Finanzen in der Ehe – Gemeinsames Kostenmanagement in der Beziehung

Die Verwaltung der Finanzen in der Ehe ist nicht immer leicht. Ein paar einfache Maßnahmen helfen aber, den Druck zu verringern. Hier erfährst du alles zum Thema gemeinsame Finanzplanung.

Lesezeit: 5 Min.

Ihr habt euch getraut und “Ja” gesagt? Herzlichen Glückwunsch! Ob Familie, Hausbau oder Reisen – für eure Pläne spielt das Thema Finanzverwaltung eine zentrale Rolle. Die Erstellung eines soliden Plans für die gemeinsamen Finanzen klingt nicht gerade romantisch. Ein auf gegenseitigem Vertrauen beruhender Finanzplan trägt jedoch oft zur reibungslosen Geldverwaltung bei und hilft euch sowohl im Alltag, als auch beim Erreichen eurer Ziele. 

Das Thema Geld und Ehe bereitet dir Stress? Keine Sorge! Wir haben einige Expertentipps zusammengetragen, mit denen ihr eure Finanzen nach der Hochzeit in Topform bringt und euch auf die Verwirklichung eurer Träume konzentrieren könnt. 

Bei Finanzen in der Ehe spielt Kommunikation eine zentrale Rolle

Die Verwaltung der Finanzen mit einer anderen Person erfordert ein hohes Maß an Kommunikation und Vertrauen. Selbst die harmonischsten Paare können eine sehr unterschiedliche Einstellung zu Geld haben. Genau deshalb ist es wichtig, das Thema Finanzen in der Ehe offen und ehrlich anzugehen. Auf folgende Punkte solltet ihr achten:

  • Passt eure Planung an eure persönlichen Umstände an: Für die Verwaltung der ehelichen Finanzen gibt es keine allgemeingültige Lösung. Manche Paare legen ihre Finanzen zusammen, andere ziehen es vor, sie getrennt zu halten. Bevor ihr entscheidet, wie ihr eure gemeinsamen Finanzen verwaltet, sollte jede/r für sich die persönlichen finanziellen Werte und Ziele festlegen. Wenn ihr euch nicht über eure eigenen finanziellen Ziele im Klaren seid, wird es euch schwerfallen, die gemeinsamen finanziellen Ziele zu erreichen.

  • Überprüft eure Finanzplanung regelmäßig: Im Laufe einer idealerweise langen Ehe können sich die persönlichen Umstände oft ändern. Vom Verlust des Arbeitsplatzes bis hin zur Geburt eines Kindes – eure finanzielle Situation wird nicht immer gleich bleiben. Deshalb ist es wichtig, dass ihr regelmäßig über eure gemeinsamen Kosten und finanziellen Ziele sprecht. Nur so könnt ihr sicher gehen, dass ihr beim Thema Geld auf der gleichen Wellenlänge seid. Gerade weil das Thema bei vielen Stress auslöst, ist es wichtig, dass beide Ehepartner ein gutes Gefühl bei der gemeinsamen und individuellen Finanzplanung haben.

  • Handelt Kompromisse aus: Wer sein Leben mit jemandem teilt, teilt gewissermaßen auch die Finanzen. Genau deshalb ist es wichtig, flexibel zu bleiben und einen gemeinsamen Nenner zu finden – auch wenn eure finanziellen Ansichten eventuell voneinander abweichen. Vielleicht bist du eher sparsam, während dein Ehepartner das Geld gerne mit vollen Händen ausgibt. Vielleicht lernst du, ab und zu auch etwas freizügiger mit Geld umzugehen, oder bringst deinen Partner dazu, mehr zu sparen. Mit guter Kommunikation und etwas Geduld könnt ihr euch gegenseitig positiv beeinflussen.

6 Tipps zur Verwaltung der Finanzen in der Ehe

1. Legt eure gemeinsamen finanziellen Ziele fest 

Ob du nun eine Traumreise machen, in die Familie investieren oder früh in Rente gehen willst: Unabhängig von deinen konkreten Vorstellungen solltet ihr zusammenarbeiten, um gemeinsame Ziele zu setzen und genau zu bestimmen, was ihr beide auf lange Sicht erreichen wollt. Die gemeinsame Erstellung einer Liste mit finanziellen Wünschen ist immer eine gute Übung – ganz gleich, ob ihr frisch verheiratet seid oder das Familienbudget überarbeitet. 

2. Erstellt eine Liste mit den gemeinsamen und individuellen Kosten

Ehepaare sollten alle gemeinsamen Ausgaben auflisten, z. B. Strom-, Wasser- und Gaskosten sowie Miete oder Kreditzahlungen. Dazu gehören möglicherweise auch gemeinsame Restaurantbesuche oder der geplante Urlaub. Die meisten von uns haben natürlich auch individuelle Ausgaben, die möglicherweise nicht unter die gemeinsamen Kosten fallen, z. B. für neue Kleidung oder Abende mit Freunden. Wenn ihr festlegt, welche Kosten zu den gemeinsamen Ausgaben gehören, könnt ihr Probleme zu einem späteren Zeitpunkt vermeiden. 

3. Entscheidet, wie viel jeder beisteuern kann und welche Summe euch als angemessen erscheint

Jede Ehe ist anders. Während manche Ehepaare ungefähr gleich viel verdienen, gibt es bei anderen Paaren Einkommensunterschiede. Möglicherweise hat ein Partner gar kein Einkommen. Wie viel ein Partner verdient, hängt von seiner bzw. ihrer Arbeitsfähigkeit und anderen Faktoren wie der Kinderbetreuung ab. Deshalb solltet ihr bei der Aufteilung der Finanzen darauf achten, wer unter den gegenwärtigen Umständen wie viel beitragen kann, und eine Lösung finden, die euch beiden fair erscheint. Denkt daran, dass die Entscheidungen, die ihr jetzt trefft, keinesfalls in Stein gemeißelt sind.

4. Legt fest, wie ihr mit euren Ausgaben umgeht

Im Wesentlichen gibt es drei Möglichkeiten zur Regelung der Finanzen in der Ehe: Ihr könnt eure Finanzen mit individuellen Konten getrennt halten, euer Geld auf einem geteilten Konto zusammen verwalten oder beide Möglichkeiten kombinieren. In der nachstehenden Tabelle sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Optionen aufgeführt:

Regelung der Finanzen in der Ehe.

5. Erstellt ein Budget

Sobald ihr alle Einnahmen und Ausgaben aufgelistet habt, könnt ihr genau sehen, was am Ende des Monats für zusätzliche Ausgaben oder zum Sparen übrig bleibt. Setzt Prioritäten und entscheidet, wie das übrig gebliebene Geld am besten zum Einsatz kommt: Wollt ihr es vielleicht für ein romantisches Essen zu zweit ausgeben oder soll es doch lieber in die finanziellen Rücklagen fließen? In unserem Blogbeitrag findest du weitere Spartipps für kurz- und langfristige Ziele.

6. Wenn nötig, bittet um Hilfe

Ihr seid euch nicht sicher, wo ihr in Sachen Finanzen anfangen sollt? In diesem Fall kann es hilfreich sein, eure Sorgen mit einem Profi zu teilen. Ihr könnt euch beispielsweise an einen Freund wenden, der Erfahrung in diesem Bereich hat, oder an einen Finanzberater, der euch über gemeinsame steuerliche Vorteile informieren kann. Nach der Hochzeit sollten auch Testamente und andere rechtliche Dokumente aktualisiert werden, um sicherzustellen, dass sowohl die Wünsche des Partners als auch die eigenen Wünsche berücksichtigt werden. Diese Dokumente solltet ihr jedes Jahr bzw. immer dann überprüfen, wenn sich die persönlichen Lebensumstände ändern – und gegebenenfalls aktualisieren. 

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Mit ein wenig Vertrauen, Vorausplanung und guter Kommunikation lassen sich Finanzen und Ehe sehr gut vereinen. Aber auch deine Bank kann dir dabei helfen! Mit N26 Spaces (Unterkonten) erhältst du als Premiumkunde Zugriff auf bis zu 10 Unterkonten, die du je nach Sparziel individuell benennen und direkt über dein Smartphone verwalten kannst. Wenn dein Partner ebenfalls ein Konto bei N26 hat, könnt ihr mit Shared Spaces für gemeinsame Ziele und Projekte sparen und eure Ausgaben planen. Erstellt Regeln, um jeden Monat automatisch Geld für den nächsten Urlaub anzusparen und einen Notgroschen beiseitezulegen. Mit N26 wird die gemeinsame Finanzverwaltung in der Ehe einfacher.

Warum ist es so schwierig, in der Ehe über Geld zu sprechen?

Die Regelung der Finanzen ist für viele ein heikles Thema. Und wenn zwei Personen beteiligt sind, kann es besonders kompliziert werden. Aber keine Sorge: Mit guter Kommunikation und ein wenig Vorausplanung kann die Finanzregelung ein gemeinsames Projekt werden, das vielleicht sogar eure Bindung stärkt. Und denkt immer daran, dass es für die gemeinsame Verwaltung der Finanzen keine allgemeingültige Lösung gibt. Außerdem ändern sich die Umstände laufend. Deshalb solltet ihr euch regelmäßig zusammensetzen, um sicherzustellen, dass ihr einander einig seid.

Wie sollten Bankkonten in der Ehe gehandhabt werden?

Die meisten Paare verwalten ihr Geld auf drei verschiedene Arten: mit getrennten Konten, einem gemeinsamen Konto oder einer Kombination aus getrennten und gemeinsamen Konten. Wenn jeder von euch das eigene Konto behält, spart ihr euch Zeit für die Kontoeröffnung und bewahrt gleichzeitig die Autonomie. Der Planungsaufwand für gemeinsame Rechnungen ist jedoch höher. Ein gemeinsames Konto macht vieles leichter, kann bei unterschiedlichen Ausgabegewohnheiten jedoch zu Konflikten führen. Manche Paare entscheiden sich deshalb dafür, gemeinsame Ausgaben und Budgets über ein geteiltes Konto zu verwalten und getrennte Konten für individuelle Ausgaben und Sparziele zu nutzen.

Wie sollten die Kosten in der Ehe aufgeteilt werden?

Die Kostenaufteilung unter Ehepartnern ist eine sehr persönliche Entscheidung und hängt von vielen Faktoren ab, z. B. vom Beruf, Gehalt und Alter sowie unter anderem von der Kinderbetreuung und sonstiger unbezahlter Arbeit. Dabei solltet ihr beachten, dass es kein Patentrezept gibt – Ziel ist es, die beste Lösung für eure Ehe zu finden, bei der sich jeder Partner respektiert fühlt.

Welche Mittel zur Budgetplanung stehen Ehepaaren zur Verfügung?

Heutzutage stehen Paaren jede Menge Online-Tools für die Verwaltung der Finanzen zur Verfügung. N26 ermöglicht es euch beispielsweise, mithilfe von Regeln automatische Überweisungen einzurichten. Außerdem bekommt ihr bei jeder Transaktion eine Push-Nachricht in Echtzeit und seid so immer auf dem Laufenden über eure Kontoaktivitäten. Und damit ihr euer Ausgabeverhalten immer im Blick habt, kategorisiert das Statistik-Feature all eure Ausgaben automatisch in der N26 App. Ihr benötigt weitere Unterstützung bei der Organisation eurer Finanzen? Werft einen Blick auf unsere Liste mit den besten Apps zur Budgetplanung.

Was ist die 50-30-20-Regel?

Die 50-30-20-Regel ist bei der Budgetplanung ein guter Ausgangspunkt. So funktioniert’s: 50 % des Einkommens werden für die Lebenshaltungskosten eingeplant, 30 % für Vergnügen und Freizeit und 20 % für Ersparnisse oder finanzielle Notlagen. Mit dieser hervorragenden Methode können sich Paare gemeinsame Ziele setzen und für schlechte Zeiten vorsorgen.

Von N26

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