SEPA-Überweisungen leicht gemacht – alles, was du wissen musst

Mit SEPA-Überweisungen überweist du dein Geld in der ganzen Eurozone schnell, einfach und sicher. Finde heraus, welche der drei Arten von SEPA-Überweisungen am besten zu deinen Bedürfnissen passen.

Lesezeit: 5 Min.

Du wirst den Begriff SEPA-Überweisung sicher schon einmal gehört haben, aber um was geht's da eigentlich genau? Im Wesentlichen sind SEPA-Überweisungen dazu da, innerhalb der EU mühelos Geld zu überweisen. Sie sind eine der schnellsten, billigsten und sichersten Möglichkeiten, dein Geld von einem Land der Eurozone in ein anderes zu bewegen.

Du bist gespannt, welche Art der SEPA-Überweisung deinen Bedürfnissen am besten entspricht? Hier erfährst du’s!

Was ist eine SEPA-Banküberweisung?

Die SEPA („Single Euro Payments Area“, einheitlicher europäischer Zahlungsraum) ist ein gesamteuropäisches Netzwerk, in dem du zwischen verschiedenen Konten grenzüberschreitend Geld senden und empfangen kannst. SEPA macht das Versenden von Geld in der Eurozone so einfach wie eine übliche Inlandsüberweisung.

Welche Länder nehmen am SEPA-Verfahren teil?

Aktuell gibt es 36 SEPA-Mitgliedstaaten:

  • 27 davon sind Länder der Europäischen Union (z. B. Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien).

  • Vier Länder gehören zur Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA): Liechtenstein, Norwegen, Island und die Schweiz.

  • Dazu kommen noch vier Kleinstaaten mit besonderen Währungsvereinbarungen mit der EU (Vatikanstadt, San Marino, Monaco, Andorra).

  • Großbritannien zählt weiterhin zu den SEPA-Ländern, obwohl es gerade dabei ist, die EU zu verlassen. Daran dürfte sich auch nach dem Brexit nichts ändern.

Wie funktioniert eine SEPA-Banküberweisung?

Es gibt drei Arten von SEPA-Banküberweisungen, die drei verschiedene Dienstleistungen anbieten: die SEPA-Standardüberweisung, die SEPA-Echtzeitüberweisung und das SEPA-Lastschriftverfahren.

SEPA-Standardüberweisung

Um Geld von einem Konto zum anderen zu senden, greift die SEPA-Standardüberweisung auf die IBAN („International Bank Account Number“, internationale Bankkontonummer) und gelegentlich den BIC („Business Identifier Code“, Geschäftskennzeichen) des Senders sowie des Empfängers zurück. Diese Art der Überweisung wird gewöhnlich für einmalige Überweisungen verwendet. Sobald sie autorisiert ist, erhält der Empfänger das Geld normalerweise gleich am Tag nach der Zahlung.

Angenommen, du möchtest einem Freund in Frankreich von deinem deutschen Bankkonto 500 € überweisen. Da sich beide Länder in der SEPA-Zone befinden, würde eine SEPA-Standardüberweisung in diesem Fall genauso wie eine Inlandsüberweisung funktionieren. Zuerst nimmt deine deutsche Bank 500 € von deinem Bankkonto. Dann wird das richtige Empfängerkonto mithilfe der IBAN (und falls nötig des BIC) ausfindig gemacht, und die französische Bank deines Freundes hinterlegt die 500 € auf seinem Konto. Und das alles innerhalb eines Geschäftstags!

SEPA-Echtzeitüberweisung

Die SEPA-Echtzeitüberweisung – auch SEPA Instant Payment genannt – wurde im November 2017 eingeführt. Getreu ihrem Namen dreht sich bei der SEPA-Echtzeitüberweisung alles um Geschwindigkeit. Sobald der Sender eine solche Überweisung bestätigt, kann das Geld in weniger als 10 Sekunden auf dem Empfängerkonto zur Verfügung stehen. Das liegt daran, dass die SEPA-Echtzeitüberweisung direkt von der Bank des Absenders zur Bank des Empfängers geleitet wird, ohne dass irgendwelche Vermittler in den Prozess eingebunden sind. SEPA-Echtzeitüberweisungen sind außerdem rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr verfügbar – im Gegensatz zu anderen Banking-Verfahren, die am Wochenende oder an Feiertagen auch mal länger dauern können.

Um die SEPA-Echtzeitüberweisung nutzen zu können, müssen allerdings sowohl die Bank des Senders als auch die Bank des Empfängers an dem Verfahren teilnehmen. Bevor du also eine SEPA-Echtzeitüberweisung abschickst, solltest du erst einmal überprüfen, ob dein Bankkonto und das deines Freundes überhaupt SEPA-Echtzeitüberweisungen unterstützen.

SEPA-Lastschriftverfahren

Im Gegensatz zur SEPA-Standardüberweisung und zur SEPA-Echtzeitüberweisung wird das SEPA-Lastschriftverfahren häufig für wiederkehrende Zahlungen verwendet. Wiederkehrende Zahlungen können zum Beispiel die Miete, Internet- oder Stromrechnungen oder regelmäßige Kreditrückzahlungen sein.

Ähnlich wie die anderen SEPA-Überweisungen arbeitet auch das SEPA-Lastschriftverfahren mit der IBAN – und gelegentlich dem BIC – der Bankkonten von Sender und Empfänger. Der Unterschied ist dabei, dass der Empfänger des Geldes die Überweisung vom Sender anfordert.

Zuerst muss der Empfänger, der das Geld erhalten soll, eine Anfrage an den Sender senden, damit das Geld vom Konto des Senders abgebucht (d. h. “eingezogen”) werden kann. Bevor Geld überwiesen werden kann, muss der Sender ein “Lastschriftmandat” unterzeichnen, d. h. einen Vertrag, der es dem Empfänger des Geldes erlaubt, wiederholt Geld vom Konto des Senders abzuheben. Das kann besonders dann nützlich sein, wenn du deine Rechnungsbeträge lieber jeden Monat automatisch von deinem Konto abbuchen lassen möchtest. Dann musst du nicht jedes Mal selbst daran denken, die Rechnung pünktlich zu bezahlen.

Das SEPA-Lastschriftverfahren gliedert sich in zwei Arten:

  • Die SEPA-Basislastschrift steht Privatpersonen offen und muss von allen am SEPA-Verfahren teilnehmenden Banken angeboten werden.

  • Die SEPA-Firmenlastschrift ist Unternehmen vorbehalten. Banken können sich dafür entscheiden, sie ihren Kunden anzubieten – müssen es aber nicht.

Wie lange dauert eine SEPA-Überweisung?

Wie lange es dauert, bis eine SEPA-Überweisung abgeschlossen ist, hängt davon ab, welche Art von SEPA-Überweisung du wählst.

  • SEPA-Standardüberweisungen dauern in der Regel einen Geschäftstag.

  • SEPA-Echtzeitüberweisungen brauchen weniger als zehn Sekunden.

  • SEPA-Basislastschriften dauern mindestens zwei Geschäftstage.

  • SEPA-Firmenlastschriften dauern mindestens drei Geschäftstage.

Gibt es spezielle Gebühren für SEPA-Überweisungen?

Im Allgemeinen kosten SEPA-Überweisungen genauso viel wie lokale Inlandsüberweisungen, d. h. sie sind in der Regel gebührenfrei. Ein paar wenige Banken können dir jedoch eine Gebühr für SEPA-Überweisungen berechnen – nämlich dann, wenn sie auch für lokale Überweisungen innerhalb desselben Landes eine Gebühr erheben. Je nach Bank geht die Gebühr für die SEPA-Überweisung ganz zu Lasten des Empfängers, oder sie wird zwischen Empfänger und Sender geteilt. Man spricht bei dieser Zahlungsmethode von “geteilten Kosten” oder SHA (“SHAred costs”).

Wenn mehrere Währungen im Spiel sind, kann eine zusätzliche Umtauschgebühr anfallen. Wenn du zum Beispiel Geld aus Deutschland nach Großbritannien sendest, müssen deine Euro in Britische Pfund umgerechnet werden. Manche Banken erheben deshalb zusätzliche Gebühren. Erkundige dich also bei deiner Bank, bevor du eine SEPA-Überweisung aus einer anderen Währung erhältst.

Welche Limits gibt es für SEPA-Überweisungen?

Das Überweisungslimit – anders gesagt, der maximale Geldbetrag, den du auf einmal überweisen kannst – hängt davon ab, welche Art von SEPA-Überweisung du wählst.

  • Für SEPA-Standardüberweisungen gilt ein maximales Limit von 999.999.999,99 € (d. h. ein Cent weniger als eine Milliarde Euro).

  • Für eine einzelne SEPA-Echtzeitüberweisung gilt eine Höchstgrenze von 100.000 €.

  • Bei SEPA-Lastschriften gibt es keinen Höchstbetrag. Sender und Empfänger können den Betrag frei bestimmen.


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Von N26

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