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Fremdwährungsgebühren: Was du im Ausland zahlen musst

Fremdwährungsgebühren für Kartenzahlungen und Behebungen am Bankomat: Hier erfährst du, welche Kosten anfallen, wenn du deine Debitkarte international nutzt.

Lesezeit: 6 Min.

Ob Urlaub oder Geschäftsreise: Natürlich nutzt du deine Bankomatkarte auch im Ausland, um Bargeld zu beheben oder im Geschäft zu bezahlen. Doch wenn Fremdwährungsgebühren deine Reisekosten unerwartet in die Höhe treiben, sorgt das für Stress. Aber keine Sorge: Hier erfährst du, welche Gebühren es gibt und worauf du beim Bezahlen und Geldabheben im Ausland achten solltest.

Mit welchen Fremdwährungsgebühren muss ich rechnen, wenn ich mit meiner Debitkarte im Ausland zahle?

Wenn du deine Bankomatkarte im Ausland nutzt, kann deine Bank Gebühren erheben. Oft wird dabei schon für die Zahlung selbst eine Gebühr fällig. Zusätzlich kann eine Fremdwährungsgebühr anfallen, wenn du in einer anderen Währung als der Heimatwährung deiner Bank zahlst. Darüber hinaus können Banken für Zahlungen am Wochenende eine Währungsumrechnungsgebühr von durchschnittlich 1,5 % einfordern, um sich gegen veränderte Wechselkurse abzusichern.

Zahlungen im Ausland können aus folgenden Gründen aber auch dann teuer werden, wenn deine Bank keine zusätzlichen Gebühren einfordert:

  • Wenn du deine Debitkarte im Ausland nutzt, wird die lokale Währung in deine Heimatwährung umgerechnet. Mastercard oder Visa sind Anbieter der meisten Debitkarten und legen hierfür eigene Wechselkurse fest.
  • Mastercard und Visa bieten dabei nicht immer den gleichen Wechselkurs an.
  • Die Wechselkurse von Mastercard sind meist günstiger als die von Visa: im Schnitt 0,27 %.
  • Der Unterschied kann mit fast 3 Cent pro Euro auch höher ausfallen. Das entspricht 3 € bei einer Bezahlung von 100 €.

Und dann gibt es da noch den Fremdwährungsspread. Das ist die Differenz zwischen den Kursen, zu denen eine Bank eine Fremdwährung kauft und verkauft. Du ahnst es schon: Der Fremdwährungsspread fällt nicht immer zu deinem Vorteil aus. So hat Bank A einen Fremdwährungsspread, der 0,21 % günstiger ist als der zugrunde liegende Mastercard-Kurs, während die Großbank B einen um 0,27 % höheren Fremdwährungsspread hat.

Bei N26 liegt der Fremdwährungsspread bei 0 % – du bekommst den tatsächlichen Kurs. Zusätzlich zur Spreadgebühr veranschlagen die Banken oft Fremdwährungsaufschläge. So stellt Bank A eine variable Gebühr zwischen 0,1 % und 1,5 % in Rechnung – je nachdem, ob du die Zahlung unter der Woche oder am Wochenende tätigst. Bank B hingegen verlangt stets eine Gebühr von 1,75 %. Bei N26 beträgt der Aufschlag 0 % – also praktisch eine Debit- bzw. Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühr.

Zusätzlich zu diesen variablen Gebühren können Kartenanbieter feste Gebühren erheben. Das betrifft jedoch nur die Bargeldauszahlung am Bankomat, nicht die Kartenzahlung.

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Welche Fremdwährungsgebühren muss ich zahlen, wenn ich mit meiner Debitkarte Geld am Bankomat im Ausland abhebe?

Wenn dein Bargeld im Ausland knapp wird, kannst du am Bankomat Geld beheben. Hier gibt es jedoch einen Unterschied zur Bezahlung mit der Debitkarte im Geschäft. Du musst die oben genannten Kosten tragen (vor allem den Fremdwährungsspread und den Fremdwährungsaufschlag) und zusätzlich eine feste Gebühr zahlen.

Die Großbank A kann zum Beispiel bei Auszahlungen von über 400 € pro Monat 2 € pro Abhebung verlangen, während bei Großbank B grundsätzlich 2 € fällig werden. Das macht je nach Land 5 € pro Abhebung. Zusätzlich kann der Bankomatbetreiber 2–3 € Gebühr pro Auslandsabhebung erheben.

Was kostet eine Abhebung im Ausland tatsächlich (unter Berücksichtigung aller Fremdwährungsgebühren)?

Nehmen wir an, du hebst im Ausland 100 € am Bankomat ab. Wenn du ein Girokonto bei der globalen Bank B hast, könnten dich folgende Gebühren erwarten:

  • 3 € Bankomatbetreibergebühr
  • 1,75 % Fremdwährungsaufschlag
  • 5 € Barauszahlungsgebühr

Das sind fast 10 € Gebühren – und weniger günstige Wechselkurse haben wir noch nicht mal mitbedacht.

Ein bisschen anders als bei der simplen Bargeldbehebung läuft es, wenn du Geld an eine ausländische Bank überweisen willst. Dann wird eine Überweisungsgebühr fällig. Die globale Bank C kann zum Beispiel 15 € Gebühren für eingehende und 35 € für ausgehende Überweisungen veranschlagen, während die globale Bank D 15 € für eingehende und 45 € für ausgehende Überweisungen berechnet.

Welche Fremdwährungsgebühren veranschlagen große europäische Banken tatsächlich?

Der betreffende Zahlungsdienstleister (zum Beispiel Mastercard oder Visa) beeinflusst nicht allein den Betrag, den du am Ende zahlst. Banken in der EU erheben sehr unterschiedliche Fremdwährungsgebühren. Hier ein Überblick:

  • Wenn du ein Girokonto in Österreich hast, zahlst du möglicherweise Fremdwährungsgebühren. Großbanken berechnen zum Beispiel 1,5 % Zinsen für Zahlungen in einer Fremdwährung und 3 % für Bargeldbehebungen mit der Kreditkarte. Mit einer Debitkarte fallen Spesen zwischen 1,30 und 2,10 € zuzüglich 0,80 % Zinsen an. Es gibt jedoch auch Bankinstitute, die Debit- und Kreditkarten ohne Fremdwährungsgebühr anbieten.
  • In Großbritannien erheben die kleinen neuen Banken keine Gebühren für Zahlungen mit einer Debitkarte im Ausland. Andere Banken, wie zum Beispiel die Großbanken, können hingegen bis zu 3 % pro Transaktion berechnen.
  • Bei deutschen Debitkarten, den sogenannten EC-Karten, verhält es sich ähnlich. Eine digitale Bank A lässt dich zum Beispiel im Ausland Zahlungen tätigen und Bargeld beheben, ohne dass Gebühren anfallen. Die deutsche Bank B hingegen lässt dich nur 200 € im Ausland abheben, bevor eine Gebühr von 2–3 € pro Abhebung fällig wird. Zusätzlich dazu veranschlagen allerdings fast alle großen deutschen Banken eine Gebühr von im Schnitt 1,5 – 2 %.
  • Die italienische Bank A zieht bei jeder Bargeldauszahlung an einem Bankomaten außerhalb ihres Netzwerks (und damit auch im Ausland) eine Gebühr von 2 € ein.
  • Französische Banken verlangen keine Gebühren für Zahlungen innerhalb der Eurozone. Sie erheben nur eine kleine Gebühr von gewöhnlicherweise rund 1 €, sobald du innerhalb eines Monats mehr als drei oder vier Mal Bargeld im Ausland abgehoben hast.
  • In Spanien sieht es weniger gut aus. Die große spanische Bank A erhebt 4,5 % Gebühren auf den im Ausland abgehobenen Betrag. Die Mindestgebühr liegt bei 3,50 € pro Auszahlung.

Warum wollen Banken mit Wechselkursen Geld verdienen?

Letzten Endes gibt es nichts geschenkt. Banken haben selbst Kosten, wenn sie Geld ins Ausland überweisen, zum Beispiel die Zahlungsgebühren von u. a. Visa und Mastercard. Und sie bieten dir eine Dienstleistung an, dank der du auch aus dem Ausland über dein Geld verfügen kannst. Manche Banken finden es korrekt, dich hierfür zur Kasse zu bitten.

N26 ist es jedoch wichtig, so transparent wie möglich zu sein. Daher erheben wir keine zusätzlichen Gebühren für Zahlungen in seltenen Währungen oder am Wochenende. (Ja, manche Banken tun das tatsächlich!) Außerdem verwendet N26 immer den echten Mastercard Wechselkurs – damit du so viel wie möglich für dein Geld bekommst!

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Als Onlinebank sehen wir es als unsere Mission, so wenig Gebühren wie möglich zu erheben. Deshalb gibt es bei einem N26 Girokonto die meisten der oben genannten Gebühren nicht. Wir erheben noch nicht mal eine internationale Transaktionsgebühr bei Zahlung mit der N26 Mastercard im Ausland. Wenn du dir also über Fremdwährungsgebühren Sorgen machst, solltest du dich über N26 informieren.

Wenn du bei deinem Urlaub im Ausland 2.000 € ausgibst, kann es sein, dass du allein 35 € oder mehr an Gebühren zahlst. Und wenn du Bargeld behebst, kann sich der Gebührenbetrag auf 85 € belaufen. Bei N26 glauben wir, dieses Geld ist anderweitig besser angelegt. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Kitesurfing-Stunde?


Wir wollen Banking für jeden vereinfachen. Freu dich auf weitere Artikel, die dir die Basics in den Bereichen Geld, Finanzen und Banking leicht verständlich erklären. Denn häufig ist es viel einfacher, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.

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Von N26

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