Zurück zur ÜbersichtBanking Basics

Banking Basics: Abhebungsgebühren

Kennst du das? Nach einer stressigen Arbeitswoche sitzt du noch gemütlich in einem Café und kommst langsam in Wochenendstimmung ... bevor du dich auf den Heimweg machst, willst du noch schnell mit der Karte bezahlen, musst aber leider feststellen, dass nur Bargeld akzeptiert wird. Kein Problem, denkst du dir, und hebst einfach am nächstgelegenen Geldautomaten ein bisschen Bargeld ab. Ein paar Tage später musst du jedoch beim Blick auf dein Konto feststellen, dass dir dafür Gebühren berechnet wurden. Diese Nachricht sorgt nicht nur für Frust, sondern treibt auch noch dein Stresslevel in die Höhe – und deine gute Laune ist dahin.

In unserem letzten Artikel über Banking Basics haben wir darüber gesprochen, welche Bankgebühren generell auf dich zukommen können. Doch heute wollen wir uns ausschließlich mit den Abhebungsgebühren beschäftigen. Denn anders als gewisse Bankgebühren kannst du Abhebungsgebühren oft umgehen, wenn du genau hinschaust. Worauf du achten musst, erfährst du in diesem Leitfaden, damit dir in Zukunft nur der Betrag von deinem Konto abgebucht wird, den du auch tatsächlich abgehoben hast. Denn der nächste Tag, an dem du Geld am Automaten abheben musst, kommt bestimmt.

Welche Abhebungsgebühren gibt es in Europa?

Beim Abheben von Bargeld an einem Geldautomaten in Europa können dir von Land zu Land die verschiedensten Gebühren begegnen. Während Abhebungsgebühren im Vereinigten Königreich eher selten vorkommen, sind sie in Deutschland gang und gäbe – insbesondere wenn du nicht bei deiner Bank oder einer Partnerbank abhebst. In Deutschland werden dir meistens um die 4 € berechnet.

Die Höhe der Gebühr, die du beim Geldabheben in Europa zahlen musst, wird hauptsächlich von zwei Faktoren beeinflusst:

  • die Gebühren deiner Bank
  • die Gebühren des Automaten

Regelungen für die Gebühren zur Nutzung von Geldautomaten sind meistens in den AGB oder auf der Website der jeweiligen Bank zu finden. Welchen Betrag du zahlen musst, hängt von der Bank ab: Manche Banken berechnen keine Gebühr, andere bieten eine begrenzte Anzahl kostenloser Abhebungen an und wiederum andere berechnen bei jeder Abhebung eine Pauschale. Es kann auch sein, dass du nur zur Kasse gebeten wirst, wenn du einen Automaten benutzt, der nicht zu deiner Bank gehört. Reisende sollten besonders vorsichtig sein, denn im Ausland fallen eventuell höhere Gebühren.

Außerdem kann es vorkommen, dass du die Pauschale nicht an deine Bank, sondern an den Besitzer des Automaten entrichten musst. Das ist häufig der Fall, wenn du einen Automaten benutzt, der nicht von einer Bank betrieben wird. Solche Automaten unabhängiger Betreiber findet man beispielsweise in der Nähe von Supermärkten oder Bars. Mit Automaten von bekannten Banken kannst du generell am wenigsten falsch machen.

Warum kostet Abheben am Geldautomaten überhaupt Geld?

Der Service eines Geldautomaten ist für den Betreiber relativ kostspielig. Er muss vor Ort ständig ausreichend Geld bereitstellen, die Maschinen instand halten und für die Abrechnung unter Umständen deine Bank kontaktieren. Um genau diese Kosten abzudecken, werden Abhebungsgebühren verlangt. Nicht selten beinhalten sie eine zusätzliche Gewinnmarge.

Du bist trotzdem der Meinung, dass du keine Gebühr dafür zahlen solltest, wenn du dein eigenes Geld abheben willst? Dann entscheide dich für eine der Banken, die diese Gebühren nicht erheben.

So sparst du dir Abhebungsgebühren in Europa

Ob in Europa oder anderswo auf der Welt – mit diesen Tipps gehören Abhebungsgebühren der Vergangenheit an.

  • Eröffne ein Konto bei einer Bank, die diese Gebühren nicht verlangt: Einige Banken – insbesondere junge Onlinebanken – gewähren dir eine bestimmte Anzahl kostenloser Abhebungen pro Monat
  • Hebe nur an von Banken betriebenen Geldautomaten ab, denn „unabhängige” Geldautomaten (die du eher an abgelegenen Orten oder in der Nähe von bzw. direkt in kleinen Läden findest) berechnen dir beim Abheben mit höherer Wahrscheinlichkeit Gebühren als herkömmliche Automaten
  • Gehe strategisch vor: Wenn du nur am Geldautomaten deiner Bank kostenlos an Bargeld gelangst, mag es vielleicht lästig sein, jedes Mal größere Mengen an Geld abzuheben, sobald du an einem Automaten deiner Bank vorbeikommst, aber durch diese Gewohnheit sparst du viel Geld. Wenn dir deine Bank nur eine begrenzte Anzahl kostenloser Abhebungen pro Monat gewährt, solltest du möglichst große Summen abheben und danach das überschüssige Geld sicher zuhause verwahren
  • Zahle möglichst oft mit deiner Debitkarte: Es versteht sich von selbst, dass du weniger Bargeld benötigst, wenn du allgemein weniger in bar bezahlst. Achte also darauf, dass du dein frisch abgehobenes Bargeld nur dort ausgibst, wo man nicht mit Karte zahlen kann. In allen anderen Situationen solltest du versuchen, kontaktlos oder mobil zu zahlen

Wie kann ich meine Abhebungsgebühren erstattet bekommen?

Wenn deine Bank die beim Abheben am Geldautomaten entstandenen Gebühren für dich übernimmt, spricht man von einer Erstattung. Diese Erstattung musst du entweder selbst anfordern oder deine Bank das zum Monatsende für dich erledigen lassen. (Letzteres wird in den USA im Gegensatz zu Europa mittlerweile von vielen Banken angeboten.)

Warum erstatten manche Banken die Abhebungsgebühren?

Das hat einen einfachen Grund: Die Erstattung dieser ärgerlichen Gebühren ist für den Kunden attraktiv. Gerade wenn du häufig im Ausland bist und es mit unbekannten Banksystemen zu tun hast, können Abhebungsgebühren für noch mehr Verwirrung sorgen. Wenn eine Bank diese Gebühren erstattet, schafft sie also für Kunden einen Anreiz, die Bankkarte im Ausland zu benutzen – eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Welche Banken in Europa erstatten Abhebungsgebühren?

Solltest du als Amerikaner durch Europa touren, erhältst du bei Banken wie Schwab oder Fidelity –um nur einige zu nennen – dein Geld fürs Abheben zurück. Hat es dich nach Deutschland verschlagen, könntest du bei Santander dein Glück versuchen. Hier musst du die Erstattung eigenständig beantragen und hoffen, dass sie bewilligt wird – eine Garantie gibt es nicht.

Welche Bank in Europa veranschlagt keine internationalen Gebühren?

Du zählst zu den unermüdlichen Weltumseglern? Dann könntest du bei einer Onlinebank genau das finden, was du brauchst: Diese Banken erheben diese Art von Gebühren oft nicht. Bei N26 profitieren Kunden mit einer Black, Metal sowie Business Black Karte von kostenlosen Abhebungen in Fremdwährung.

Damit allerdings am Ende nicht doch noch eine böse Überraschung auf dich wartet, solltest du unbedingt den entsprechenden Wechselkurs in Erfahrung bringen, bevor du Fremdwährungen abhebst. Für die meisten Karten gelten die Wechselkurse von Visa oder Mastercard.

Abhebungsgebühren außerhalb Europas

Dank der Schaffung des europäischen Binnenmarktes und der Eurozone war es noch nie so einfach, außerhalb deines Heimatlandes mit Karte zu bezahlen. Doch wie viel kostet es eigentlich, Fremdwährungen an einem Geldautomaten außerhalb Europas abzuheben?

Auch hier ist es wie mit den Abhebungsgebühren im Heimatland: jede Bank, aber auch jedes Land, hat seine eigenen Regeln und Gebühren. Häufig wird dir eine prozentuale Gebühr von etwa 1,7 % oder eine festgelegte Gebühr pro Abhebung berechnet. Außerdem lohnt es sich immer, vor Ort zu prüfen, ob die lokalen Geldautomaten eigene Gebühren veranschlagen. Das ist beispielsweise in den USA der Fall, wo du an den Besitzer des Automaten häufig einige Dollar abdrücken musst.

Wie umgehe ich außerhalb Europas internationale Abhebungsgebühren?

Außerhalb der Eurozone kommst du sehr wahrscheinlich nicht um Abhebungsgebühren drum herum – wenn du noch dazu nicht bei deiner Bank oder Partnerbank abhebst, lassen sich diese Gebühren kaum vermeiden. Prüfe deshalb im Voraus, ob deine Bank exklusive Partnerangebote mit Banken im Ausland anbietet. Denn dann kannst du vielleicht an einigen Automaten für eine geringere Gebühr oder sogar vollkommen kostenlos abheben.

Auch hier gilt: Wenn du an einem Geldautomaten abhebst, der von einer Bank betrieben wird, kostet dich das sehr wahrscheinlich weniger Geld.

Bei welchen Banken außerhalb Europas kann ich kostenlos abheben?

Wir haben bereits erwähnt, dass junge Onlinebanken besonders gute Deals für das Abheben im Ausland anbieten. Möchtest du also Abhebungsgebühren auf deinen Reisen um jeden Preis vermeiden, solltest du eine dieser Banken ins Auge fassen.

Welche Bank eignet sich am besten für Vielreisende?

Die Wahl der richtigen Bank ist immer von persönlichen Faktoren abhängig. Weltenbummler legen besonderen Wert auf geringe Abhebungsgebühren und vorteilhafte Wechselkurse. Wenn du zu den Menschen gehörst, die in der ganzen Welt zu Hause sind, solltest du nach Bankkonten Ausschau halten, die sich explizit an diese Zielgruppe richten. Denn dort findest du sehr wahrscheinlich genau die Services, die du brauchst. Gebührenfreie Abhebungen im Ausland sind da nur eine von vielen Dienstleistungen.

Dein Geld bei N26

Wenn du im Vereinigten Königreich, in Italien und in Österreich Geld von deinem N26 Konto abhebst, zahlst du keinen Cent. In Spanien, Deutschland oder Frankreich erhältst du als N26 Kunde pro Monat eine gewisse Anzahl kostenloser Abhebungen. Außerdem kannst du in Deutschland, Österreich und Italien auch noch CASH26 verwenden, um an Bargeld zu kommen.

Doch damit nicht genug: Wenn du ein N26 Black oder Metal Konto hast, kannst du weltweit und in jeder Währung gebührenfrei abheben. Diese Konten sind ideal für Reisende, die nicht immer riesige Mengen an Bargeld mit sich herumtragen wollen. Schlussendlich geht es um dein Geld und das sollte dir überall auf der Welt zur Verfügung stehen.

--

Wir wollen Banking für jeden vereinfachen. Freue dich auf mehr Artikel, die die Basics im Bereich Geld sowie Finanzen und zu allem, was mit Banking zu tun hat, leicht verständlich erklären – denn häufig ist es viel einfacher, als du auf den ersten Blick denkst.

Ähnliche Artikel

Entdecke ähnliche Artikel aus unserem Blog, die dich vielleicht interessieren könnten