Einlagensicherung: Warum dein Geld auf dem Girokonto sicher ist

Du willst Gewissheit darüber haben, dass dein Geld sicher ist? Das Geld auf deinem N26 Konto wird durch den Einlagensicherungsfonds geschützt. Hier erfährst du mehr darüber!

Bei Banken und Bausparkassen sind Beträge bis zu 100.000 € durch das System der Einlagensicherung geschützt. Das ist ein wertvolles Sicherheitsnetz, da der Großteil an Geldern nicht in Bargeld, sondern elektronisch verwaltet wird. In diesem Artikel erklären wir dir, wie diese Systeme funktionieren.

Einlagensicherung – was genau ist das eigentlich?

Banken sind Unternehmen, und wie alle Unternehmen können auch Banken in Konkurs gehen. Das Problem dabei ist, dass sie dann Millionen oder Milliarden von Euro auf ihren Konten haben, die ihren Kunden gehören. Ohne die Einlagensicherung könnten Kunden beim Zusammenbruch einer Bank ihr ganzes Geld verlieren. Die Beziehung zwischen Banken und Kunden wäre äußerst fragil. Schließlich will niemand ohne eigenes Verschulden Geld verlieren – aber in der Realität ist das natürlich nicht so.

Denn hier kommt das System der Einlagensicherung ins Spiel. Per EU-Gesetzgebung sind alle Länder in der EU verpflichtet, auf nationaler Ebene mindestens ein Einlagensicherungssystem einzurichten. Alle nationalen Systeme erfüllen die EU-Mindeststandards für den Schutz von Einlagen bis zu 100.000 €.

Was ist eigentlich eine Banklizenz?

Jedes Land hat dafür eine bestimmte Organisation, die von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde überwacht wird. Da alle Banken gesetzlich verpflichtet sind, an der Einlagensicherung mitzuwirken, ist jede Person, die in einem EU-Land ein Bankkonto hat, abgesichert. Das bedeutet, dass dein Geld geschützt ist – egal was mit deiner Bank passiert.

Die Geschichte der Einlagensicherung in Europa

Das System der Einlagensicherung wurde 1994 eingeführt. Zunächst gab es keine strengen Regeln für die Höhe der Absicherung in den einzelnen Ländern – ein Land könnte Einlagen bis zu 20.000 € sichern, ein anderes bis zu 60.000 €. Während der Finanzkrise im Jahr 2008 – einer der größten Wirtschaftskrisen der Geschichte überhaupt – wurde klar, dass das verschiedene Regelungen nicht effektiv sind.

Banken auf der ganzen Welt waren betroffen. Aufgrund des uneinheitlichen Schutzes der Einlagen durch europäische Banken wurde die EU-Wirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen. Laut der Europäischen Zentralbank hat die Finanzkrise "gezeigt, dass Probleme im Bankensektor nicht an nationalen Grenzen halt machen". Dies führte dazu, dass die EU spezielle Instrumente zur Krisenbewältigung und einen stärkeren Abgleich zwischen den EU-Ländern in die Wege leitete, um das Finanzsystem zu stärken und die Sicherheit der Bankeinlagen zu verbessern.

Im Jahr 2009 wurde europaweit eine Mindesteinlagensicherung von 50.000 € eingeführt. 2010 wurde der Schutz dann auf den aktuellen Betrag von 100.000 € erhöht. Das bedeutet, dass dir im Falle einer Insolvenz deiner Bank bis zu 100.000 € zurückgezahlt werden – egal, für welche Bank innerhalb der EU du dich entscheidest.

Was macht eine Bank eigentlich mit deinem Geld?

Trotzdem fragst du dich vielleicht, warum es überhaupt vorkommen kann, dass dein Geld in Gefahr ist. Dazu muss man zunächst wissen, wie Banken Geld anlegen. Einfach gesagt: Banken funktionieren nicht wie riesige Sparschweine, bei denen das Geld auf einem Konto liegt und darauf wartet, abgehoben zu werden. Das Geld wird bewegt und investiert.

Wie alle Unternehmen müssen auch Banken Gewinn machen, um die Mitarbeiter zu bezahlen und den Betrieb aufrechtzuerhalten. Dazu erheben sie unter anderem Gebühren oder verlangen Zinsen für Überziehungskredite und Darlehen. Hier wird es nun etwas kompliziert. Das Geld, das die Banken verleihen und investieren, wird von den Bankeinlagen ihrer Kunden "geliehen". Das Bankensystem ist darauf angewiesen, dass eine große Anzahl von Kunden ihr Geld elektronisch anlegt.

Im Ergebnis ist dein gesamtes Bankguthaben nicht unbedingt zu jedem Zeitpunkt mit Bargeld gedeckt. Das ist auch der Grund, warum bei bestimmten Sparkonten die Höhe der Abhebungen begrenzt oder Fristen für das Abheben großer Geldbeträge festgelegt werden. Die von den Banken getätigten Investitionen sind die Grundlage des Bankensystems und haben einen großen Einfluss auf die Weltwirtschaft.

Wie Einlagensicherung und stabile Finanzmärkte zusammenhängen

Wenn man sich die Zahlen ansieht, wird schnell klar, warum Banken so viel Einfluss haben. Einlagen in "elektronischer" Form (das, was dir auf deinem Bildschirm oder am Geldautomaten angezeigt wird) machen 92 % des Geldes in der Wirtschaft aus. Nur die restlichen 8 % sind als Bargeld im Umlauf. Wenn Banken in Schwierigkeiten geraten, hat dies weitreichende Folgen für die gesamte Wirtschaft. Eine bedeutende Ursache dafür liegt im sogenannten Bankensturm.

Von einem solchen Bankensturm spricht man, wenn eine große Anzahl von Kunden gleichzeitig versucht, Geld abzuheben. Aus diesem Grund ist das Vertrauen in das Bankensystem für die Stabilität des Marktes von essenzieller Bedeutung. Ohne Einlagensicherung könnten Kunden in Panik geraten, wenn es Anzeichen für mögliche Probleme mit einer Bank gibt. So geschehen in Großbritannien im Jahr 2007, als Kunden der Bank Northern Rock an einem einzigen Tag geschätzt 1 Milliarde £ abgehoben haben.

Die Einführung von Einlagensicherungssystemen kann die Wahrscheinlichkeit eines Bankensturms verringern, den Schneeballeffekt reduzieren und die Stabilität des Bankensystems erhöhen. Es ist ein positiver Kreislauf – das Vertrauen der Kunden steigert direkt die Stabilität des Systems, und die Sicherheit des Systems steigert das Vertrauen der Kunden.

Warum du auf die Einlagensicherung zählen kannst

Wenn eine Bank in Konkurs geht, sind die Dinge nun ganz klar geregelt. Die Kunden haben der Bank Geld zum Investieren "geliehen" und müssen es nun zurückbekommen. Hier kommt die Einlagensicherung ins Spiel. Sie wirkt wie eine Versicherung, die dafür sorgt, dass die Kunden ihr Geld nicht verlieren.

Alle Banken zahlen in ein System der Einlagensicherung ein. Die Höhe ihrer Zahlungen bemisst sich nach dem Risikoprofil der Bank, das wiederum von der Art und Weise abhängt, wie die Bank investiert. Wenn die Bank zahlungsunfähig ist, muss das Einlagensicherungssystem in der Lage sein, alle Einlagen bis zu einer Höhe von 100.000 € pro Kunde zu schützen. Da die Banken regelmäßig in Einlagensicherungssysteme einzahlen, muss im Falle einer Finanzkrise nicht der Steuerzahler einspringen, um die verlorenen Gelder abzusichern.

Seit Mitte 2015 müssen die Kunden innerhalb von 20 Arbeitstagen eine Rückerstattung erhalten. Bis 2024 wird diese Frist jedoch auf sieben Tage verkürzt.

Sicheres Online-Banking

Sicherheit bei N26

N26 ist eine Bank mit Vollbanklizenz. Für uns hat die Sicherheit deines Geldes stets oberste Priorität. So ist das Guthaben auf deinem Konto bis zu 100.000 € durch die deutsche Einlagensicherung geschützt. Zudem ist dein Konto mit einer Reihe intelligenter Features ausgestattet, um für die Sicherheit deiner Finanzen zu sorgen. Weitere Informationen findest du unter Sicherheit bei N26.

Von N26

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