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Was ist ein Sparbrief? Zinsen, Sicherheiten und mehr

Lesezeit: 5 Min.

Du möchtest deine Ersparnisse effektiv anlegen, aber bist kein großer Fan von hohen Risiken? Dann könnte ein Sparbrief die richtige Anlageform für dich sein. Doch wie genau funktioniert so ein Sparbrief eigentlich und worauf musst du achten? 

Von den Zinsen, mit denen du rechnen kannst, bis hin zu den wichtigsten Vor- und Nachteilen: Wir erklären dir alles, was du zum Thema Sparbrief wissen musst, um zu entscheiden, ob sich diese Form der Geldanlage für dich lohnt.

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Was ist ein Sparbrief?

Ein Sparbrief ist eine festverzinsliche Form der Geldanlage. Im Gegensatz zu Tagesgeldern haben Sparbriefe eine feste Laufzeit sowie einen fest vereinbarten Zinssatz. Das heißt, dass du an eine bestimmte Anlagedauer gebunden bist und während dieser Zeit nicht an dein Kapital herankommst  – du kannst also weder Geld einzahlen noch abheben. Und auch die vereinbarten Zinsen können nicht neu verhandelt werden.

Wie genau funktioniert ein Sparbrief?

Bei einem Sparbrief leihst du einer Bank dein Geld und bekommst dafür eine Urkunde, die auf deinen Namen ausgestellt ist – das ganze geht natürlich auch virtuell per Online-Banking. Du kannst selbst entscheiden, wie lange du dein Geld anlegen möchtest und eine Laufzeit zwischen einem und zehn Jahren wählen. Als Faustregel gilt jedoch: je länger die Laufzeit, umso höher die Zinsen. Für einjährige Sparbriefe bekommst du beispielsweise zwischen 0,05 % und 0,20 %, während du für sechsjährige schon bis zu 1,00 % Zinsen erhältst. Am Ende der vereinbarten Laufzeit kauft die Bank die Urkunde zurück und zahlt dir neben deinem eingesetzten Kapital auch den vereinbarten Zinsbetrag aus.

In Hochzinszeiten sind Sparbriefe mit hohen Zinsen verfügbar, doch wenn die Zinsen allgemein fallen, bekommst du höchstwahrscheinlich auch für deinen Sparbrief nur niedrige Zinssätze. Die genauen Konditionen können je nach Kreditinstitut stark variieren. Bevor du dich also für den Kauf eines Sparbriefes entscheidest, lohnt es sich, zuerst die Angebote verschiedener Banken zu vergleichen. Ein Sparbriefrechner kann dir hierbei helfen.

Welche Vorteile bietet ein Sparbrief?

Sparbriefe gelten als eine sehr sichere Form der Geldanlage, weil sie durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt sind. Das heißt, dein Geld bleibt sogar dann sicher, wenn das Kreditinstitut pleitegehen sollte.Weitere Vorteile sind mitunter:

  • Keine Gebühren
  • Keine Kursschwankungen
  • Du kannst die Laufzeit selbst wählen
  • Du kannst die vereinbarten Zinsen jährlich ausgezahlt bekommen
  • Im Notfall kannst du deinen Sparbrief beleihen und ihn als mögliche Sicherheit für ein Darlehen einsetzen
  • Hohe Planungssicherheit
  • Geringe Mindestanlagesumme (oft schon ab 500 €)

Welche Nachteile hat ein Sparbrief?

Doch bei all den Vorteilen darfst du eines nicht vergessen: Sparbriefe sind nicht flexibel – eine vorzeitige Kündigung ist in der Regel nicht (oder nur mit Verlusten) möglich. Das heißt, du kommst vor Ende der vereinbarten Laufzeit nicht an dein Geld, solltest du es unerwartet benötigen. Du solltest einen Sparbrief also nur dann in Erwägung, wenn du dir sicher bist, dass du das angelegte Geld während der gesamten Laufzeit nicht benötigen wirst.

Da Sparbriefe auf eine bestimmte Person ausgestellt sind (in der Regel auf dich als KäuferIn), ist es auch nicht möglich, einen Sparbrief zu übertragen. Die Bank darf dein Startkapital und die Zinsen nach Ende der Laufzeit demnach auch nur an dich persönlich auszahlen.

Auch die feste Verzinsung bei Sparbriefen könnte sich als Nachteil herausstellen. Denn sollten während deiner vereinbarten Laufzeit die Zinsen am Markt deutlich steigen, kommt dir das leider nicht zugute. Nachdem dein Zinssatz im Vorhinein vertraglich festgelegt wurde, bist du an die vereinbarten Zinsen gebunden. Natürlich kann das auch von Vorteil sein: Denn sollten die Zinsen am Markt fallen, gilt dennoch dein vereinbarter höherer Zinssatz.

Sollte es zur Inflation kommen, könnte das ebenfalls den Wert deines Sparbriefs negativ beeinflussen.

Welche verschiedenen Sparbrief-Typen gibt es?

Bei den Sparbriefen gibt es drei verschiedene Varianten: den konventionellen Sparbrief, den abgezinsten Sparbrief und den aufgezinsten Sparbrief. Alle funktionieren nach demselben Grundprinzip, wobei Anlagebetrag, Zinssatz und Laufzeit im Voraus festgelegt werden. Die verschiedenen Varianten unterscheiden sich nur darin, wann und wie dir deine Zinsen ausgezahlt werden.

  • Beim konventionellen Sparbriefwerden dir die Zinsen während des Anlagezeitraums jährlich (oder auch monatlich) ausgezahlt. Hier verzichtest du während der vereinbarten Laufzeit zwar auf dein angelegtes Geld, aber dafür kannst du über die erwirtschafteten Beträge verfügen. Wenn du zum Beispiel 5 Jahre lang 5.000 € zu einem Zins von 1,0 % anlegst, bekommst du jährlich 50 € Zinsen. Das sind dann insgesamt 250 € in Zinsen.
  • Beim aufgezinsten Sparbrief werden dir die Zinsen erst am Ende der Laufzeit ausgezahlt. Der Vorteil? Der sogenannte Zinseszinseffekt. Wenn du zum Beispiel deine 5.000 € 5 Jahre lang zu einem Zins von 1,0 % anlegst und die Zinsen auf dem Sparbrief mitverzinst, erhältst du am Ende der Laufzeit 255,05 € Zinsen ausgezahlt. Aber Vorsicht: Es kann sein, dass du dadurch deinen Steuerfreibetrag überschreitest. Der Sparerpauschbetrag beträgt 801 € im Jahr für Alleinstehende und 1.602 € für Ehepaare. Für alles, was über diesem Betrag liegt, musst du 25 % Abgeltungssteuer bezahlen.
  • Beim abgezinsten Sparbrief funktioniert es umgekehrt. Du legst zu Beginn fest, welchen Betrag du am Ende ausgezahlt bekommen möchtest. Die Bank berechnet dann mithilfe von Zinssatz und Laufzeit, welchen Anfangsbetrag du dafür anlegen musst. Wenn du zum Beispiel nach 5 Jahren 5.000 € erreichen möchtest und der Zinssatz bei 1,0 % liegt, dann musst du 4.757,33 € einzahlen. Auch bei dieser Variante musst du Steuern auf deinen Zinsertrag bezahlen, wenn diese den Pauschbetrag übersteigen.

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Von N26

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