Welches Sparkonto passt am besten zu dir?

Wir räumen mit Mythen rund ums Sparen auf und stellen vom Tagesgeldkonto bis zum Sparbuch verschiedene Anlageformen vor – damit du noch heute mehr aus deinem Geld machen kannst!

Lesezeit: 9 Min.

Die Zeit der Niedrigzinsen ist vorbei! Immer mehr Menschen legen ihr Geld wieder auf Spar- oder Tagesgeldkonten an, seit die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins erhöht hat, um die Inflation einzudämmen. Doch was genau ist ein Sparkonto eigentlich? Und welche Möglichkeiten hast du noch, dein Geld sicher anzulegen? Das erfährst du in diesem Artikel. Denn egal, ob du 21 oder 39 bist und wie viel Geld du zur Verfügung hast – es ist immer ein guter Zeitpunkt, mit dem Sparen anzufangen. Damit sind wir auch schon beim ersten Mythos, der viele Menschen davon abhält, ihre Finanzen selbst in die Hand zu nehmen. 

Lass dich nicht entmutigen! 5 Mythen rund ums Sparen

Bevor es um verschiedene Anlageformen wie Spar-, Festgeld- und Tagesgeldkonto geht, räumen wir mit ein paar gängigen Vorurteilen auf. Denn diese Mythen sind auch ein Grund dafür, warum viele Menschen negative Glaubenssätze rund um den Vermögensaufbau haben.  

  1. Es ist nie zu spät! Du kannst jederzeit mit dem Sparen anfangen, selbst wenn du schon auf die 40 zugehst. Klar hast du dann nicht mehr ganz so viele Jahre, in denen du vom Zinseszins profitierst. Andererseits hast du vielleicht mehr Geld zur Verfügung als mit Anfang 20 – zum Beispiel, weil du nicht mehr studierst und mittlerweile ein gutes Gehalt bekommst. Wenn du jeden Monat eine größere Summe zurücklegst, wirft das auch mehr Zinsen ab.    
  2. Es ist nie zu früh! Wer sein ganzes Leben noch vor sich hat, denkt naturgemäß nicht über die Rente nach. Doch auch wenn du gerade erst mit dem Studium anfängst und andere Sorgen hast, solltest du an deine finanzielle Zukunft denken. Denn ob du schon jetzt für den Ruhestand sparen willst oder in ein paar Jahren deinen Studienkredit zurückzahlen musst – ein finanzielles Polster ist in jeder Lebenslage Gold wert. 
  3. Auch kleine Beträge läppern sich! Viele Menschen glauben, Geld sparen lohnt sich nicht, wenn es um kleine Summen geht. Als Gegenargument eine einfache Rechnung: Wenn du jeden Monat 20 € zurücklegst, hast du nach zehn Jahren 2.400 € – Zinsen oder Renditen nicht eingeschlossen. Das mag auch mit Blick auf die Inflation nicht viel sein. Aber wenn du die Wahl zwischen 2.400 € und 0 € hättest, würdest du lieber Ersteres nehmen, oder?   
  4. Das Geld ist sicher! Ob Bärenmarkt oder Rezession – wenn die (Finanz)Wirtschaft ins Wanken gerät, haben viele Menschen Angst um ihr Geld. Das ist auch verständlich. Doch wusstest du, dass das Geld auf deinem Tagesgeldkonto dank der gesetzlichen Einlagensicherung bis zu 100.000 € geschützt ist? Oder dass es risikoärmere Anlagestrategien wie ETFs gibt? Du musst also nicht immer ins volle Risiko gehen, um dein Geld zu vermehren. Je informierter du bist, desto bessere – und sichere – Entscheidungen kannst du treffen.  
  5. Finanzprodukte können unkompliziert sein! Finanzielle Bildung steht in vielen Ländern nicht auf dem Lehrplan, und auch Deutschland ist laut einer OECD Studie aus dem Jahr 2020 nur Mittelmaß. Hinzu kommt, dass viele Produkte schlecht erklärt oder sehr komplex sind. Kein Wunder, dass vielen Menschen beim Thema Vermögensaufbau der Kopf schwirrt. Doch es geht auch anders. Vor allem digitale Banken zeichnen sich durch intuitive Tools aus und bieten dir sogar die Möglichkeit, innerhalb deiner App unkompliziert Geld zu investieren.

Wie du zuverlässig Geld sparen kannst – mit dem für dich passenden Konto

Du siehst: Es ist nicht wichtig, wie alt du bist, welche Vorkenntnisse du hast und wie viel Geld dir zur freien Verfügung steht. Sparen ist so individuell wie du. Wichtig ist, dass du das für dich passende Modell findest. Hier findest du gängige Optionen wie Tagesgeld- und Sparkonto im Vergleich.

  • Sparkonto: Die in Deutschland wohl bekannteste Option. Dabei handelt es sich um ein verzinstes Bankkonto mit eigener IBAN, auf das du regelmäßig Geld einzahlen kannst. Dank der Zinsen vermehrt sich dein Geld automatisch. Anders als bei deinem Girokonto, das du zum Beispiel für die Überweisung deiner Miete oder zum Bezahlen im Café nutzt, ist ein Sparkonto nur zum Geld sparen da. Wenn du das Geld benötigst, kannst du bis zu 2.000 € gebührenfrei abheben. Mehr dazu erfährst du weiter unten.
  • Sparbuch: Im Grunde ist ein Sparbuch dasselbe wie ein Sparkonto – also mit Zinsen und bestimmten Konditionen. Allerdings liegt ein Sparbuch nur in Papierform vor, während das Sparkonto digital ist. Es handelt sich dabei – ähnlich wie beim Sparbrief – um eine Art Urkunde, die von deiner Bank ausgestellt wird.
  • Tagesgeldkonto: Ein ebenfalls verzinstes Konto mit eigener IBAN, mit dem du deine Ersparnisse vergrößern kannst. Anders als beim klassischen Sparkonto kannst du jedoch frei über das Geld verfügen, also auch mehr als 2.000 € nutzen – sofern du so viel auf dem Konto hast. Denn einen Dispokredit gibt es bei Tagesgeld- und Sparkonten nicht, du kannst also nie im Minus landen.  
  • Festgeldkonto: Beim Festgeldkonto profitierst du von relativ hohen und stabilen Zinsen. Das heißt, die Prozentzahl, zu der dein Erspartes verzinst wird, ist in der Regel höher als beim Tagesgeldkonto, außerdem ändert sich der Zinssatz über einen bestimmten Zeitraum nicht – selbst wenn der Leitzins wieder fällt. Allerdings hat diese Sicherheit ihren Preis: Du kannst nicht frei über dein Geld verfügen und erst nach Ende der Laufzeit darauf zugreifen. Die Laufzeit kann flexibel gewählt werden und beträgt maximal zehn Jahre.

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Warum das Sparkonto so beliebt ist

Es gibt noch viele weitere Geldanlagen. Dazu gehören Bausparverträge, Immobilien, Edelmetalle wie Gold und Silber, Lebensversicherungen sowie Aktien oder Kryptowährungen. Doch in Deutschland ist kein Anlageprodukt so beliebt wie das Sparkonto. Laut Statista besaßen im Jahr 2023 42 % der Befragten ein Sparkonto, 20 % investierten ihr Geld am Aktienmarkt und nur 12 % in Kryptowährungen. Warum?

An der Börse lassen sich zwar höhere Gewinne erzielen. Aufgrund der teils starken Kursschwankungen kannst du aber auch mehr verlieren. Ein Sparkonto bietet mehr Sicherheit. Wie du oben schon gelesen hast, gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 €. EU-weit werden die Geldsummen von Kunden und Kundinnen, die ihr Geld bei Banken mit Vollbanklizenz einlagern, vom Einlagensicherungsfonds garantiert. Darüber hinaus kannst du bis zu einer bestimmten Summe auf dein Geld zugreifen, wenn du es benötigst. 

Zudem ist es sehr einfach, ein Sparkonto zu eröffnen. Du musst nur dieselben Voraussetzungen wie bei der Eröffnung eines Kontos erfüllen und brauchst ein Referenzkonto – in der Regel dein Girokonto. Die beiden Konten müssen nicht einmal bei derselben Bank sein. So kannst du unabhängig von deiner Bank ein Sparkonto mit attraktiven Zinsen und ohne Kontoführungsgebühren suchen.

Spar- und Tagesgeldkonto im Vergleich

Ein klassisches Sparbuch oder -konto hat auch ein paar Nachteile. Wie du oben schon gelesen hast, kannst du maximal 2.000 € abheben. Wenn du mehr brauchst, musst du deine Bank mindestens drei Monate im Voraus anfragen und Strafgebühren für die vorzeitige Kontoauflösung zahlen. Beim Tagesgeld bist du flexibler, weshalb es auch Flexkonto genannt wird. Wenn du beispielsweise 10.000 € auf deinem Tagesgeldkonto hast, kannst du den gesamten Betrag zurück auf dein Referenzkonto überweisen.

Welche Option die bessere für dich ist, hängt in erster Linie von deinen Lebensumständen ab. Wenn du längere Zeit auf eine bestimmte Geldsumme verzichten kannst, ist ein klassisches Sparkonto oder ein Festgeldkonto sicherlich eine gute Wahl. Falls du dein Geld verzinsen und trotzdem komplett darüber verfügen willst, passt ein Tagesgeldkonto wahrscheinlich besser zu dir. Willst du zum Beispiel ein Sabbatical machen oder umziehen, könnten unerwartete Kosten auf dich zukommen. Das gilt auch für ungeplante Veränderungen wie ein Jobverlust oder ein kaputtes Auto. Wenn du dann monatelang auf dein Geld warten oder Gebühren zahlen musst, bereitet das zusätzliche Sorgen.

Neben der gewünschten Flexibilität spielen auch deine finanziellen Ziele und Gewohnheiten eine wichtige Rolle. Möchtest du dein Geld schnell vermehren oder es langfristig sparen? Willst du deine Ersparnisse aktiv managen oder dich am liebsten gar nicht damit beschäftigen? Fragen wie diese helfen dir dabei, das für dich passende Konto zu finden. Je nach Bank gibt es nämlich unterschiedliche Konditionen – und die sollten zu deinen Bedürfnissen passen, nicht andersherum. Im nächsten Abschnitt findest du ein paar Beispielrechnungen anhand des Tagesgeldkontos.

Tagesgeldkonto: Zinsen und Laufzeiten im Vergleich

Nehmen wir an, du erhältst für dein Tagesgeld 4 % Zinsen p. a. Das klingt vielversprechend, allerdings solltest du die Laufzeit genauer unter die Lupe nehmen. In der Regel bieten Banken den Zinssatz nur für eine bestimmte Dauer an, zum Beispiel sechs Monate. Das bedeutet, dass deine Einlagen nur im ersten Halbjahr zu 4 % verzinst werden. Danach sinkt der Zinssatz auf den geltenden Basiszinssatz der Bank, zum Beispiel auf 1,2 %. Wichtig ist auch, in welcher Regelmäßigkeit die Zinsgutschrift erfolgt. Wird dein Geld halbjährlich verzinst, profitierst du nur einmal vom attraktiven Zinssatz. Dazu eine Beispielrechnung:

  • Anfänglicher Sparbetrag: 1.000 €
  • Zinssatz: 4 %
  • Guthaben nach 6 Monaten: 1.020 € 

Im ersten Halbjahr kannst du deine Ersparnisse also um 20 € vergrößern. Doch wenn der Zinssatz dann auf 1,2 % gesenkt wird, hast du nach weiteren sechs Monaten inklusive Zinseszins 1.026,12 € auf dem Tagesgeldkonto – also “nur noch” 6,12 € mehr.  

Tipp: Du kannst von Angeboten wie diesen profitieren, wenn du im ersten Jahr eine hohe Geldsumme einzahlst und dann sogenanntes Tagesgeld- oder Zins-Hopping betreibst – also ein neues Tagesgeldkonto eröffnest. Mit dieser Strategie greifst du immer hohe Zinsen ab, musst aber auch regelmäßig nach neuen Angeboten Ausschau halten.

Ein Tagesgeldkonto mit “nur” 2,26 % Zinsen mag erstmal weniger lukrativ klingen. Doch bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und einer monatlichen Zinsgutschrift erhöhen sich deine Ersparnisse in einem Jahr fast so stark wie im ersten Beispiel:

  • Anfänglicher Sparbetrag: 1.000 €
  • Zinssatz: 2,26 %
  • Guthaben nach 6 Monaten: 1.011,35 €
  • Guthaben nach 12 Monaten: 1.022,84 €

Tipp: Diese Variante eignet sich zum Beispiel gut, wenn du deine Ersparnisse mit wenig Aufwand vergrößern willst – vor allem, wenn der Zinssatz auch im zweiten Jahr gleich oder ähnlich hoch bleibt. 

Was bei der Wahl eines Tagesgeldkontos noch wichtig ist

Neben den Zinsen und der Laufzeit solltest du beim Tagesgeld-Vergleich auf Folgendes achten: 

  • Kontoführungsgebühren: In der Regel sind Tagesgeldkonten kostenlos, doch es gibt auch Ausnahmen. Lies daher immer das Kleingedruckte.
  • Prämien: Bei manchen Banken erhältst du eine einmalige Prämie, zum Beispiel 150 €. Wichtig: Die Prämien sind meist an Konditionen geknüpft. Wenn du etwa eine bestimmte Sparsumme in einem vorgegebenen Zeitraum nicht erreichst, erhältst du keine Prämie. 
  • Mindestbetrag: Bei manchen Banken musst du einen Mindestbetrag einzahlen, um ein Tagesgeldkonto eröffnen zu können. 
  • Limit: Bei extrem hohen Geldbeträgen fallen oft niedrigere Zinsen an. Zahlst du beispielsweise 1 Mio. € auf dein Tagesgeldkonto ein, greift automatisch ein kleinerer Zinssatz. 
  • Neu- oder Bestandskunden: Manche Banken locken mit hohen Zinsen beim Abschluss eines Tagesgeldkontos. Allerdings gilt dieser Sonderzinssatz nur für Neukunden. Wenn du bereits ein Konto bei einer dieser Banken hast, erhältst du von Beginn an den regulären Zinssatz. 

Vermehre dein Geld mit N26

Was auch immer deine Sparziele sind: Wir sind uns sicher, dass du sie erreichen kannst. Wichtig ist, dass dein Konto zu deinen Bedürfnissen passt und du dein Geld flexibel und sicher verwalten kannst. Du willst mehr erfahren? Nutze unseren Tagesgeldrechner und finde heraus, wie deine Ersparnisse im Laufe der Zeit wachsen – egal, wie viel du einzahlst.

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Von N26

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