Eine Pflanze, Sofa, Kommode und Lampe vor einer weißen Wand.

Mietbetrug: Schütze dich vor Betrug bei der Wohnungssuche

Auf der Suche nach einer neuen Wohnung? Dann ist Vorsicht geboten, denn Betrüger haben es auf dein Geld und deine Daten abgesehen. Lies weiter und erfahre, wie du dich gegen Mietbetrug schützt.

Lesezeit: 6 Min.

Möblierte 2 Zimmerwohnung mit Balkon in zentraler Lage und renoviert für 390 € warm. Falls du auch schon einmal auf ein ähnliches Wohnungsinserat gestoßen bist, das einfach zu perfekt zu sein scheint, bist du nicht alleine. Wohnungsanzeigen wie diese finden sich heute immer öfter auf verschiedenen Online-Plattformen und ein häufiger Ersteindruck ist hier: “Da kann doch was nicht stimmen”. Und da liegt unser Bauchgefühl oftmals richtig, denn es handelt sich in vielen Fällen um Wohnungsbetrug. Doch welche Maschen wenden Betrüger an, um Mietbetrug an Wohnungssuchenden zu begehen? Und wie kannst du dich vor Betrug bei der Wohnungssuche schützen? In unserem Ratgeber findest du es heraus. 

Was ist Mietbetrug?

Wenn wir von Mietbetrug sprechen, meinen wir Betrug bei der Wohnungssuche. Die Betrüger sind vermeintliche MaklerInnen, EigentümerInnen oder Hausverwaltungen, die auf Immobilienplattformen oder in Kleinanzeigen Wohnungsinserate schalten. Die Kriminellen haben es häufig auf dein Geld oder auch deine persönlichen Daten abgesehen – in manchen Fällen sind sie auf das Geld oder die Daten Dritter aus. Um an ihr Ziel zu kommen, geben sie sich als WohnungseigentümerInnen, MaklerInnen oder sogar die Immobilienplattform selbst aus und nutzen die unterschiedlichsten Betrugsmaschen. Auf die häufigsten Methoden gehen wir nun erstmal ein.

1. Falsche VermieterInnen

Bei der wohl gängigsten Betrugsmasche geben sich Cyberkriminelle als VermieterInnen aus. Sie erstellen Fake-Inserate mit Fotos, die sie aus anderen echten Anzeigen kopieren. Wenn die Interessenten sich melden, senden die Betrüger eine Nachricht, die meist auf Englisch oder in fehlerhaftem Deutsch verfasst ist – denn sie geben meist vor, im Ausland zu leben. Eine Besichtigung ist somit in der Regel nicht möglich, aber sie versichern den Interessenten, dass sie ihnen den Mietvertrag und die Schlüssel zusenden, sobald sie die Kaution und erste Monatsmiete erhalten haben. Wenn die Opfer dann das Geld gutgläubig überweisen, bricht der Kontakt zu den Fake-VermieterInnen vollständig ab und sie stehen ohne Wohnung und ohne Geld da. 

2. Falsche MaklerInnen

Anders als bei den Fake-VermieterInnen bieten falsche MaklerInnen eine tatsächlich existierende Wohnung an. Die Betrüger mieten zuerst eine Ferienwohnung an, machen schöne Fotos davon und erstellen dann eine Anzeige auf einer Wohnungsbörse. Die Interessenten laden sie dann zu Wohnungsbesichtigungen ein. Im Anschluss schicken die Fake-MaklerInnen den Suchenden dann per E-Mail eine Zusage für die Wohnung, zu der sie meistens schnell eine Antwort und die Mietkaution oder andere Zahlungen benötigen. Wenn die Interessenten dann voller Vorfreude selbst zusagen und das Geld überweisen, wurden sie bereits Opfer dieser Masche. Denn das Geld, die Wohnung und die Fake-MaklerInnen sehen sie sehr wahrscheinlich nie wieder.

3. Datendiebstahl

In den beiden oberen Fällen von Wohnungsbetrug haben es die Betrüger auf das Geld der Opfer abgesehen, doch hier geht es ihnen vorwiegend um ihre persönlichen Daten. Sie erstellen wie bei den Fake-VermieterInnen Wohnungsinserate aus kopierten Bildern und erfundenen Angaben, um die BewerberInnen dann um die Zusendung ihrer persönlichen Daten zu bitten. So erhalten sie oft ohne große Mühe abfotografierte Ausweise, Kontodaten, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Arbeitsverträge und weitere sensible Daten. Sobald die Interessenten ihnen die gewünschten Daten gesendet haben, bricht die Kommunikation ab. Die Betrüger nutzen die Daten dann für weitere Betrugsdelikte im Internet oder offline – in manchen Fällen bestehlen sie mit ihnen auch die WohnungsbewerberInnen.

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So erkennst du betrügerische Wohnungsinserate

Eine Faustregel, an die du dich stets halten solltest, lautet: Falls es zu gut ist, um wahr zu sein, ist es wahrscheinlich nicht wahr. Doch neben dieser wichtigen Formel gibt es noch einige Merkmale, die für dich als Wohnungssuchenden zumindest ein Warnsignal für möglichen Mietbetrug sein sollten. Hier sind einige der Merkmale, auf die du definitiv achten solltest:

  • Bilder sind zu perfekt: Wenn die Bilder in der Anzeige zu perfekt aussehen und statt an eine möblierte Wohnung zur Miete eher an ein elegantes und hochpreisiges City-Hotel erinnern, sollten die Alarmglocken losgehen – denn die Bilder wurden wahrscheinlich von einem Prospekt oder Inserat kopiert. Nutze die umgekehrte Bildersuche von Google, um kopierte Bilder aufzuspüren.
  • Bilder passen nicht zusammen: Du siehst in der Anzeige 3 Schlafzimmer, jedoch sind es laut dem hochgeladenen Grundriss nur 2? Oder die Einzimmerwohnung hat laut den Bildern komischerweise 2 Küchen? Wenn du feststellst, dass die Bilder nicht wirklich zusammenpassen, ist Vorsicht geboten.
  • Angebot ist zu perfekt: Die aufgerufene Miete ist sehr günstig, die Lage perfekt und die Wohnung top ausgestattet? Wenn du dir vor Vorfreude denkst, dass dein Fund zu gut ist, um wahr zu sein, ist er das sehr wahrscheinlich auch – und ist kein Glücksfall, sondern eher Wohnungsbetrug. 
  • Beschreibung mit vielen Fehlern: Betrüger machen sich häufig nicht die Mühe, eine Beschreibung auf Fehler zu prüfen – anders als ehrliche Wohnungsanbietende. Wenn sie selbst kein Deutsch sprechen, erstellen sie die Texte manchmal sogar einfach mit Online-Übersetzern wie Google Translate. Achte daher sowohl auf inhaltliche als auch formale Fehler.
  • Besichtigung nicht möglich: Oft geben Betrüger vor, nicht persönlich anwesend zu sein und somit auch keine Besichtigung ermöglichen zu können.
  • Bezahlung nur vorab: Falls du die Kaution, die erste Miete oder z. B. Geld für die Zusendung der Wohnungsschlüssel per Vorkasse überweisen sollst, ist das ein Anzeichen für Mietbetrug. 
  • Zusendung von persönlichen Daten: Solltest du von MaklerInnen vorab um Zusendung von Ausweiskopien, Arbeitgeberdaten oder von anderen sensiblen Daten gebeten werden, musst du dich in Acht nehmen. Denn es kann sich um einen versuchten Datendiebstahl handeln.
  • Auffällige Kontakt- und Kontodaten: Die E-Mail-Adresse der Anbietenden ist dir suspekt, z. B. weil sie eine ausländische Domainendung hat? Oder du wirst gebeten, die Kaution über einen internationalen Zahlungsdienst vorab zu überweisen? Dann ist Vorsicht geboten, denn hier kann es sich um Kautionsbetrug handeln.
  • Zeitdruck: Wenn dir MaklerInnen nach der Zusage Druck machen und womöglich noch wollen, dass du die Kaution am gleichen Tag überweist oder in bar bezahlst, solltest du auf der Hut sein.
  • Kommunikationssprache ist unklar: Mal erhältst du eine Nachricht auf Deutsch, dann eine Antwort auf Englisch – ein häufiger Wechsel der Kommunikationssprache kann ein Indiz für Mietbetrug sein.

Wie du Mietbetrug und auffällige Inserate melden kannst

Wenn du ein auffälliges Wohnungsinserat entdeckt hast oder glaubst, selbst Opfer von Mietbetrug oder Datenklau geworden zu sein, solltest du das Inserat bzw. den Betrugsfall umgehend melden. Wohnungsanzeigen, die dir suspekt vorkommen, kannst du direkt auf der Wohnungsplattform melden – viele bieten hierfür eine Meldefunktion direkt auf den Seiten der Inserate an. Falls du womöglich selbst von Mietbetrug betroffen bist, solltest du dich umgehend mit der Polizei in Verbindung setzen und den Plattformanbieter über den Fall informieren. Wenn du die Zahlung per Kredit- oder Debitkarte bzw. per Lastschrift getätigt hast, solltest du schnellstmöglich deine Bank kontaktieren. Diese kann dir womöglich dein Geld über das Chargeback-Verfahren zurückholen.

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Auf unserem Blog bieten wir dir außerdem viele hilfreiche Ratgeber rund ums Thema Sicherheit und Schutz vor Betrügern. Entdecke, wie du dich vor Online-Scams schützen kannst, was sicheres mobiles Banking ausmacht und auf was du bei Phishing-Angriffen achten solltest. 

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