Insights-Feature

Vorteile

Flexibel, schnell, ideal zum Sparen mit Herzensmensch oder einer Gruppe 

Transparenz, Kontrolle, Sicherheit, ideal für regelmäßige geteilte Ausgaben (z. B. Miete)

Geeignet für

Freunde, Familie, WGs, Paare

Paare mit gemeinsamem Haushalt 

Voraussetzungen

N26 Premiumkonto, allgemeine Voraussetzungen zur Kontoeröffnung

Zusätzliche Nutzer benötigen kein Premiumkonto

Alle N26 Konten inkl. N26 Flex, allgemeine Voraussetzungen zur Kontoeröffnung 

Shared Spaces – Die flexible Art mit anderen zu sparen

Shared Spaces – geteilte Unterkonten – sind ein Premium-Feature, auf das du mit N26 Smart, You oder Metal Zugriff hast. Die Idee: Neben deinem Hauptkonto kannst du bis zu zehn Shared Spaces für unterschiedliche Ausgaben oder Sparziele erstellen und diese jeweils mit bis zu zehn N26 NutzerInnen teilen. So können alle auf dein Unterkonto zugreifen und Geld hin- und herschieben. Hier siehst du die wichtigsten Vorteile auf einen Blick.

1. Geld für ein Sparziel zur Seite legen 

Angenommen, du willst im Winter Urlaub mit deiner besseren Hälfte auf den Kanarischen Inseln machen. Für Flüge, Mietauto, Unterkunft, Verpflegung und Aktivitäten braucht ihr ein Budget, zum Beispiel 3.000 €. Damit ihr in den nächsten Monaten für die Reise sparen könnt, erstellst du einen Shared Space, nennst ihn #Kanaren oder #Urlaub mit Hasi und teilst ihn mit deinem Herzensmenschen. Im nächsten Schritt verschiebt ihr per Drag & Drop einen Sparbetrag von euren Hauptkonten auf das geteilte Unterkonto, zum Beispiel je 1.000 €. Dieser Betrag ist nun safe auf dem Shared Space – ihr lauft keine Gefahr, es für andere Dinge auszugeben.

2. Ersparnisse gemeinsam wachsen lassen 

Jetzt fehlen euch bis zur Reise noch 1.000 €. Mit Regeln oder dem Einkommensverteiler könnt ihr automatisch Geld von eurem Hauptkonto auf den Urlaubs-Shared Space verschieben, zum Beispiel 100 € im Monat. Nach fünf Monaten habt ihr beide jeweils 500 € in den Shared Space eingezahlt und könnt nach Teneriffa düsen. Oder ihr aktiviert die Aufrundungsregel, um beim Geldausgeben automatisch für den Urlaub zu sparen. Das Feature rundet jede Kartenzahlung auf den vollen Euro auf und sendet das Wechselgeld direkt auf den Shared Space eurer Wahl.

3. Flexibel auf Änderungen reagieren

Das Leben steckt voller Überraschungen und Pläne können sich ändern. Vielleicht erzählt ihr beim Essen mit FreundInnen von euren Urlaubsplänen, und ein anderes Pärchen ist begeistert. Warum nicht gemeinsam verreisen und sogar etwas Geld, zum Beispiel beim Mietwagen, sparen? Mit Shared Spaces könnt ihr das Urlaubsbudget bequem zu viert (oder sogar zu zehnt) verwalten und durch regelmäßige Zahlungen wachsen lassen. Und falls sich etwas ändert, kannst du andere NutzerInnen auch einfach wieder von deinem Shared Space entfernen oder hinzufügen.

4. Geld je nach Bedarf hin- und herschieben

Den Shared Space findest du in deinem Finanzen-Tab. Per Drag & Drop kannst du Geld bequem zwischen deinem Hauptkonto und deinem Shared Space hin- und herschieben. Willst du beispielsweise das Hotel oder den Mietwagen bezahlen, schiebst du einfach den entsprechenden Betrag vom Shared Space auf dein Hauptkonto und tätigst von dort wie gewohnt die Zahlung. Zum Verschieben benötigst du nur wenige Sekunden – perfekt, um in der Strandbar oder beim Einkauf schnell die gemeinsame Rechnung vom Urlaubsbudget zu begleichen. Die Funktion gilt natürlich auch für alle anderen TeilnehmerInnen. In der Transaktionsliste ist jede Kontobewegung auf dem Shared Space übersichtlich dargestellt, damit du immer den Überblick hast. Ist der Urlaub vorbei und alles Finanzielle geregelt, löscht du den Shared Space oder nutzt ihn für ein neues Ziel.

Gemeinschaftskonto – Volle Kontrolle bei geteilten Kosten 

Wenn du ein Gemeinschaftskonto eröffnen willst, brauchst du kein Premiumkonto. Es lässt sich auch mit dem kostenlosen Standardkonto und sogar bei negativer Schufa einrichten. Das Gemeinschaftskonto ist für zwei N26 NutzerInnen gedacht. Ihr seid beide rechtmäßige EigentümerInnen des Kontos und zu gleichen Teilen verantwortlich. Welche Vorteile hat das in der Praxis?

1. Regelmäßige Zahlungen einfach abwickeln

Ganz gleich, ob ihr schon eine gemeinsame Wohnung habt oder bald zusammenziehen wollt: Mit einem Gemeinschaftskonto könnt ihr regelmäßige Ausgaben für euer Zuhause zentral regeln. Statt umständlich auszurechnen, wer wem was schuldet, lasst ihr einfach alles per SEPA-Lastschriftverfahren vom gemeinsamen Konto mit eigener IBAN abbuchen, zum Beispiel die Miete, Strom, Gas, Internet und Streaming-Dienste. Auch jährliche Zahlungen wie die Hausratversicherung, Kfz-Steuer oder die Betriebskostenabrechnung könnt ihr über das Gemeinschaftskonto begleichen. Gibt es Geld zurück, etwa weil ihr erfolgreich Strom gespart habt, landet die Gutschrift direkt auf dem gemeinsamen Konto.

Das Konto deckt ihr, indem ihr regelmäßig eine vorab definierte Summe einzahlt, die zu eurer jeweiligen finanziellen Situation passt. Ihr könnt dafür euer Hauptkonto von N26 oder einer anderen Bank nutzen.

2. Ausgabeverhalten prüfen und anpassen

Natürlich eignet sich ein gemeinsames Konto auch für variable Kosten wie den Lebensmitteleinkauf. Allerdings kann das etwas kniffelig sein. Wenn du zum Beispiel in der Drogerie einkaufen gehst und 80 % der Produkte nur für dich sind, ist die Aufteilung nicht ganz fair.

Wir sind alle nicht perfekt und denken manchmal nicht genau darüber nach, was wir kaufen. Genau deshalb gibt es das Insights-Feature. Es schlüsselt alle Ausgaben und Einnahmen übersichtlich auf, damit ihr genau wisst, wohin euer Geld jeden Monat fließt. Wenn beispielsweise Ausgaben für Drogerieprodukte unverhältnismäßig hoch sind, könnt ihr euch gemeinsam darüber beraten und eine bessere Lösung finden. Es ist hilfreich, ein Budget für variable Kosten festzulegen, oder genau aufzuschreiben, welche Produkte für den gemeinsamen Haushalt relevant sind, wie Putzmittel und Klopapier. Was du dir selbst leisten willst, bezahlst du entweder von deinem eigenen Konto oder überweist die Differenz von deinem Haupt- auf das Gemeinschaftskonto.   

3. Gleiche Rechte, gleiche Pflichten

Anders als bei Shared Spaces, bei denen du anderen NutzerInnen eine Vollmacht erteilst, gibt es beim Gemeinschaftskonto rechtlich gesehen zwei InhaberInnen. Das heißt, beide Parteien können Überweisungen tätigen, Kontoauszüge herunterladen und in vollem Umfang auf das Konto zugreifen (das sogenannte Oder-Modell). Wird das Gemeinschaftskonto nicht mehr gebraucht, zum Beispiel im Fall einer Trennung, könnt ihr es nur gemeinsam schließen (es sei denn, eine Partei verstirbt). Außerdem haftet ihr beide, zum Beispiel wenn das Gemeinschaftskonto für eine Abbuchung nicht ausreichend gedeckt ist oder gepfändet wird. Denn selbst wenn eine Partei die Kontobewegungen nur selten prüft, ist das kein gültiges Argument – sie hat Zugang und trägt zu gleichen Teilen Verantwortung.

Ein Gemeinschaftskonto erfordert also viel gegenseitiges Vertrauen, bietet aber auch ein hohes Maß an Kontrolle und Sicherheit. Deshalb ist es ideal für Paare, die zusammenziehen möchten oder bereits einen Haushalt teilen. Natürlich kannst du ein Gemeinschaftskonto auch mit deiner Mama, deinem Langzeit-Mitbewohner oder einem anderen Lieblingsmenschen führen. Wichtig ist, dass du ihm beim Thema Finanzen vertraust.

4. Finanzen bequem gemeinsam verwalten

Das Gemeinschaftskonto kannst du innerhalb weniger Minuten eröffnen und über den Home-Bereich oder im Finanzen-Tab deiner N26 App darauf zugreifen. So kannst du bequem zwischen deinem eigenen und dem gemeinsamen Konto hin- und herwechseln. Wenn du N26 Smart, You oder Metal hast, kannst du deine virtuelle Karte, deine physische Karte oder zusätzliche Karten mit dem Konto verknüpfen. StandardnutzerInnen können ihre virtuelle Karte verknüpfen oder für einmalig 10 € eine N26 Mastercard erhalten und mit dem Gemeinschaftskonto verknüpfen. Ob per App oder Karte, ihr habt beide unabhängig voneinander Zugriff auf euer Geld und alle Funktionen.

Das Gemeinschaftskonto lässt sich nur über die N26 App erstellen und verwalten. Allerdings könnt ihr über die Web-App eure Kontobewegungen am Laptop oder PC prüfen, zum Beispiel um ein Haushaltsbuch zu erstellen oder Pläne für eure Zukunft zu schmieden. Mit einem guten Verständnis eurer Einnahmen und Ausgaben lässt sich ein Sparbetrag ermitteln, den ihr zusätzlich auf das gemeinsame Konto einzahlt – etwa für einen Urlaub, eure Hochzeit, den Hauskauf oder andere Ziele.  


Dein Geld bei N26

Egal, ob Shared Spaces oder ein Gemeinschaftskonto das richtige für dich ist: Die Kontoeröffnung dauert nur wenige Minuten, ganz ohne Papierkram. Mit Shared Spaces bleibst du flexibel und kannst deine Sparziele gemeinsam mit anderen erreichen. Mit dem kostenlosen, 100 % digitalen Gemeinschaftskonto habt ihr die volle Kontrolle und könnt alltägliche Zahlungen bequem abwickeln, egal ob am Smartphone oder per Karte. Dank Insights behaltet ihr eure Einzahlungen und Ausgaben genau im Blick – und könnt eure gemeinsame Zukunft noch besser planen. 

Beiträge, die dem folgenden Thema entsprechen

Von N26

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