Wie kann ich besser monatlich Geld sparen?

Lesezeit: 6 Min.

Um deine langfristigen Sparziele zu erreichen, musst du zunächst herausfinden, wie viel Geld du jeden Monat beiseitelegen kannst. Wie bei vielen anderen Dingen auch, ist dabei das Schwierigste, einfach damit anzufangen. Aber mit den richtigen Tipps und Tricks wird das Sparen von einer lästigen Pflicht schnell zur Gewohnheit.

Hier erfährst du, wie du jeden Monat Geld beiseitelegen und so deine Sparziele schneller erreichen kannst.

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Die 50-30-20-Regel

Wenn du nach einer gut umsetzbaren und leicht zu merkenden Regel suchst, kann die 50-30-20-Regel ein nützliches Hilfsmittel sein. Damit lassen sich deine monatlichen Ausgaben nach folgenden Regeln aufschlüsseln:

  • 50 % deines Bruttoeinkommens werden zur Deckung deiner Bedürfnisse, d. h. deiner Fixkosten wie Miete, Nebenkosten, Schuldentilgung, verwendet.

  • 30 % sind für deine Wünsche vorgesehen – Ausgehen, Fitnessstudio, Urlaub.

  • Die restlichen 20 % fließen in deine Ersparnisse ein.

Spartipps | Die 50-30-20 Regel

Wie viel von meinem Einkommen sollte ich jeden Monat sparen?

Nach der 50-30-20-Regel solltest du jeden Monat 20 % deines Einkommens sparen. Wenn du ein regelmäßiges festes Einkommen hast, bietet es sich an, das Ganze zu automatisieren. Das würde bedeuten, dass du automatisch 20 % deines monatlichen Einkommens auf ein bestimmtes Sparkonto überweisen lässt.

Dein Geld liegt dann nicht untätig auf deinem Girokonto, bis du es manuell auf ein Sparkonto überweist – und die Wahrscheinlichkeit, dass du es doch ausgibst, nimmt ab.

Wie viel Geld sparen Leute durchschnittlich?

Nach Berechnungen von Eurostat liegt das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen eines EU-Bürgers bei 1.473 €. Wenn wir auf diese Summe die 50-30-20-Regel anwenden, erhalten wir folgende Aufschlüsselung:

  • 736 € werden für die Bedürfnisse verwendet ( 50 % des Einkommens).

  • 441 € stehen für Wünsche zur Verfügung (30 % des Nettoeinkommens).

  • 294 € werden gespart (20 % des Nettoeinkommens).

Wenn die Mehrheit der EU-Bürger der 50-30-20-Regel folgen würde, lägen die monatlichen Ersparnisse in Europa also durchschnittlich bei etwa 300 € pro Person, was aufs Jahr gerechnet etwa 3.500 € ergibt. Das könnte man für einen Notfallfonds, Schuldentilgung oder Sparziele verwenden.

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Tipps, wie du monatlich Geld sparen kannst

Nun hast du also eine Vorstellung davon, wie viel Geld du im Idealfall monatlich beiseitelegen solltest. Aber wie stellst du das konkret an? Die folgenden Tipps helfen dir weiter.

Nimm dir die Tipps vor, die du am besten anwenden kannst. Sobald sie zur Gewohnheit geworden sind, kannst du dir weitere Methoden zum Geldsparen aneignen.

Vermeide das Alles-oder-Nichts-Denken

Die Denkweise "Alles-oder-Nichts" bedeutet im Bezug auf das Sparen, dass du die Sparziele entweder vollständig erreichst (oder sogar übertriffst) – oder dass du überhaupt nichts sparst. Vielen geht es so ähnlich, wenn sie ihre Ernährung umstellen: Wenn sie ihr Diätziel einmal nicht ganz erreichen, kann es dazu führen, dass sie in einen Essrausch verfallen, da das Ziel plötzlich unendlich weit entfernt scheint.

Wenn du deine Sparziele zu hoch steckst, ist Scheitern vorprogrammiert. Du wirst dich nicht jeden Monat zu 100 % an deinen Sparplan halten können. Aber auch nur ein einziger gesparter Euro pro Monat ist immer noch besser als nichts!

Der Trick besteht darin, ein Gleichgewicht zu finden: Sparziele, die anspruchsvoll sind, aber nicht unmöglich. Du solltest dir das Sparen wie eine langfristige Investition in die Zukunft vorstellen.

Fang an, deine Schulden zu tilgen

Auch wenn man es ungern hört: Es ist ziemlich schwierig, richtig mit dem Sparen zu beginnen, bevor man alle ausstehenden Schulden beglichen hat. Wenn du aber eine Methode wie die 50-30-20-Regel befolgst und Monat für Monat 20 % deines Einkommens in die Schuldenbegleichung steckst, wirst du überrascht sein, wie schnell du aus den roten Zahlen kommst.

Das ist nicht nur gut für deinen Kontostand, es tut auch deiner Psyche gut und gibt dir eine größere finanzielle Unabhängigkeit.

Spare an deinen Nebenkosten

Auch bei den Nebenkosten kannst du Monat für Monat jede Menge Geld sparen. Die größten Übeltäter sind schnell ausgemacht: Gas und Strom. Deshalb solltest du es dir zur Gewohnheit machen, regelmäßig verschiedene Anbieter zu vergleichen und im gegebenen Fall zu einem neuen Anbieter zu wechseln.

Was du sonst noch tun kannst:

  • zu LED-Leuchten wechseln, weil diese 90 % weniger Energie verbrauchen als übliche Birnen

  • Energiefresser unter deinen Haushaltsgeräten austauschen

  • deinen Energieverbrauch regelmäßig kontrollieren, um Bereiche zu ermitteln, in denen du deinen Verbrauch senken könntest

  • elektrische Geräte nicht im Stand-by-Modus lassen

Spare Geld beim Lebensmitteleinkauf

Auch beim Lebensmitteleinkauf kannst du kräftig sparen. Das geht damit los, dass du eine wöchentliche Einkaufsliste erstellst – so weißt du genau, welche Artikel du brauchst. Wenn du dich strikt an deinen Einkaufszettel hältst, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du mit weniger auskommst.

Ein weiterer guter Tipp ist, beim Einkaufen mitzurechnen. Jedes Mal, wenn du etwas in deinen Korb legst, überschlägst du, wie viel dich die Waren insgesamt kosten. Eine Rechner-App auf deinem Handy kann dabei helfen.

Vielleicht der beste Tipp überhaupt: Nicht einkaufen gehen, wenn du hungrig bist. Ein leerer Magen kann dich schnell dazu verleiten, deinen Korb mit teuren Snacks zu füllen.

Reduziere deine Telefonrechnung

Die monatliche Telefonrechnung zu reduzieren kann sich richtig auszahlen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten dafür:

  • Bevor du das neueste Modell kaufst, solltest du dich lieber fragen, ob du es wirklich brauchst – vor allem, wenn das alte noch einwandfrei funktioniert.

  • Wenn du dich nach einem neuen Telefon umschaust, ist es besser, es gleich zu bezahlen. Komplettangebote von Telefongesellschaften, bei denen der Preis des Handys zusammen mit der monatlichen Telefonrechnung abgebucht wird, kommen dich oft teuer zu stehen.

  • Auch hier solltest du verschiedene Anbieter vergleichen.

  • Bevor du einen Vertrag mit vielen Zusätzen und Features bestellst, frag dich, ob du sie auch wirklich nutzen wirst.

Storniere ungenutzte Abonnements

Viele Unternehmen verdienen den Großteil ihres Geldes mit Abos. Vielen scheint die Kündigung eines Abonnements viel zu mühsam. In Wirklichkeit ist der Aufwand aber oft gering und du hast am Ende auch Geld gespart. Wenn du dir überlegst, ob du weiterhin für ein Abo zahlen möchtest oder nicht, solltest du dir die folgenden Fragen stellen:

  • Wie oft nutze ich dieses Abo?

  • Gibt es eine günstigere Alternative?

  • Würde es mein Leben erheblich beeinträchtigen, wenn ich es nicht mehr hätte?

Wenn die Antwort lautet, dass du das Abo gar nicht so häufig nutzt, es billigere Alternativen gibt oder dir nichts abgehen würde, wenn du es nicht mehr hättest – dann nichts wie weg damit.

Kaufe secondhand

Überlege dir, ob du ein Produkt auch gebraucht kaufen könntest. Oft sparst du so jede Menge Geld und büßt nur wenig an Qualität ein.

Um ein echtes Schnäppchen zu erkennen, braucht es ein gutes Auge – egal, ob du in einem Second-hand-Laden Klamotten shoppst oder auf Online-Marktplätzen wie eBay an einem ganz bestimmten Produkt dran bist. Ein tolles Angebot bereitet Freude – dir und deinem Geldbeutel.


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Außerdem kannst du Spaces erstellen – mit diesem Feature kannst du mehrere Unterkonten mit bestimmten Budgetzielen zu erstellen. Das Statistik-Feature kategorisiert und ordnet deine Ausgaben übersichtlich – so lernst du mehr über dein Ausgabeverhalten und kannst deine Sparziele im Nu erreichen!

Von N26

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