Wie sinnvoll ist die “No-Spend-Challenge“?

Mit der “No-Spend-Challenge“ sollen sich Sparziele schnell erreichen lassen. Wir schauen uns die Vor- und Nachteile des Social-Media-Trends genauer an.
Lesezeit: 5 Min.
Keine neuen Klamotten kaufen, nicht auswärts essen und generell versuchen, so viel wie möglich zu sparen: Bei der “No-Spend-Challenge“ geht es darum, die Ausgaben auf das Nötigste zu beschränken. Auf TikTok und Instagram ist die Challenge ein Dauerbrenner: Zahlreiche Menschen teilen ihre Fortschritte und besten Tipps, um auf unnötige Ausgaben zu verzichten.

Der Hype hinter der “No-Spend-Challenge“ 

Die “No-Spend-Challenge“ ist seit einiger Zeit ein beliebter Trend in den sozialen Medien. Dabei verzichtest du für eine Woche, einen Monat oder sogar ein Jahr auf alle nicht zwingend notwendigen Ausgaben – mit dem Ziel, so viel Geld wie möglich zurückzulegen.Die Challenge lässt sich mit einer Diät für den Geldbeutel vergleichen: Erlaubt sind nur essenzielle Ausgaben wie Miete, Strom oder Versicherungen. Shopping oder kostenpflichtige Freizeitaktivitäten sind tabu. Viele TeilnehmerInnen dokumentieren ihre Fortschritte in einem Kalender. Das Ziel: möglichst viele Tage ohne Ausgaben sammeln. Ob TikTok-Influencerinnen oder Finanzblogger – unzählige Menschen teilen ihre Erfahrungen, berichten, wie viel sie sparen und was der Verzicht auf Konsum mit ihnen macht.Wie strikt und wie lange die Challenge durchgezogen wird, ist dabei ganz individuell. Während sich manche kleine Ausnahmen erlauben oder Secondhand statt neu kaufen, ist bei anderen wirklich jede Konsumausgabe tabu.

Welche Vorteile hat die “No-Spend-Challenge”?

Wenn deine Ausgaben aus dem Ruder gelaufen sind oder du auf ein bestimmtes Ziel sparst (z. B. eine größere Anschaffung oder den nächsten Urlaub), kann die “No-Spend-Challenge“ wie ein finanzieller Reset wirken.Dadurch, dass du aktiv über den eigenen Konsum nachdenkst, gibst du Geld deutlich bewusster aus. Dadurch merkst du, was wirklich wichtig ist – und für was du vielleicht nur aus Gewohnheit Geld ausgibst. Diese Erkenntnisse lassen sich nach der Challenge im Alltag nutzen – etwa, indem du den täglichen Coffee to go weglässt oder seltener auswärts isst. Ein weiterer Vorteil: Die Challenge hilft, Impulskäufe zu kontrollieren. Wer sich angewöhnt, vor jedem Kauf kurz innezuhalten, entscheidet bewusster und vermeidet unnötige Ausgaben.Die Challenge lässt uns auch kreativ werden, wenn es darum geht, das Beste aus dem zu machen, was wir bereits besitzen – sei es, alte Vorräte aufzubrauchen oder alte Hobbys wiederzuentdecken, die kein Geld kosten. Letztendlich ist die Challenge ein Werkzeug, um achtsamer mit Geld umzugehen und die eigenen Finanzen besser zu verstehen.

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Die Schattenseiten der “No-Spend-Challenge”

So hilfreich die Challenge auch ist,  sie birgt Risiken – etwa die Gefahr, am Ende in einen Kaufrausch zu verfallen. Ähnlich wie bei Crash-Diäten kann ein striktes Verbot zu impulsivem Verhalten führen. Wenn die hart erarbeitete Rücklage durch eine Shoppingtour schmilzt, war die Mühe vergeblich. Um das zu vermeiden, hilft eine kleine, bewusste Belohnung am Ende der Challenge – etwa ein schickes Abendessen mit FreundInnen oder ein Kleidungsstück, das du schon länger im Auge hattest.Für Menschen, denen es ohnehin schwer fällt, Geld auszugeben, kann die Challenge zusätzlich belastend sein. Wer zu sehr darauf fokussiert ist, nichts auszugeben, entwickelt möglicherweise eine Alles-oder-nichts-Mentalität und empfindet nach der Challenge Schuldgefühle beim Einkaufen. Deshalb ist es sinnvoll, ein klares Enddatum festzulegen und den Wiedereinstieg ins normale Ausgabeverhalten bewusst zu gestalten.Auch sozial kann die Challenge herausfordernd sein – wenn gemeinsame Aktivitäten oder kulturelle Events mit FreundInnen und Familie wegfallen. Was hilft? Offen über die Challenge zu sprechen. So könnt ihr vielleicht  gemeinsam kostenlose Alternativen finden – etwa Picknicks oder Spieleabende statt Restaurantbesuche. Vielleicht inspiriert das sogar andere, die Challenge mitzumachen!

Freiwilliges “No Spending“: Eine Frage des Privilegs

Für Menschen, die von Gehalt zu Gehalt leben, ist der Verzicht auf den morgendlichen Kaffee oder spontane Einkäufe keine Challenge, sondern Alltag. Die Möglichkeit, bewusst eine Sparphase einzulegen, setzt finanzielle Sicherheit voraus. Die bloße Entscheidungsfreiheit, ob wir Geld ausgeben oder nicht, ist ein Privileg, das nicht jedeR hat.Während InfluencerInnen stolz ihre “No-Spend“-Reise teilen, ist es wichtig, zu bedenken, dass nicht alle Menschen die Ressourcen haben, um vorab Vorräte anzulegen oder auf ein Sicherheitsnetz zurückzugreifen. Was für die einen eine freiwillige Challenge ist, ist für andere bittere Realität.

Die “No-Spend-Challenge” alltagstauglich machen

Langfristig ist ein striktes Ausgabeverbot selten nachhaltig. Statt die Challenge als starre Regel zu sehen, ist es sinnvoller, sie an den eigenen Alltag anzupassen. Vielleicht beschließt du, bei Kleidung zu sparen, dir aber kleine Freuden wie einen wöchentlichen Cafébesuch mit FreundInnen zu gönnen. Oder du legst nur bestimmte No-Spend-Tage pro Woche fest, um achtsamer zu konsumieren, ohne dich komplett einzuschränken.Anstatt alle freiwilligen Ausgaben zu streichen, liegt der Schlüssel darin, Dinge zu priorisieren, die für dich wichtig sind. Wenn wir unsere Käufe bewusster hinterfragen, entwickeln wir ein nachhaltigeres Verhältnis zu Geld – eines, das finanzielle Sicherheit mit persönlicher Erfüllung vereint. Finanzielles Wohlbefinden bedeutet nicht nur zu sparen, sondern Geld so auszugeben, dass es zu unseren Werten und Zielen passt. Dieses Gleichgewicht zu finden, sorgt dafür, dass wir nicht nur kürzer treten, sondern das Beste aus dem machen, was wir haben.Damit der positive Effekt der Challenge anhält, kann es helfen, langfristige Sparstrategien zu entwickeln und monatliche Ausgaben besser im Blick zu haben – zum Beispiel durch das Führen eines Haushaltsbuchs oder mithilfe einer App. So lässt sich das neu gewonnene Bewusstsein für Ausgaben nachhaltig verankern.

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Durch die “No-Spend-Challenge“ kannst du viel über deine finanziellen Gewohnheiten lernen, aber langfristiges Sparen funktioniert am besten mit der richtigen Balance. Mit Spaces (Unterkonten) legst du Sparziele fest und behältst den Überblick, ohne dich eingeschränkt zu fühlen. Außerdem kannst du mit N26  einfach in Aktien und ETFs investieren – so wird aus deinen “No-Spend“-Ersparnissen langfristig ein Vermögen. Übernimm die Kontrolle über deine Finanzen und lass dein Geld für dich arbeiten.

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VON N26Love your bank

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