Wann solltest du dich selbstständig machen?

Solltest du einfach deinen bisherigen Job kündigen und als Freelancer arbeiten? Wie fängt man am besten als Freelancer an?

Lesezeit: 4 Min.

Der Zeitpunkt für den Schritt in die Selbstständigkeit ist eine persönliche Entscheidung. Während einige von uns einfach „ins Kalte Wasser springen“, brauchen andere einen strukturierten Plan für diesen Karriereschritt.

Nur wenige Menschen stellen sich Freelancing als das Führen eines kleinen Unternehmens vor. Der geschäftliche Erfolg braucht Zeit - und das gilt auch für Freelancer. Bevor du also die schwierige Frage „Wann selbstständig machen?“ für dich selbst beantworten kannst, solltest du einige Dinge berücksichtigen.

Um hauptberuflich als Freelancer zu arbeiten, ist eine gewisse Vorbereitung erforderlich. So kann z. B. deine finanzielle Situation einen großen Einfluss darauf haben, wann du deine Stelle kündigen und dich selbstständig machen kannst. Geld ist aber nicht der einzige Faktor. Es ist außerdem wichtig, dass du dich um alle organisatorischen Aspekte kümmerst: Anmeldung deines Unternehmens, Vorbereitung aller Unterlagen, Abschluss der nötigen Versicherungen. Eine gute Vorbereitung ist entscheidend und wird dir später im Verlauf deiner Freelancing-Karriere einiges an Kopfschmerzen ersparen.

Hier ist eine kurze Checkliste, die dir bei einem erfolgreichen Start helfen wird.

Tisch eines Freelancers mit einem Laptop, Kaffeetasse und einer Pflanze.

1. Finanzielle Stabilität:

Der Wechsel von einer Vollzeitstelle in die hauptberufliche Selbstständigkeit kann durchaus einschüchternd wirken – vor allem, wenn es um das Geld geht. Ohne eine feste Kundenliste und ein Netzwerk aus Kontakten wirst du möglicherweise längere Zeiträume ohne Projekte überbrücken müssen und am Ende des Monats weniger Geld als gewohnt zur Verfügung haben. Ein wichtiger Tipp erfahrener Freelancer lautet daher, sich ein Budget für den Beginn seiner Selbstständigkeit beiseite zu legen. Finanzielle Sicherheit ist gerade zu Anfang von entscheidender Bedeutung, damit du dich voll und ganz auf das Leben als Freelancer konzentrieren kannst. Betrachte es als eine Investition in dein Unternehmen.

2. Menge und Qualität der Kunden:

Nutze dein persönliches Netzwerk, um deine freiberuflichen Dienstleistungen zu bewerben – und zwar noch bevor du deinen aktuellen Job kündigst. Das ist mit wenig Aufwand verbunden, kann dir aber enorme Vorteile einbringen. Statt wochenlang potenzielle Kunden zu kontaktieren, solltest du bereits vorab, während du noch deiner Vollzeitbeschäftigung nachgehst, kleinere Aufträge annehmen und Kontakte knüpfen. Mache dir Folgendes klar: Es wird nie den perfekten Zeitpunkt für die Kündigung geben. Eine gute Vorausplanung kann dir jedoch die nötige Sicherheit für diesen Schritt geben.

3. Niveau deiner Fähigkeiten:

Gibt es Schulungen oder Qualifikationen, die deine Chancen auf Aufträge als Freelancer deutlich verbessern könnten? Hast du irgendwelche Wissenslücken, die in zwei Monaten zu einem Problem werden könnten? Verschiebe solche Dinge nicht auf später. Nutze stattdessen die Zeit, um zu lesen, zu lernen und zu üben, damit du für den Schritt in das Freelancer-Dasein bestens gerüstet bist.

Ein Co-Working-Raum mit vielen Freelancern.

4. Unternehmensgründung:

Denke über die Rechtsform deines Unternehmens nach. Möchtest du Einzelunternehmer sein oder eine Firma anmelden? Hast du vor, alleine zu arbeiten oder, wenn alles gut läuft, Mitarbeiter einzustellen? Mit diesen Dingen solltest du dich bereits vor deiner Kündigung befassen, um danach nicht wertvolle Zeit mit Formalitäten zu vergeuden.

5. Buchhaltungssoftware:

Die Überwachung deiner Finanzen, Rechnungen schreiben und das Erfassen von Ausgaben – all das sind Aufgaben, die unweigerlich und ganz unabhängig von der Rechtsform deines Unternehmens auf dich zukommen werden. Eine Buchhaltungssoftware wird dich bei diesen Aspekten deines Business unterstützen. Außerdem wirst du dir (und deinem Steuerberater) das Leben leichter machen, wenn du deine Unterlagen sicher in der Cloud aufbewahrst, wo sie jederzeit von überall aus abrufbar sind.

6. Steuern:

Tu dir einen Gefallen und eröffne ein separates Sparkonto, bevor du dich selbständig machst. Wenn du dann für ein Projekt bezahlt wirst, kannst du einen bestimmten Prozentsatz dieses Betrags auf dein Geschäftssparkonto überweisen und sicher verwahren, bis die Steuern fällig sind.

Zwei Freelancer im Gespräch vor zwei Laptops.

7. Versicherung:

Wie bei jeder Art von Unternehmen ist auch für Freiberufler eine Versicherung empfehlenswert. Ganz gleich, ob du zahlungsunwillige Kunden mahnen oder dich mit Haftungsansprüchen auseinandersetzen musst – ein guter Versicherungsschutz kann dir viele Sorgen nehmen.

8. Erforderliche Ausstattung:

Verfügst du bereits über die erforderliche Ausrüstung und Software, um deine Arbeit gut zu erledigen? Als Freelancer musst du alles selbst bezahlen – es gibt keine Firma mehr, die solche Ausgaben für dich übernimmt!

Wann solltest du dich also selbstständig machen? Du kannst den Schritt bereits während deines Studiums oder während deiner Arbeit in Vollzeit wagen. Genauso gut kannst du dich selbstständig machen, wenn du auf Reisen bist oder dich gerade zwischen zwei Beschäftigungsverhältnissen befindest. Und natürlich kannst du dich selbstständig machen, wenn du bereit bist, deinen aktuellen Job zu kündigen und dich voll und ganz auf den Ausbau deines Geschäfts zu konzentrieren. Denke aber daran, dass für den Sprung in die Selbstständigkeit gewisse Vorbereitungen erforderlich sind. Vermeide es, dich blindlings in dieses spannende Abenteuer zu stürzen.


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