Wie du deine Finanzen mit einem Haushaltsplan optimieren kannst

Mit einem Haushaltsplan zu finanziellem Erfolg – wie das geht erfährst du hier.

Lesezeit: 7 Min.

Haushaltspläne sind eine gute Möglichkeit, deine Finanzen im Auge zu behalten. Mithilfe solcher Vorlagen können wir nicht nur unser Budget einhalten, sondern auch unsere Sparziele erreichen. Budgettabellen verbessern unseren Umgang mit Geld und sorgen für eine effektive Zukunftsplanung.

Mit Haushaltsplan-Vorlagen bist du bei der Verwaltung deines Geldes auf der sicheren Seite. Hier erfährst du, wie du damit loslegen kannst.


Haushaltsplan-Vorlagen und Budgettabellen sind zunächst einmal zwei Paar Stiefel. Eine Budgettabelle arbeitet mit Tabellenkalkulationsprogrammen wie Microsoft Excel oder Google Sheets. Eine Haushaltsplan-Vorlage ist dagegen gewöhnlich ein eigenständiges Formular, oft eine PDF-Datei zum Herunterladen.

Mit einer Haushaltsplan-Vorlage kannst du einen ersten Einblick in deine Finanzen gewinnen. Sobald du dann einen soliden Überblick über dein Budget hast, kannst du den Sprung zur Budgettabelle wagen – eine etwas komplexere Angelegenheit. Falls du gut Englisch kannst, kannst du diese Vorlagen nutzen:

Das von der amerikanischen Regierung finanzierte CFPB bietet online auf seiner Webseite eine umfassende Haushaltsplan-Vorlage im PDF-Format  (Englisch) an. Zunächst gibst du deine monatlichen Einnahmen (Job, staatliche Programme, Nebeneinkünfte, Beihilfen usw.) an, dann deine Ausgaben. Das Arbeitsblatt zieht dann automatisch deine Ausgaben von deinen Einnahmen ab. So siehst du, ob und wie viel Geld dir am Monatsende übrig bleibt.

Als unabhängig arbeitende Bundesbehörde bietet die FTC eine etwas detailliertere Vorlage als das CFPB. Auch diese über die Webseite zugängliche PDF-Datei fordert dich auf, zunächst all deine Einnahmen und anschließend all deine Ausgaben einzugeben. Ein Vorteil dieses Arbeitsblattes ist, dass es Ausgaben in verschiedenen Kategorien zusammenfasst, darunter:

  • Wohnen

  • Lebensmittel

  • Verkehrsmittel

  • Gesundheit

  • Persönliches und Familie

  • Kredite

Damit erhältst du eine Vorstellung davon, wie viel Geld du in jedem Bereich deines Lebens ausgibst. Allerdings zählt dieses Arbeitsblatt die Beträge innerhalb einer Kategorie nicht zusammen – nur die Ausgaben insgesamt.

NerdWallet hat eine Vorlage für einen Haushaltsplan erstellt, die du direkt auf deren Webseite ausfüllen kannst. Nachdem du dein Nettoeinkommen eingegeben hast, schlüsselt das Worksheet deine Ausgaben nach der 50-30-20-Regel auf.

Die auf die US-Senatorin Elizabeth Warren zurückgehende 50-30-20-Regel ist ein System zur Budgetplanung, das Menschen helfen soll, aus den Schulden herauszukommen. Die Idee dahinter ist, dass 50 % deines Nettoeinkommens in deine Grundausgaben gehen (Miete, Stromrechnung, Autoversicherung), 30 % in deine persönlichen Bedürfnisse (Kleidung, Ausgehen) und 20 % in Schuldentilgung und Sparziele.

Die Finanzplan-Vorlage von NerdWallet weist deine Finanzen diesen drei Kategorien zu. So erhältst du einen guten Überblick darüber, inwieweit dein Budget der 50-30-20-Regel entspricht.


Wenn du dich eingehender mit deinen Finanzen befassen willst, sind Budgettabellen eine gute Alternative. Budgettabellen helfen dir dabei, ein Budget aufzustellen und die Ausgaben im Blick zu behalten. Außerdem lassen sich damit detaillierte Berichte erstellen.

Alle Informationen über deine Finanzen an einem Ort zu haben und regelmäßig zu aktualisieren verschafft dir einen besseren Überblick. Hier sind einige kostenlose Budgettabellen, die einen Blick wert sind:

Mit der kostenlosen Budgettabelle von Chip kannst du ganz einfach alle deine Nettoeinkünfte und all deine Ausgaben eingeben. Die Tabelle berechnet dann, wie viel Geld dir am Monatsende bleibt.

Gegenüber einer normalen Vorlage liegt der große Vorteil einer Tabelle darin, dass du sie immer aktualisieren kannst. So ist dein Überblick über dein Monatsbudget immer auf dem neuesten Stand. Viele Spar-Apps bieten außerdem die Möglichkeit der Personalisierung und Feinabstimmung deines Budgets und der Aufwand dafür ist kleiner als mit einer Tabelle oder einer Vorlage.

Mehr Abwechslung bietet Office-Lernen mit einer Vielzahl kostenloser Budgettabellen, die sehr benutzerfreundlich sind. Nutze einfach diejenige, die deinen Bedürfnissen am ehesten entspricht.


Bei Tabellenkalkulationsprogrammen wie Google Sheets oder Microsoft Excel kann es einfacher sein, mit einer Tabellenvorlage zu arbeiten, anstatt jede Tabelle von Grund auf selbst zu erstellen. Hier einige fertige Vorlagen aus diesen Programmen:

Google Sheets bietet eine Reihe von Vorlagen zur Budgeterstellung. Zwei solche Optionen bieten Tabellenvorlagen für das Monats- und Jahresbudget:

  • Die Monatsbudget-Vorlage wartet mit einem unkomplizierten Format für alle auf, die sich erst noch in die Budgetplanung einarbeiten oder auf eine einfache Lösung setzen.

  • Mit der Jahresbudget-Vorlage kannst du ein detailliertes Budget erstellen, das nicht nur die tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben erfasst, sondern auch Faktoren wie die voraussichtlichen Einnahmen und Ersparnisse berücksichtigt. Da diese Vorlage eine Monats- und eine Jahresvariante umfasst, kannst du durch Feinabstimmung deines Monatsbudgets an deinen langfristigen Zielen dranbleiben.

Microsoft Excel bietet eine Vielzahl kostenloser Vorlagen für die Budgetplanung, darunter ein einfaches Monatsbudget und ein Familienbudget. Durch ein Upgrade erhältst du Zugriff auf die Premiumvorlagen, darunter:

  • ein monatliches Studienbudget

  • ein persönliches Budget

  • ein Haushaltsplan für deine Familie

Dank der vielfältigen Auswahl wirst du bei Excel sicher eine Haushaltsplan-Vorlage nach deinem Geschmack finden. Viele dieser Vorlagen können deine Ausgaben mit Infografiken und Diagrammen visuell aufbereiten und dein Budget damit verständlicher machen.


Ab ca. 90 € pro Jahr kannst du die Microsoft Office Suite für Mac und Windows erwerben. Dieses Abonnement umfasst die folgenden Programme:

  • Microsoft Word

  • Microsoft Excel

  • Microsoft PowerPoint

  • Microsoft Office

Wenn du aber nur Zugang zu Excel haben möchtest, gibt es zum ausschließlichen Online-Gebrauch auch eine kostenlose Basisversion von Microsoft Office für dich. Alternativ könntest du auch Google Sheets oder Apple Numbers nutzen. Beide sind kostenlos und bieten einen ähnlichen Funktionsumfang wie Excel.

Nach dem Öffnen von Excel oder eines alternativen Tabellenkalkulationsprogramms wählst du am besten eine fertige Vorlage aus. Wenn du keine Vorlage findest, die deinen Bedürfnissen entspricht, kannst du auch deine eigene Budgetplanungstabelle individuell erstellen. Und das geht so:

Zunächst einmal musst du eine Spalte erstellen, in die du alle deine Einnahmen eingibst. Am Ende der Spalte erstellst du eine Zelle, in der deine ganzen Einnahmen zu einer Gesamtsumme addiert werden. Um diese Zahl in Excel zu erzeugen, tippst du folgende Formel in die Zelle mit der Summe ein:

=SUMME((die erste Zelle in der Spalte mit einer Zahl):(die letzte Zelle in der Spalte mit einer Zahl)).

Damit erhältst du eine Formel, die z. B. so aussehen könnte:

=SUMME(B2:B7)

Excel interpretiert den Doppelpunkt zwischen der ersten und der letzten Zelle deiner Spalte so, dass alle Zelleninhalte zwischen (und mit) diesen beiden Zellen addiert werden.

Ähnlich wie beim ersten Schritt legst du jetzt eine Spalte für deine ganzen Ausgaben an. In diese Spalte gibst du jede einzelne Ausgabe ein, die du im Laufe eines Monats tätigst.

Sobald du damit fertig bist, kannst du eine Zelle erstellen, die die Gesamtsumme deiner Kosten berechnet. Dazu verwendest du wieder die oben genannte Formel.

Du hast nun also zwei Spalten mit zwei Gesamtsummen. Bleibt nur noch, deine monatlichen Ausgaben von den monatlichen Einnahmen abzuziehen – und schon siehst du, ob und wie viel Geld dir bleibt. Dazu legst du eine dritte Spalte an, die du beispielsweise „Saldo“ nennst. Jetzt kommt wieder eine Formel ins Spiel:

- Tippe „=“ in die Zelle und füge die Zellennummer hinzu, in der deine Gesamteinnahmen stehen. Zum Beispiel: =B5.

- Danach kommen ein Minuszeichen „-“ und die Zellennummer mit deinen Gesamtausgaben. Zum Beispiel: -C30.

- Das ergibt dann eine Formel wie diese: =B5-C30.

- Und die berechnet, wie viel Geld du in diesem Monat noch übrig hast.

Jetzt hast du also eine Zahl, die dir sagt, wie viel Geld dir am Monatsende übrig bleibt. Damit kannst du entscheiden, wie viel du für deine Sparziele beiseitelegen möchtest. In deiner Tabelle kannst du einzelne Ausgaben spezieller anschauen und entscheiden, wo du Abstriche machen willst. Diese eingesparten Kosten kannst du dann auf die hohe Kante legen und so an deinen Sparzielen arbeiten.

Wenn du weiterhin für jeden Monat eine neue Budgettabelle anlegst, erhältst du einen soliden Überblick über deine finanziellen Gewohnheiten. Durch einen Vergleich deines Budgets mit anderen Monaten verschaffst du dir einen besseren Einblick in die Bereiche, in denen du über die Stränge schlägst. Damit ist der erste Schritt für neue, gesunde finanzielle Gewohnheiten schon getan.


Gute Budgetplanung ist ein großer Schritt in eine sichere Zukunft. N26 ist eine digitale Bank, die dir dabei hilft, deine finanziellen Ziele zu erreichen. Dazu stehen dir praktische Finanzübersichten, Spaces (Unterkonten) für deine Sparziele und Push-Nachrichten in Echtzeit zur Verfügung, die dir zeigen, wohin dein Geld genau fließt. Noch nie war es einfacher, für finanzielles Wohlergehen zu sorgen.

 Quellen:

Von N26

Die mobile Bank

Ähnliche Artikel

Entdecke ähnliche Artikel aus unserem Blog, die dich vielleicht interessieren könnten