Der Index zur weiblichen Chancengleichheit 2021
Eine Analyse zur Geschlechtergleichheit in 100 Ländern und zehn deutschen Städten zu den Fortschritten im Hinblick auf weibliche Führungskräfte in der Verwaltung, in Unternehmen, den STEM-Fächern und beim Unternehmertum, ebenso wie zu erfolgsfördernden Faktoren wie Zugang zu Bildung und Elternzeit.

Kein Zweifel, das letzte Jahr war für alle schwierig. Jedoch hat die ungewohnte Situation viele bestehende Ungleichheiten sichtbarer gemacht – nicht zuletzt zwischen Männern und Frauen. Frühe Schätzungen legen nahe, dass Frauen weltweit durch Covid-19 eher ihren Arbeitsplatz verloren haben als Männer. Durch Einschränkungen in Schulen haben Frauen zudem den Großteil der Kinderbetreuung und Erziehung zu Hause übernommen. Außerdem ist zu bedenken, dass 70 % der Pflegekräfte weltweit weiblich sind.

Trotz dieser enormen Herausforderungen sind wir auch Zeuge geworden, wie herausragende weibliche Regierungschefs die Welt so geführt haben, dass die Pandemie eingedämmt werden konnte. Daneben gab es auch andere starke Frauen, die weiterhin für die Geschlechtergleichheit kämpfen und zugleich ihre Zukunft, sei es persönlich oder beruflich, selbst in die Hand nehmen.Wir bei N26 sind der festen Überzeugung, dass alle zusammenarbeiten müssen, um Chancengleichheit zu verwirklichen. Daher versuchen wir unermüdlich, die Veränderung voranzutreiben und die Lage zu verbessern. Um die damit zusammenhängenden Fakten noch besser zu erforschen, haben wir uns entschlossen, eine Studie in Auftrag zu geben, die das Erreichte am Arbeitsplatz und die Faktoren, die die weibliche Unabhängigkeit fördern, genauer untersucht. Obwohl nach wie vor viel zu tun bleibt, hat die Studie positive Ergebnisse für die deutschen Städte und Länder in aller Welt erbracht, die weibliche Chancengleichheit fördern und in denen Frauen erfolgreich in der Verwaltungsführung, im Management, als Unternehmerinnen und in anderen Bereichen tätig sind.sagte Adrienne Gormley, die Chief Operating Officer von N26.
Die Methode dahinter
Für den Index haben wir zunächst weltweit 100 Länder ausgewählt, die vergleichbare Daten zu Frauen am Arbeitsplatz zur Verfügung stellen. Um das Thema aus der Vogelperspektive zu beleuchten, haben wir zunächst geprüft, wie viele Jahre ein Land seit 1970 von einer Frau regiert wurde. Darüber hinaus ging es um die Frage, wie viele Frauen insgesamt in Regierungs- oder Parlamentspositionen sind und waren. Als Nächstes haben wir die Frauen in Managerpositionen angesehen, ebenso wie die Daten zu weiblichen Unternehmern in jedem Land. So wollten wir feststellen, welche Nationen Frauen die besten Möglichkeiten zum Aufstieg in Führungspositionen und für Erfolge bieten.Anschließend haben wir uns auf die Frauen im typischerweise männlich dominierten STEM-Bereich, also den Fächern Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurwissenschaften und Mathematik, konzentriert. Dabei ging es nicht nur um das Studium, sondern den Prozentwert der Frauen, die nach dem Abschluss auch wirklich in dem Bereich arbeiten. Als Nächstes folgte die Frage der fairen Bezahlung: Wir fokussierten uns dabei auf Durchschnittslöhne und den Unterschied in der Auszahlung von Männern und Frauen.Die Daten werden ergänzt durch eine Betrachtung der weiblichen Zugangsmöglichkeiten zu Bildung, was ein wichtiger Indikator und Förderer der Chancengleichheit ist. Ebenso haben wir die Gesetzeslage bewertet, also etwa die Scheidungsrechte der Frauen, Gesetze gegen Diskriminierungen am Arbeitsplatz und andere. Weiter geprüft haben wir das Umfeld, das das jeweilige Land bietet, um eine Familie zu gründen und wie sich die Familiengründung mit der Arbeit vereinbaren lässt. Dies ist ein klarer Ausdruck gleicher Chancen der Geschlechter, daher haben wir auch die Gesamtzahl der Mutterschutztage einbezogen, die jedes Land vorsieht.Um ein tieferes Verständnis der örtlichen Lage zu erhalten, haben wir uns zusätzlich dazu entschieden, eine Schwerpunktuntersuchung von zehn deutschen Großstädten durchzuführen. Dabei haben wir die Karriereerfolge von Frauen in der oberen Stadtverwaltung, in der Exekutive und in Managerpositionen ausgewertet. Einbezogen wurde dabei auch das Vorhandensein von weiblichen Führungskräften in lokalen Gemeinden, Spitzenunternehmen und Redaktionsleitungen von örtlichen Zeitungen, ebenso wie die Anzahl an Unternehmen, die mindestens eine weibliche Gründungsperson haben. Die Gesamtbewertung bezieht alle diese Datenpunkte ein und zeigt, welche deutschen Städte und Länder in aller Welt am erfolgreichsten beim Herstellen der Chancengleichheit sind und welche noch einen Weg vor sich haben, um Frauen die gleichen Chancen zu bieten.„Wir bei N26 sind der festen Überzeugung, dass jede und jeder, unabhängig von seinem Geschlecht, die Möglichkeit und Freiheit haben sollte, das Leben zu leben, das er oder sie gewählt hat. Das bringt uns zum Thema Geld. Natürlich wissen wir, dass Geld nicht alles im Leben ist, aber wenn wir fühlen, dass wir die Kontrolle über unsere Finanzen haben, fühlen wir uns selbstbewusster, unabhängiger und optimistischer im Hinblick auf die Zukunft. Das ermöglicht es uns, unser volles Potenzial zu entfalten“,
„Wir wollen verstehen, was Frauen zurückhalten kann, wenn es darum geht, finanziell selbstbewusst zu sein. Wir wollen verstehen, was finanzielle Unabhängigkeit fördert und wie wir helfen können, die Lage zu verbessern.“
Information für Journalisten
Die endgültige Rangliste unten zeigt die zehn deutschen Städte und 100 Länder weltweit, wobei die Reihenfolge von der höchsten bis zur niedrigsten Bewertung geht. Jede einzelne Spalte kann gefiltert werden. Die vollständige Methodik, die erläutert, wie jeder Faktor bewertet wurde, finden Sie unten auf der Seite.Deutsche Städte Ergebnisse
