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Kann ich einen Schufa-Eintrag löschen?

Du hast negative Schufa-Einträge und fragst dich, ob du diese löschen lassen kannst? Wir erklären dir, wie du deinen Score herausfindest und was bei einer schlechten Bewertung zu tun ist.

Lesezeit: 3 Min.

Ob für die neue Wohnung oder einen Kredit – der Begriff ist dir wahrscheinlich schon das ein oder andere Mal im Leben begegnet. Wenn du bisher immer alle deine Rechnungen rechtzeitig gezahlt hast, kannst du eigentlich ganz entspannt sein. Es gibt jedoch auch Faktoren, hierzu zählt z. B. das Eröffnen mehrerer Girokonten, die sich auf deine Schufa auswirken können. Wir zeigen dir, wie du deinen Score herausfinden kannst, was bei negativen Bewertungen zu tun ist und ob du Schufa-Einträge auch löschen lassen kannst.

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Wie erfahre ich überhaupt meinen Schufa-Score und was bedeutet er?

Deinen Schufa-Score kannst du direkt über die Webseite der Schufa beantragen. Damit du dann aber auch diesen und weitere Werte der Schufa richtig interpretieren kannst, erklären wir dir vorab den Unterschied zu deinem Basisscore und dem Schufa-Orientierungswert. 

Der Basisscore

Generell geben die Score-Werte der Schufa an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Zahlungsverpflichtungen in der Zukunft erfüllt werden. Mit dem sogenannten erfolgt eine branchenunabhängige Einschätzung deiner Bonität. Dieser wird zum Beispiel ausgestellt, wenn du eine Kopie der personenbezogenen Daten (nach Art. 15 DS-GVO) beantragst. Hierbei wird über eine Prozentangabe deine Erfüllungswahrscheinlichkeit dargestellt – also eine Einschätzung dazu, wie wahrscheinlich es ist, dass du die Zahlungen vertragsgemäß leistest. Diese Prozentangabe wird immer quartalsweise neu berechnet – wobei 100 einer optimalen Bonität entspricht.

Der Schufa-Orientierungswert

Neben dem Basisscore gibt es noch den . Dieser zeigt, wie hoch deine Bonität ist. Er wird zum Zeitpunkt der Erstellung der Schufa-Bonitätsauskunft berechnet. 

Dieser Wert liegt zwischen 100 und 600. Je niedriger er ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du deine Zahlungsverpflichtungen erfüllen wirst. Das geringste Risiko, dass du zahlungsunfähig wirst, besteht somit bei einem Wert von 100. Das höchste Risiko wird dir bei 600 Punkten zugeordnet. Die Höhe des Risikos hängt davon ab, wie häufig Zahlungen in deiner Vergleichsgruppe, also Personen mit ähnlichen Datenbestand, in der Vergangenheit ausgefallen sind. 

Hier siehst du, was die jeweiligen Zahlen im Detail bedeuten: 

  • 100-190: Es liegen keine Informationen zu Zahlungsstörungen über dich vor. Somit hast du ein geringes Risiko für Zahlungsschwierigkeiten. 
  • 200-299: Auch hier liegen keine Informationen zu Zahlungsstörungen vor, jedoch hast du ein leicht erhöhtes Risiko für Zahlungsschwierigkeiten. 
  • 300-499: Hier liegen auch keine Informationen zu Zahlungsstörungen vor, jedoch wird dein Risiko für Zahlungsschwierigkeiten als stark erhöht bewertet. 
  • 500: Hier liegen Informationen zu Zahlungsstörungen vor. 
  • 600: Hier liegen Informationen aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen vor, z. B. bei einem Insolvenzverfahren. 

Der Schufa-Orientierungswert wird aus dem gewichteten Mittelwert des Schufa-Branchenscores erstellt. Die Schufa hat für verschiedene Branchen unterschiedliche Scoringmodelle entwickelt. Hierbei wurde berücksichtigt, dass deine Zahlungswahrscheinlichkeit beim Kauf eines Autos anders sein kann, als bei dem Kauf auf Rechnung im Versandhandel. Angeschaut werden hierbei z. B. der Bankenscore oder der Versandhandel/eCommercescore. Der Wert reicht hierbei von 9999 (Ratingstufe A, hier besteht das geringste Risiko für einen Zahlungsausfall) bis 0 (Ratingstufe P, höchstes Risiko für einen Zahlungsausfall). 

Kann ich einen Schufa-Eintrag löschen?

Dein Antrag auf den Dispo wurde abgelehnt oder der ausgewählte Handyvertrag kann nicht abgeschlossen werden? Es könnte somit sehr gut der Fall sein, dass gespeichert sind. Was du als Erstes tun solltest: Beantrage deine kostenlose Selbstauskunft bei der Schufa und überprüfe die Daten, die über dich gespeichert wurden. Wenn du merkst, dass etwas falsch abgespeichert wurde, hast du Anspruch darauf, dass dies korrigiert wird. In der Zeit, in der die Angaben überprüft werden, müssen diese Einträge von der Schufa gesperrt werden. Dies ist aber auch die einzige Option, die einer “Löschung” deiner Einträge nahe kommt. Du kannst negative Schufa-Einträge nicht einfach löschen, sondern nur korrigieren lassen. 3 Jahre nach Erledigung werden sie dann automatisch gelöscht.

Was du jedoch langfristig tun kannst, ist, deine Bonität zu verbessern. Hierzu gehört beispielsweise, dass du deinen Dispokredit nicht so häufig überziehst und deine Ausgaben nicht höher sind als deine monatlichen Einnahmen. Vielleicht macht es für dich dann auch Sinn, ein paar deiner


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Was ist ein guter Schufa-Score?

Bei dem Schufa-Score steht ein Wert von 100 für eine optimale Bonität. Bei dem Schufa-Orientierungswert ist ein guter Wert zwischen 100 und 199 – hier liegen keine Informationen zu Zahlungsstörungen über dich vor. Somit hast du ein geringes Risiko für Zahlungsschwierigkeiten.

Wann werden Schufa-Einträge gelöscht?

Du hast einen negativen Eintrag, weil du z. B. eine Rechnung nicht gezahlt hast oder ein Mahnbescheid bei Gericht beantragt wurde? Diese werden in der Regel automatisch 3 Jahre nach Erledigung gelöscht. Bei Krediten oder Bürgschaften werden die Daten mindestens so lange gespeichert, wie diese laufen. Nach drei Jahren werden auch die Eintragungen im Schuldnerverzeichnis gelöscht – auch die Schufa muss dann den Vermerk über die Eintragung in das Schuldnerverzeichnis löschen.

Wie schnell erholt sich der Schufa-Score?

Das lässt sich schwer pauschal sagen und ist von deinem individuellen Schufa-Score und dem Alter der Einträge abhängig. Was dir bei künftigen Krediten aber beispielsweise nützen kann, ist, wenn du zuvor deinen Kredit vorzeitig abbezahlt hast und dieser Erledigungsvermerk gespeichert ist – deine Bank ist verpflichtet, dies der Schufa zu melden.

Von N26

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