Zum Weltbürger werden – warum sich ein Auslandsstudium für dich lohnt

Lesezeit: 8 Min.

Nachdem wir letztes Jahr alle ziemlich viel Zeit daheim verbracht haben, öffnet sich die Welt langsam wieder für uns. Vielleicht bist du gedanklich schon im nächsten Urlaub – aber wie wäre es, wenn du gleich noch einen Schritt weiter gehst und ein Auslandsstudium machst? Damit wärst du definitiv nicht allein – rund 300.000 Studierende in Europa nutzen für ihr Auslandssemester Erasmus+, das Studentenaustauschprogramm der EU. Um dir einen kleinen Vorgeschmack zu geben, zeigen wir dir in diesem Artikel, was dich erwartet und warum ein Auslandsstudium ein einzigartiges und unvergessliches Erlebnis ist.

10 gute Gründe für ein Auslandsstudium

Es gibt zahlreiche Gründe, die für ein Auslandsstudium sprechen. Einige davon sind beruflich motiviert, andere hingegen eher persönlicher Natur, aber sie alle haben eines gemeinsam: Sie fördern deine Entwicklung als Mensch – und als Weltbürger. Wichtig dabei ist, dass du gut informiert in dein Abenteuer startest und immer das Ziel vor Augen behältst, wirklich alles aus dieser Erfahrung mitzunehmen. Der erste Schritt – deine Koffer zu packen und mit deinem Reisepass in der Hand ins Ungewisse aufzubrechen – wirkt vielleicht wie ein großes Wagnis. Wenn du aber erst einmal an deinem Reiseziel angekommen bist, werden deine Ängste und Sorgen ganz schnell verfliegen – so sehr wirst du mit deinen neuen Abenteuern beschäftigt sein! Nun geht es aber erst einmal an die Planung. Bereit?

1. Nutze die finanziellen Möglichkeiten

Womöglich dachtest du immer, dass das Studium im Ausland ziemlich teuer ist. Tatsächlich ist sogar das Gegenteil der Fall. Für Studierende, die gern ein oder zwei Semester in einem anderen Land verbringen möchten, gibt es diverse Zuschussmöglichkeiten. Wir stellen dir die beiden wichtigsten vor:

  • Studierenden, die sich für ein Stipendium des EU-Programms Erasmus+ qualifizieren, stehen je nach gewünschtem Studienland 300-350 € im Monat zu. Dieser Zuschuss deckt einen Teil der Kosten, die für das Leben im Ausland anfallen. Erasmus-Zuschüsse werden durch die jeweilige Hochschule vergeben und müssen nicht zurückgezahlt werden. Für Auslandssemester in Großbritannien können ab Mitte 2021 im Zuge des Brexits leider keine Erasmus-Stipendien mehr vergeben werden.

  • Die staatliche Ausbildungsförderung BAföG zahlt für Auslandssemester zwischen 60-450 € pro Monat an berechtigte Studierende aus. Hinzu kommt ein pauschaler Reisezuschuss von 250 € für Zielorte innerhalb bzw. 500 € für Orte außerhalb Europas.

2. Lerne eine neue Sprache

Laut einer Umfrage der Europäischen Union sprechen 56 % der EuropäerInnen neben ihrer Muttersprache noch eine Fremdsprache. 25 % sprechen drei Sprachen und 10 % sogar vier oder mehr. Eine neue Sprache zu lernen – auch, wenn du deine Sprachkenntnisse vielleicht nicht perfektionieren wirst – bringt zahlreiche Vorteile mit sich, u. a. ein besseres Gedächtnis, effizientere Problemlösungsstrategien, die Fähigkeit zuzuhören und kritisch zu denken, eine erhöhte Konzentration und bessere Chancen am Arbeitsmarkt. Die Sprache eines Landes ist außerdem der Schlüssel zu einem echten Verständnis der Kultur, das sonst nur den Einheimischen vorbehalten ist – eine Erfahrung, die unerreichbar bleibt, wenn du dich nur mit deiner Muttersprache durchschlägst. Je mehr du das Gespräch mit Einheimischen suchst und dich in der neuen Sprache übst, desto mehr Beziehungen wirst du auch zu ihnen aufbauen können – und das wird deine Erfahrung im Ausland insgesamt authentischer machen. 

3. Bereise benachbarte Länder und Regionen

Deutschland grenzt an 9 Länder: Dänemark, Polen, Tschechien, Schweiz, Österreich, Frankreich, Niederlande, Belgien und Luxemburg. Spanien umfasst 17 autonome Gemeinschaften. Zum Vereinigten Königreich gehören vier Länder. Das sagen wir natürlich nicht nur, um dich mit mehr oder weniger nützlichen Fakten zu unterhalten: Wenn du dich fragst, wieso du zum Studieren ins Ausland gehen solltest, dann wirf doch einfach mal einen Blick auf die Länder, die ganz oben auf deiner Wunschliste stehen, und schau dir an, wie viele weitere Orte du von dort aus per Bus, Zug oder Kurzstreckenflug erreichen könntest. Wenn du für sechs Monate in Paris lebst, könntest du bis zum Ende deines Aufenthalts ganz Westeuropa besuchen – während du gleichzeitig von einer großen Fülle an Rabatten für internationale Studierende profitierst (siehe Punkt 7).

4. Widme dich deiner persönlichen Entwicklung

“Warum sollte ich überhaupt ein Auslandssemester einlegen?”, fragst du dich vielleicht. “Meine Persönlichkeit hat sich auch schon während meines Studiums in meinem Heimatland deutlich weiterentwickelt.“ Da ist sicher etwas dran! Doch es ist trotzdem kein Vergleich zu einem Auslandsstudium. Im Ausland stehst du vor völlig neuen Herausforderungen – und der Endorphinschub, wenn du diese Herausforderungen erst einmal gemeistert hast, ist einfach unvergleichbar. Selbst die kleinen Dinge wie ein Einkauf im Supermarkt und das Bezahlen an der Kasse sind nicht zu unterschätzen. Du musst dich auf Unterhaltungen einlassen, versuchen, die Sprache zu verstehen und dich Schritt für Schritt durch den Kaufvorgang hangeln. Und jetzt stell dir vor, wie du vor einer Gruppe internationaler Studierender ein Referat hältst. Ganz klar: Ein Auslandsstudium ist nicht ohne und du musst in verschiedensten Situationen deine Komfortzone verlassen, um als Person zu reifen.

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5. Verbessere deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Es gibt mehr als genug gute Antworten auf die Frage “Warum sollte ich ein Auslandssemester einlegen?”. Aber keine davon zahlt sich auf lange Sicht so sehr aus wie deine verbesserten Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Einer Studie von IZA World of Labor zufolge erlangen Studierende über Auslandssemester am ehesten die Fähigkeiten und Erfahrungen, die Arbeitgeber suchen. Der Anteil der Studierenden, die eine direkte Verbindung zwischen ihrem Auslandsaufenthalt und ihrer erfolgreichen Jobsuche nach Abschluss des Studiums sehen, liegt zwischen 29 % und 54 %. Wer dann auch noch die Sprache des jeweiligen Landes beherrscht, kann verglichen mit Angestellten ohne Auslandserfahrung mit einem etwa 2-5 % höheren Gehalt rechnen (was allerdings stark unternehmens- und sprachabhängig ist).

6. Ebne dir den Weg ins Masterstudium

Dieser Punkt steht bei dir vielleicht noch nicht in naher Zukunft an, verdient aber trotzdem eine Erwähnung: Jede zusätzliche Qualifikation kann sich für dich auszahlen, wenn du dich für einen Master bewirbst. Auch für die Bewerbung auf eine Doktorandenstelle kannst du mit einem Auslandsstudium punkten. Masterstudienplätze sind nur begrenzt vorhanden, meist werden nur die Besten zugelassen. Häufig erfolgt die Vergabe über die Bachelornote, zum Teil auch über spezielle Eignungsprüfungen. Mit einem Auslandssemester während des Bachelors kannst du nicht nur deine Fremdsprachenkenntnisse vertiefen, sondern auch davon profitieren, dass du nicht an deine Heimatuni gebunden bist. Mit den Kompetenzen, die du an einer international renommierten Hochschule erwirbst, rückt das Masterstudium in greifbare Nähe. Denn ein Auslandsaufenthalt ist wie ein Zeugnis dieser Eigenschaften!

7. Spare Geld bei verschiedenen Dienstleistungen

Im Ausland studieren und im Ausland Geld sparen – internationalen Studierenden bieten sich eine ganze Reihe an Möglichkeiten, ihre Kosten zu senken und mehr für ihr Geld zu bekommen. Der Interrail-Pass ist ein länderübergreifendes Zugticket für europäische Staatsbürger (ein Eurail-Pass steht nicht-europäischen Staatsangehörigen zur Verfügung), mit dem du 33 verschiedene Länder mit dem Zug erkunden kannst. Wenn du unter 27 bist, erhältst du 25 % Rabatt auf den Ticketpreis. Ebenfalls interessant ist die International Student Identity Card (ISIC), ein internationaler Studentenausweis, mit dem du auf über 150.000 Produkte und Dienstleistungen einschließlich Unterkunft, Reisetickets, Elektronik und sportliche Aktivitäten Nachlässe erhältst. 

8. Entdecke neue Interessen

Hast du schon mal Pétanque in Paris gespielt oder in Barcelona gebouldert? Nicht? Ein Grund mehr, warum ein Auslandssemester deinen Horizont erweitern und dir Welten eröffnen kann, die du dir zu Hause nie hättest vorstellen können. Wenn du in einem anderen Land lebst, triffst du die verschiedensten Menschen mit vielseitigen Interessen. Sportliche und kulturelle Aktivitäten sind eine hervorragende Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen und Freundschaften zu knüpfen, und wer weiß – vielleicht entdeckst du dabei ja auch noch eine neue Leidenschaft oder die große Liebe! Und wenn es nicht so läuft, wie du es dir erhofft hast, dann hast du es wenigstens versucht.

9. Sieh dein Heimatland in einem neuen Licht

Bei der Frage nach den Gründen für ein Auslandssemester wird leicht übersehen, dass das Eintauchen in eine andere Kultur auch den Blick für deine eigene Kultur schärft – wie eine Art “umgekehrter Kulturschock”. Dinge wie Mahlzeiten, Begrüßungen oder die Art und Weise, wie du für den Bus anstehst – all das variiert zum Teil sehr stark zwischen den verschiedenen Ländern, Regionen oder Städten. Möglicherweise stellst du sogar fest, dass die “neuen“ Gepflogenheiten besser zu dir passen als die deiner Heimatkultur. Nach deiner Rückkehr änderst du vielleicht Teile deines alten Lebens, um das widerzuspiegeln, was du im Ausland kennengelernt hast. Oder du bist einfach nur froh, dass endlich wieder alles wie gewohnt läuft. So oder so wirst du deinen Horizont erweitern und so manches neu schätzen lernen.

10. Profitiere von geringeren Studiengebühren

An diesen Punkt sind einige Voraussetzungen geknüpft: Ob du von geringeren Studiengebühren profitieren kannst, hängt auch davon ab, ob du dein ganzes Studium im Ausland absolvieren möchtest und in welchem Land du studieren willst. Hier die durchschnittlichen Studiengebühren von einigen der besten Studienorte:

  • Frankreich: 170-620 € pro Jahr

  • Spanien: 750-2.500 € pro Jahr

  • Niederlande: 700-2.100 € pro Jahr

  • Portugal: 950-1.300 € pro Jahr

Der folgende Leitfaden hilft dir dabei, die passende finanzielle Unterstützung für ein Studium in Europa zu finden: [Link].


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Von N26

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