Trendanalyse einfach erklärt

Mit einer Trendanalyse kannst du Muster und Entwicklungen erkennen und bessere Investitionsentscheidungen treffen. Wie das funktioniert, erfährst du hier.
Lesezeit: 7 Min.
Die folgenden Aussagen stellen keine Anlageberatung oder sonstige Beratung zu Finanzdienstleistungen, Finanzinstrumenten, Finanzprodukten oder digitalen Vermögenswerten dar. Sie dienen dazu, allgemeine Informationen zu vermitteln. Die folgenden Aussagen stellen kein Angebot zum Abschluss eines Vertrags zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten und Finanzprodukten oder eine Einladung zur Einreichung eines solchen Angebots und zum Kauf oder Verkauf eines bestimmten digitalen Vermögenswertes dar. ETFs sind starken Wertschwankungen unterworfen. Ein Wertverlust oder ein vollständiger Verlust ist jederzeit möglich. Auch der Verlust des Zugriffs auf Daten und Passwörter kann zu einem vollständigen Verlust führen.
Hast du dich schon einmal gefragt, wie du zukünftige Kursentwicklungen vorhersagen und so bessere Entscheidungen treffen kannst? Oder wie du herausfindest, ob ein Markt, ein Aktienkurs oder ein Trend weiter steigen oder fallen wird? Hier kommt die Trendanalyse ins Spiel. Sie hilft dir, Muster zu erkennen, das Anlagerisiko zu minimieren und Chancen frühzeitig zu identifizieren. Es gibt verschiedene Trendanalyse-Methoden, die dir dabei helfen. Jede einzelne hat ihre Stärken – und hilft dir, dein Geld bestmöglich anzulegen.

Trendanalyse – was ist das? 

Egal ob Krypto, ETFs oder Aktien: Die Trendanalyse hilft dir, Muster und Entwicklungen zu erkennen und daraus Prognosen für die Zukunft abzuleiten. Dabei werden historische Daten ausgewertet, um langfristige, mittelfristige oder kurzfristige Trends zu identifizieren. In der Wirtschaft und im Finanzbereich ist diese Methode besonders wichtig. Unternehmen nutzen sie, um Marktchancen zu erkennen. InvestorInnen setzen sie ein, um Kursbewegungen vorherzusagen. Und Regierungen treffen auf Basis von Trendanalysen wirtschaftspolitische Entscheidungen. Ob bei Aktien, Konsumverhalten oder technologischen Innovationen – die Trendanalyse bietet dir vor allem eine strategische Entscheidungshilfe.Unser Tipp für den Einstieg: Wenn du zum ersten Mal investierst, lies auch unseren Leitfaden für Anfänger und erfahre, was du beim Investieren wissen solltest. 

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Trendanalyse – welche Methoden gibt es?

Möchtest du Trends identifizieren, hast du verschiedene Möglichkeiten, genau das zu tun. Die wichtigsten Arten der Trendanalyse sind die Zeitreihenanalyse und die Regressionsanalyse. Jede dieser Methoden hat ihre spezifischen Stärken, die wir uns jetzt etwas genauer ansehen werden. 

Zeitreihenanalyse

Die Zeitreihenanalyse untersucht, wie sich Daten über die Zeit hinweg verändern, und hilft dir so Muster, Trends und saisonale Schwankungen in einem Zeitraum zu erkennen. Sie wird oft genutzt, um zukünftige Entwicklungen für Finanzmärkte oder Verkaufszahlen vorherzusagen. Wenn du die Zeitreihenanalyse nutzt, behältst du die Entwicklung einer Variable über die Zeit im Blick. Dadurch ist sie besonders nützlich, wenn du Trends aus der Vergangenheit erkennen und daraus Prognosen für die Zukunft ableiten möchtest.

Regressionsanalyse

Im Unterschied zur Zeitreihenanalyse hilft dir die Regressionsanalyse dabei, Zusammenhänge zwischen verschiedenen Variablen herzustellen und zu verstehen, wie groß der Einfluss einer abhängigen Variable auf eine oder mehrere unabhängige Variablen ist. Diese Art der Trendanalyse wird zum Beispiel genutzt, um vorherzusagen, wie sich der Umsatz eines Unternehmens in Zusammenhang mit Werbeausgaben verändert. Nutzt du die Regressionsanalyse, suchst du aktiv nach Ursache-Wirkungs-Beziehungen und leitest daraus Prognosen für die Zukunft ab. 

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Im Finanzbereich gibt es verschiedene Arten von Trends, die die Marktentwicklung beeinflussen. Hier haben wir die wichtigsten für dich zusammengefasst. 
  • Aufwärtstrend oder Bullenmarkt: eine Phase, in der die Kurse steigen, oft begleitet von Optimismus und positiver wirtschaftlicher Entwicklung.
  • Abwärtstrend oder Bärenmarkt: eine Phase, in der die Kurse fallen, meist aufgrund von Unsicherheit oder negativen wirtschaftlichen Nachrichten.
  • Horizontaler Trend oder Seitwärtsbewegung: Die Kurse bleiben über einen längeren Zeitraum stabil und zeigen keine klare Richtung.
  • Kurz-, mittel- und langfristige Trends: Diese Unterscheidung bezieht sich darauf, wie lange ein Trend anhält – also kurzfristig über Tage und Wochen, mittelfristig über Monate und langfristig über Jahre.

Wie wird ein Trend berechnet?

Ein Trend wird in der Regel mithilfe statistischer Methoden wie der linearen Regression oder dem gleitenden Durchschnitt berechnet. Bei der linearen Regression wird eine Linie, die sogenannte Trendlinie, berechnet, die am besten zu den historischen Datenpunkten passt. Diese Linie zeigt die allgemeine Richtung des Trends, ob er steigend oder fallend ist. Der gleitende Durchschnitt hingegen glättet Schwankungen in den Daten, indem er den Durchschnitt von Werten über einen bestimmten Zeitraum berechnet, zum Beispiel über 30 Tage. So zeigt ein einfacher gleitender Durchschnitt die allgemeine Richtung des Trends, ohne dass kurzfristige Schwankungen das Ergebnis beeinflussen. Mit diesen Methoden lässt sich der Trendverlauf über die Zeit ermitteln, wodurch du zukünftige Bewegungen besser abschätzen kannst.

Wie mache ich eine Trendanalyse?

Du möchtest herausfinden, wie sich ein Investmentfonds oder eine Aktie entwickelt? Für eine erfolgreiche Trendanalyse musst du vor allem strukturiert vorgehen – also Daten sammeln, die passende Analysemethode wählen und die Ergebnisse präzise interpretieren. An folgenden Schritten kannst du dich orientieren:
  • Zielsetzung definieren: Bestimme zuerst, was du mit deiner Trendanalyse erreichen möchtest. Geht es darum, Markttrends zu erkennen oder die Entwicklung eines bestimmten Assets zu verstehen? Ein klares Ziel hilft dir, die richtigen Daten und Analysemethoden auszuwählen.
  • Daten sammeln: Relevante und zuverlässige Daten sind für eine Trendanalyse besonders wichtig. Das können beispielsweise historische Aktienkurse oder Wirtschaftsdaten sein.
  • Daten bereinigen und aufbereiten: Überprüfe die Daten auf Unregelmäßigkeiten wie fehlende Werte oder Ausreißer und bereinige diese gegebenenfalls. Organisiere die Daten in einem übersichtlichen Format, damit sie für die Analyse genutzt werden können.
  • Analysemethode wählen: Entscheide, welche Methode du für die Analyse verwenden möchtest, z. B. Zeitreihenanalyse oder Regressionsanalyse. Jede Methode eignet sich für unterschiedliche Fragestellungen und Datenarten.
  • Trend berechnen: Berechne den Trend anhand der ausgewählten Methode. Bei der Zeitreihenanalyse könnten gleitende Durchschnitte verwendet werden, um saisonale Schwankungen zu glätten. Bei der Regressionsanalyse wird eine Trendlinie berechnet, die die Beziehung zwischen Variablen darstellt.
  • Ergebnisse interpretieren: Interpretiere die Ergebnisse und identifiziere den Trend – ob er steigt, fällt oder sich seitwärts bewegt. Berücksichtige dabei auch saisonale Effekte oder andere Einflüsse, die den Trend beeinflussen können.
  • Prognose erstellen: Nutze die ermittelten Trends, um Prognosen für zukünftige Entwicklungen zu erstellen. Das kann dir helfen, das Marktverhalten besser zu verstehen und bessere Entscheidungen zu treffen. 
  • Optionen vergleichen: Schwankst du zwischen mehreren Optionen, kannst du zusätzlich eine Vergleichsanalyse bzw. vergleichende Analyse erstellen. Sie hilft dir, deine Entscheidung auf harte Fakten zu stützen.

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Anwendungsgebiete der Trendanalyse

Die Trendanalyse findet in vielen Bereichen Anwendung. Einige der wichtigsten Anwendungsgebiete sind:
  • Finanzmärkte und -produkte: Ob Anleihen, Währungen oder Aktienkurse, die Trendanalyse ist ein beliebtes Prognosetool im Finanzbereich. AnlegerInnen können so entscheiden, wann sie Assets kaufen, verkaufen oder halten sollten. Die Vorhersage von Trends kann dir helfen, Risiken zu minimieren und dein Portfolio sinnvoll umzuschichten.
  • Geschäftsstrategie und Entscheidungsfindung: Unternehmen setzen Trendanalysen ein, um zukünftige Marktentwicklungen und das Verhalten der Konkurrenz besser zu verstehen. Das unterstützt die strategische Planung und hilft, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erkennen, Produkte oder Dienstleistungen zu optimieren und kluge Entscheidungen für die Zukunft zu fällen.
  • Marketing und Verbraucherverhalten: Die Trendanalyse wird auch im Marketing eingesetzt, z. B. um Veränderungen im Konsumverhalten zu identifizieren, Zielgruppen besser zu verstehen und eine erfolgsversprechende Marketingstrategie zu entwickeln. 
  • Wirtschaftsprognose: Regierungen und Wirtschaftsinstitute nutzen Trendanalyse-Methoden, um zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen vorherzusagen. Die Maßnahmenplanung, Wachstumsprognosen und die Vorhersage von Beschäftigungs- oder Inflationsraten sind mögliche Einsatzgebiete.

Werkzeuge und Techniken für die Trendanalyse

Die richtigen Werkzeuge und Techniken sind für eine Trendanalyse entscheidend und dein Schlüssel, um Trends zu erkennen und daraus wertvolle Erkenntnisse für dich abzuleiten:
  • Technische Analyseindikatoren: Diese Indikatoren, wie gleitende Durchschnitte, der Relative Strength Index (RSI) oder Bollinger Bänder, werden häufig im Finanzbereich genutzt, um Markttrends zu erkennen und zukünftige Kursbewegungen zu prognostizieren. 
  • Software zur Datenvisualisierung: Tools wie Excel, Tableau oder Power BI können Daten in anschauliche Grafiken und Diagramme umwandeln. 

Einschränkungen und Überlegungen

Bei der Durchführung einer Trendanalyse solltest du immer im Hinterkopf behalten, dass es nicht nur auf die Ergebnisse ankommt, sondern auch auf die Faktoren, die sie beeinflussen können. Denn selbst die beste Analyse kann durch bestimmte Einschränkungen verzerrt werden. Bevor du also vorschnelle Schlüsse ziehst, lohnt es sich, einen Blick auf die folgenden Aspekte zu werfen:
  • Datenqualität und -zuverlässigkeit: Die Genauigkeit einer Trendanalyse hängt stark von der Qualität der verwendeten Daten ab. Fehlen relevante Daten, sind sie fehlerhaft oder unvollständig, kann dies zu verzerrten Ergebnissen führen. Daher ist es wichtig, sicherzustellen, dass deine Daten zuverlässig, aktuell und umfassend sind.
  • Externe Faktoren, die Trends beeinflussen: Egal, ob du für eine einzelne Aktie oder den gesamten DAX Trendanalysen machst – bedenke, dass Entwicklungen durch unvorhersehbare externe Faktoren – z. B. politische Veränderungen, Naturkatastrophen oder wirtschaftliche Krisen – beeinflusst werden können. Solche Ereignisse sind schwer vorherzusehen und können die Ergebnisse einer Trendanalyse erheblich verzerren.
  • Potenzial für Fehlinterpretationen: Eine falsche Analyse oder die Nichtbeachtung bestimmter Einflussfaktoren kann zu Fehlinterpretationen führen. Du solltest dir also stets darüber bewusst sein, dass Trends nicht immer linear verlaufen.

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Häufig gestellte Fragen


    Trendanalyse ist eine spezielle Form der Datenanalyse, bei der es darum geht, Veränderungen über die Zeit zu erkennen, zu verstehen und zu interpretieren. Während andere Datenanalysen oft auf Momentaufnahmen, Verteilungen oder Zusammenhänge fokussiert sind, geht es bei der Trendanalyse vor allem um Richtung, Dynamik und Entwicklung.

    Trendanalyse kann extrem aufschlussreich sein – aber nur, wenn man sie sauber durchführt. Wer Trends falsch interpretiert, sich von Ausreißern blenden lässt oder den Kontext ignoriert, läuft schnell Gefahr, falsche Entscheidungen zu treffen.

    Die optimale Häufigkeit hängt davon ab, was du analysierst, wie dynamisch dein Umfeld ist und welche Entscheidungen du treffen willst. Es gibt also keine Einheitsantwort – aber klare Empfehlungen je nach Anwendungsbereich: Je dynamischer dein Umfeld und je kurzfristiger dein Ziel, desto häufiger solltest du analysieren. Aber: Nicht überanalysieren! – Wer zu oft schaut, sieht oft nur Zufallsrauschen statt echte Trends.

    Ja, Trendanalyse kann auch auf qualitative Daten angewendet werden – sie sieht dann nur etwas anders aus. Während klassische Trendanalysen oft auf Zahlen (quantitativen Daten) basieren, lassen sich auch Themen, Meinungen, Stimmungen oder Begriffe über die Zeit hinweg analysieren.



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