Wie finanziere ich mein Studium? Unsere besten Tipps

Lesezeit: 5 Min.

Seit 2014 gibt es an staatlichen Hochschulen und Universitäten in Deutschland zwar keine Studiengebühren mehr. Dennoch fallen während des Studiums eine Menge Kosten an – schließlich wollen Semesterbeitrag, Semesterticket, Unterkunft und Verpflegung sowie Studienmaterialien finanziert werden. Und wenn du ein Zweitstudium, ein Studium an einer privaten Hochschule oder ein Auslandssemester absolvieren willst, musst du auch noch Studiengebühren zahlen.

Während manche Studierenden auf die Unterstützung ihrer Eltern zurückgreifen können, ist das für andere keine Option. Und auch ein Vollzeitjob neben dem Studium kommt nicht für alle infrage. Dennoch gibt es Möglichkeiten, wie du dein Studium finanzieren kannst – zum Beispiel durch staatliche Förderung (BAföG), ein Stipendium oder einen Studienkredit. Du bist gerade mit der Schule fertig oder studierst bereits? In diesem Artikel erfährst du, wie du dir finanzielle Unterstützung für dein Studium sicherst.

Dein Studium ohne Hilfe der Eltern finanzieren – drei gute Möglichkeiten

BAföG, Stipendium und Studienkredit: Das sind die häufigsten Optionen, ein Studium zu finanzieren. Vielleicht hast du diese Begriffe schon einmal gehört. Doch was steckt dahinter, wie unterscheiden sich die Modelle und wie kannst du die jeweilige Unterstützung beantragen? Wir erklären es dir.

Hinweis: Dieser Artikel gibt einen ersten Überblick über Möglichkeiten, ein Studium zu finanzieren. Mehr dazu erfährst du in unserem Ratgeber zur Studienfinanzierung.

BAföG – die staatliche Finanzspritze für dein Studium

Bei der Frage, wie du dein Studium finanzierst, solltest du als Erstes die staatliche Unterstützung im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (kurz: BAföG) in Betracht ziehen. Beim BAföG handelt es sich um ein zinsloses Darlehen. Die Förderung gemäß BAföG besteht aus dem Grundbedarf, einer Wohnpauschale und einem Zuschlag für die Kranken- und Pflegeversicherung.

Was du über BAföG wissen musst:

  • BAföG-berechtigt bist du, wenn du ein Erststudium in Vollzeit absolvierst und zum Zeitpunkt des Studienbeginns nicht älter als 29 Jahre (Bachelor) bzw. 34 Jahre (Master) alt bist.

  • Ob und wie viel BAföG du erhältst, hängt vor allem vom Einkommen deiner Eltern ab. Deshalb wird dein BAföG-Anspruch zunächst geprüft. Zu den Antragsformularen geht es hier.

  • Der BAföG-Höchstsatz für Studierende liegt derzeit bei 861 € bzw. 592 €, wenn du während des Studiums bei deinen Eltern wohnst.

  • Die Förderung kannst du jederzeit während deines Studiums beantragen, zum Beispiel wenn sich deine finanzielle Situation ändert.

  • Das BAföG erhältst du maximal für die Länge der Regelstudienzeit. Da diese Art der Ausbildungsförderung ein staatliches Darlehen ist, musst du die Hälfte der erhaltenen Summe – jedoch maximal 10.000 € – zurückzahlen. Du kannst das Geld in Raten oder auf einen Schlag zurückzahlen. Die Rückzahlung beginnt allerdings erst 5 Jahre nach Ende deines Studiums, wenn du wahrscheinlich schon dein eigenes Geld verdienst. 

  • Weitere Informationen zum Thema BAföG findest du hier.

Übrigens: Anspruch auf staatliche Unterstützung hast du auch, wenn du vor deinem Studium eine Ausbildung absolviert und bereits 3 bzw. 5 Jahre (ohne Ausbildung) gearbeitet hast. Dann kannst du das sogenannte elternunabhängige BAföG beantragen.

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Stipendium – Studienfinanzierung nicht nur für Hochbegabte

Du engagierst dich ehrenamtlich, bist alleinerziehend oder hast bereits Berufserfahrung? Dass Stipendien nur etwas für Menschen mit guten Noten sind, stimmt längst nicht mehr. Als Stipendiat oder Stipendiatin erhältst du Unterstützung von öffentlichen oder privaten Sponsoren. Das können Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, Hochschulen oder sozial engagierte Unternehmen sein.

Alles Wichtige über Stipendien:

  • Im Gegensatz zum BAföG musst du ein Stipendium nicht zurückzahlen. 

  • Bei der Auswahl werden verschiedene Kriterien berücksichtigt: nicht nur deine wirtschaftliche Situation, sondern auch deine Noten, deine Fähigkeiten und Interessen sowie dein soziales Engagement.

  • Die Höhe des Stipendiums kann variieren. Die Begabtenförderungswerke zahlen zum Beispiel 744 € pro Monat zuzüglich einer Studienkostenpauschale von 300 €.

  • Neben der finanziellen Förderung erhältst du je nach Sponsor auch soziale und persönliche Unterstützung, zum Beispiel indem du zu Veranstaltungen eingeladen wirst oder einen Mentor bzw. eine Mentorin bekommst. So kannst du gleich ein Netzwerk aufbauen!

  • Es lohnt sich also, nach einem Stipendium zu suchen. Eine Übersicht über aktuelle Stipendienprogramme findest du im Stipendienlotsen, der Stipendiendatenbank des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Übrigens: Auch der Staat vergibt Stipendien für Studierende: Beim einkommensunabhängigen Deutschlandstipendium erhältst du monatlich 300 €. Wenn du bereits Berufserfahrung hast, könnte das Aufstiegsstipendium die richtige Wahl sein.

Studienkredit – jetzt Geld leihen und später zurückzahlen

Wenn du weder BAföG-berechtigt bist noch ein Stipendium für dich infrage kommt, kannst du dir dein Studium über einen Studien- oder Bildungskredit finanzieren. 

Hinweis: Anders als beim BAföG sind Studienkredite in der Regel nicht zinsfrei. Informiere dich deshalb im Vorfeld über die Konditionen und mögliche Kostenfallen: Wie lange läuft der Kredit? Wie hoch ist er verzinst? Welche Summe musst du am Ende zurückzahlen und wie viel Zeit hast du dafür?

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Ein Studienkredit ist Geld, das du dir von einer Bank oder Sparkasse leihst, und nach Abschluss deines Studiums bzw. mit Eintritt ins Berufsleben inklusive Zinsen zurückzahlst.

  • Die Kredithöhe ist abhängig vom Anbieter. Beim Kredit der staatlichen Förderbank KfW erhältst du zum Beispiel monatlich maximal 650 €.

  • Auch die Zinshöhe variiert je nach Kreditgeber. Der KfW-Studienkredit ist zum Beispiel aufgrund der Pandemie bis Januar 2022 zinsfrei.

  • Mit einem Studienkredit kannst du nicht nur ein Erststudium finanzieren, sondern auch ein Zweitstudium oder deine Promotion.  

  • Wie du das Geld einsetzt, entscheidest du. Du kannst zum Beispiel deine Lebenshaltungskosten decken, Studiengebühren im Ausland finanzieren oder Sonderanschaffungen wie einen Laptop tätigen.

  • Aber: Nur weil das Geld da ist, musst du es nicht ausgeben. Prüfe deshalb kritisch, ob und wofür du übrig gebliebenes Geld ausgibst und ob du es ansparen kannst.

  • Die Suche nach dem passenden Anbieter kann schnell zur Geduldsprobe werden. Auf kostenlosen Online-Portalen wie Finanzcheck.de hast du die Möglichkeit, Kredite zu vergleichen und dich über versteckte Kosten zu informieren.

  • Einen guten Überblick gibt auch der Studienkredit-Test des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) aus dem Jahr 2020.

Übrigens: In Deutschland hat sich die Anzahl der Studienkredite der größten Förderbank seit 2020 fast verdreifacht. Damit ist die Fördersumme von 315 Millionen auf 919 Millionen gestiegen.


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Von N26

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