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Die Banking Basics: Dein Leitfaden für Begriffe zum Thema EU-Banking

Manchmal steht sich Banking selbst im Weg. Es soll dir das Leben erleichtern, aber allzu oft ist es etwas zu ... komplex. Undurchschaubar. Unverständlich.

Und all die Abkürzungen machen es nicht wirklich besser: SEPA, IBAN, SWIFT, BIC. Wenn du nicht weißt, was diese Begriffe bedeuten, fühlst du dich vielleicht manchmal überfordert.

Doch keine Sorge – wenn du dich einmal damit auseinandersetzt, ist das Ganze gar nicht so schwer zu verstehen. Unser Leitfaden erklärt dir alle wichtigen Abkürzungen für Banking in Europa.

IBAN

Was ist eine IBAN?

Die IBAN ist eine Internationale Bankkontonummer. Sie erleichtert es dir, grenzüberschreitend Geld zu überweisen. Es handelt sich um ein standardisiertes internationales System. Ursprünglich war das System nur für Länder der Europäischen Union vorgesehen, aber heute nutzen es auch Nicht-EU-Staaten wie Brasilien und Katar.

Wenn du ein Bankkonto in einem EU-Land hast, bekommst du automatisch auch eine IBAN – egal, ob du sie nutzt oder nicht. Sie besteht aus bis zu 34 Zeichen, wobei die Länge je nach Land etwas variiert. Die ersten zwei Zeichen sind Buchstaben und stehen für das Heimatland der Bank. Die nächsten zwei Zeichen sind Prüfnummern, die zur Kontrolle dienen, und schließlich folgt eine Reihe an Zahlen, die deine Bank und das konkrete Konto definieren. Diese Zahlen sind sehr wahrscheinlich dieselben, die du auch für das inländische Banking verwendest: nämlich die Bankleitzahl und die Kontonummer.

Ein Beispiel: Bei N26 Konten beginnen alle IBANs mit DE, da wir in Deutschland ansässig sind. Nach den zwei Prüfnummern folgt bei allen IBANs die N26 Bankleitzahl: 10011001. Und am Ende steht deine zehnstellige Kontonummer.

Wie findest du deine IBAN?

In einigen Ländern, beispielsweise in Deutschland, werden die IBAN-Nummern in der Regel auf der Bankkarte vermerkt. Wenn das nicht der Fall ist – etwa im Vereinigten Königreich –, findest du deine IBAN auf deinen Kontoauszügen. Außerdem kannst du deine IBAN auch im Online Banking herausfinden. Als N26 Kunde findest du sie unter Mein Konto in der mobilen App.

SWIFT und BIC

Was ist ein BIC?

BIC steht für Bank Identifier Code (oder offiziell: Business Identifier Code, also Geschäftskennzeichen). Im Unterschied zur IBAN ist dieser Code deiner Bank und nicht dir persönlich zugewiesen.

BICs sind entweder acht oder elf Zeichen lang. Die Zeichen stehen für die Bank, das Land und den Ort innerhalb des Landes. Bei einem BIC mit elf Zeichen stehen die letzten drei Zeichen für die entsprechende Bankfiliale.

Was ist ein SWIFT-Code?

Die Abkürzung SWIFT steht für die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Sie erleichtert internationale Überweisungen zwischen Bankinstituten. Über das „SWIFT-Netzwerk“ werden die meisten internationalen Überweisungen (außerhalb Europas) getätigt.

SWIFT ist dafür zuständig, BICs (Bank Identifier Codes, also Bankkennzeichen) zu registrieren. Deshalb werden SWIFT und BIC häufig gemeinsam aufgeführt.

Sind SWIFT und BIC dasselbe?

Ja, sind sie. Häufig werden sie als SWIFT/BIC, SWIFT-BIC, BIC/SWIFT oder Ähnliches angegeben. „SWIFT“ bezieht sich auf die Organisation, die diese Codes reguliert, wohingegen „BIC“ sich auf den Code selbst bezieht. In der Praxis bedeuten sie jedoch meistens dasselbe.

Wie finde ich meinen SWIFT-/BIC-Code?

Deinen BIC findest du normalerweise dort, wo auch deine IBAN steht: auf deiner Bankkarte oder auf deinem Kontoauszug. Der BIC/SWIFT-Code von N26 ist auf deinen Kontoauszügen und unter Mein Konto in der mobilen App oder Web-App vermerkt.

SEPA

Was ist SEPA?

SEPA steht für Single Euro Payments Area und meint den Europäischen Zahlungsraum. Länder innerhalb des SEPA-Raums können sich gegenseitig über ein einziges System Geld überweisen, das effizienter ist als das weltweite SWIFT-Netzwerk. Das Ziel besteht darin, Zahlungen innerhalb des SEPA-Raums so einfach wie inländische Zahlungen zu gestalten.

Welche Länder sind Teil des SEPA-Raums?

Alle Länder der Europäischen Union gehören zum SEPA-Raum, unabhängig von ihrer Währung. Darüber hinaus sind Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz, Andorra, Monaco und San Marino ebenfalls Teil des SEPA-Raums.

Da das Vereinigte Königreich derzeit noch ein EU-Mitgliedstaat ist, zählt es zum SEPA-Raum.

Was ist eine SEPA-Überweisung?

Eine SEPA-Überweisung ist eine Überweisung, die innerhalb des SEPA-Raums getätigt wird. Sie unterliegt zunächst dem SEPA- und nicht dem SWIFT-System, wodurch transparente Gebühren und zeitnaher Zahlungseingang gewährleistet werden sollen.

Um eine SEPA-Überweisung auszuführen, benötigst du den Namen des Empfängers und dessen IBAN. Es könnte sein, dass du auch den BIC angeben musst.

Wie lange dauert eine bis SEPA-Überweisungen?

SEPA-Überweisungen werden relativ schnell durchgeführt, können jedoch etwas länger dauern, wenn Währungsumrechnungen vorgenommen werden müssen. In der Regel führt N26 SEPA-Überweisungen in Euro innerhalb von einem Bankgeschäftstag durch.

Sind SEPA-Zahlungen kostenlos?

Es kommt darauf an. Banken können für Euro-Überweisungen Gebühren erheben, solange sie bei allen Ländern des Euroraums die gleiche Gebühr für Überweisungen verlangen (und das beinhaltet auch Inlandsüberweisungen). N26 veranschlagt keine Gebühren für SEPA-Zahlungen in Euro. Da das aber bei anderen Banken der Fall sein könnte, solltest du dich vorher immer informieren.

Für Währungsumrechnungen könnten ebenfalls Gebühren anfallen. Wenn du beispielsweise Geld aus dem Vereinigten Königreich in ein Land der Eurozone überweist, musst du eventuell eine Gebühr für die Umrechnung von Pfund in Euro bezahlen.

Um sicherzustellen, dass der Empfänger nach Abzug der Gebühren den korrekten Betrag erhält, solltest du dich über mögliche Gebühren deiner Bank immer vorher informieren.

Unkompliziertes Banking

Abkürzungen wie IBAN, SWIFT, BIC und SEPA mögen im ersten Moment wie Buchstabensalat klingen, aber sie sollen dir das Leben erleichtern und internationales Banking viel einheitlicher gestalten, wovon wir alle profitieren.

Wir versuchen, Banking zu vereinfachen. Freue dich auf weitere Artikel, die die Grundlagen des Bankings leicht verständlich erklären – denn häufig ist es viel einfacher, als du auf den ersten Blick denkst.

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