Rechtsformen für Freiberufler: Alles, was du wissen musst

Einzelunternehmen oder GmbH? Wir gehen auf die Unterschiede ein und wie du dein Business als Freelancer am besten registrierst.

Lesezeit: 3 Min.

Freiberufliche Arbeit kann verschiedene rechtliche Formen annehmen. Als Freiberufler solltest du dich also fragen, welche Rechtsform für dein Vorhaben am besten ist. Du bist zwar theoretisch selbstständig, betreibst aber in Wahrheit ein kleines Unternehmen. In unserem nützlichen Leitfaden zu den gesetzlichen Anforderungen für Freiberufler erfährst du, ob du eine Geschäftslizenz benötigst, wie viel Steuern du zahlen musst und ob ein Handelsregistereintrag nötig ist.

Welche gesetzlichen Anforderungen müssen Freiberufler beachten?

Eine der ersten und wichtigsten Entscheidungen, die du treffen musst, nachdem du dich für die Freiberuflichkeit entschieden hast, ist die Auswahl der richtigen Rechtsform. Es gibt so einiges zu recherchieren und abzuwägen, bevor man sich endgültig für eine Rechtsform entscheidet.

  • Rechtsform. In der Regel arbeiten Freiberufler entweder selbstständig als Einzelunternehmer oder gründen eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

  • Steuerstruktur. Je nach Rechtsform wirst du unterschiedlich besteuert. Freiberufler sind steuerlich gesehen „Einzelunternehmer“ und unterliegen der Einkommensteuer. Sie zahlen also nach dem Selbstveranlagungsprinzip Steuern auf alle Gewinne, die sie im Laufe des Jahres erwirtschaften. Eine GmbH zahlt hingegen Körperschaftssteuer auf den Gewinn. Hinzu kommt die Gewerbesteuer, der eine GmbH unabhängig von der Art der Tätigkeit immer unterliegt.

  • Rechnungsstellung. Die Rechnungsstellung ist vielleicht nicht deine Lieblingsbeschäftigung, aber sie ist erforderlich, damit du zu deinem Geld kommst. Aus rechtlichen Gründen müssen bei der Rechnungsstellung einige Details zwingend angegeben werden. Bei Einzelunternehmen reicht die Angabe des vollständigen Namens, des Firmennamens (wenn du einen nutzt) und der eingetragenen Firmenadresse aus. Wenn du eine GmbH gegründet hast, musst du den vollständigen Firmennamen in der Rechnung angeben.

  • Buchhaltung. Deine Buchführung sollte immer in Ordnung sein. Und das aus zwei Hauptgründen: um steuerliche Sanktionen zu vermeiden und ein gesundes Geschäft zu führen. Das bedeutet, dass du alle Ausgaben auflisten und Belege aufheben musst. Du kommst also um eine gute Buchhaltungssoftware nicht herum, mit der du alle unbezahlten Rechnungen im Auge behalten kannst. Zu guter Letzt solltest du auch ein Budget für die jährlichen Steuern beiseitelegen und alle Geschäftstransaktionen über ein separates Bankkonto laufen lassen.

  • Versicherungsschutz für Freiberufler. Auch wenn du nicht gesetzlich verpflichtet bist, eine Betriebshaftpflichtversicherung abzuschließen, so gilt es doch zu beachten, dass du als Einzelunternehmer für deine Geschäfte haftest. Um sich vor Risiken abzusichern, empfiehlt es sich, wenigstens eine Berufshaftpflicht abzuschließen.

Ein Mann, der an einer Tastatur arbeitet.

Freiberuflich oder gewerbetreibend?

Müssen Freiberufler ein Gewerbe anmelden? Rechtlich gesehen nicht. Wenn du gerade erst anfängst, ist es eventuell besser, einfach deine Selbstständigkeit beim Finanzamt anzumelden. So kannst du dich voll und ganz auf dein freiberufliches Business konzentrieren, ohne dich um rechtliche Angelegenheiten wie das Unternehmensrecht, die Zahlung von Körperschaftssteuern oder die Einreichung von Jahresabschlüssen sorgen zu müssen.

Auch die Gründung eines Einzelunternehmens ist für neue Freiberufler ziemlich unkompliziert. Der Registrierungsprozess erfordert nur wenige Schritte, da es sich um die einfachste Geschäftsstruktur handelt.

Wenn du einige Jahre als Freiberufler gearbeitet hast, willst du möglicherweise eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung gründen. Obwohl diese Option mit einem höheren Verwaltungsaufwand verbunden ist (Ernennung von Gesellschaftern, Registrierung bei den zuständigen Behörden, Erstellung von Unternehmensabschlüssen und Einreichung von jährlichen Steuererklärungen), könntest du damit mehr Steuern sparen.

Dies liegt daran, dass Einzelunternehmer Einkommensteuer zahlen, während GmbHs Körperschaftssteuer zahlen, und dieser Satz ist derzeit niedriger. Ein weiterer Grund ist, dass die Einkommensteuer bei Erreichen einer bestimmten Gewinngrenze steigen kann, während die Körperschaftssteuer trotz steigender Gewinne unverändert bleibt.


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