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Was uns Bargeld kostet

geposted von N26 • Banking • September 18, 2015

Sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft – überall wächst das Bewusstsein, dass den Scheinen und Münzen in unseren Taschen nicht mehr die Zukunft gehört. Wir erklären euch, warum wir diese Ansicht teilen.

Die Debatte geht weiter – in der Politik macht die SPD den nächsten Vorstoß und will den 500-Euro-Schein abschaffen sowie Bargeldzahlungen ab einer Summe von über 5000 € komplett verbieten. Der Abgeordnete Jens Zimmermann sagte im Wortlaut: „Der 500 Euro Schein spielt in kriminellen und halbseidenen Milieus eine große Rolle“, schreibt die Frankfurter Allgemeine Tageszeitung. Aber auch die Wirtschaft sieht die Zukunft der Scheine im Schredder: John Cryan, seit einigen Monaten Chef der Deutschen Bank, sieht uns schon in 2026 komplett bargeldlos bezahlen. Endlich mal wieder eine Vision der traditionellen Banken, die uns gefällt.

 

Gesamtwirtschaftliche Kosten:

Bargeld muss gedruckt, immer wieder geprüft, jeden Tag transportiert und in großen Tresoren gesichert werden. Das kostet die deutsche Wirtschaft pro Jahr über 10 Milliarden Euro. Außerdem wird der größte Teil der illegalen Geschäfte in Deutschland mit Bargeld abgewickelt (oder habt ihr schon mal einen 500-Euro-Schein benutzt?).

 

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Individuelle Kosten:

Aber nicht nur die Volkswirtschaft und der Dienstleister zahlen drauf – auch für den einzelnen Bargeldnutzer entstehen Kosten. Auf Bargeld werden auch in goldenen Zeiten keine Zinsen gezahlt, Menschen verlieren, verlegen und vergessen jedes Jahr astronomische Summen Cash und der Gang zum Automaten sowie das Stehen in der Schlange sind auch nicht umsonst – Zeit ist schließlich Geld.

 

Versteckte Kosten:

Pro Jahr entstehen pro Bundesbürger ca. 150 Euro Kosten für die Nutzung von Bargeld (für Geldsicherung und Betreibung der Automaten zum Beispiel) – ein Großteil davon wird von den Banken getragen. Und das Geld holen sie sich natürlich – oftmals in Form versteckter Kosten – wieder zurück. Die meisten kostenlosen Konten herkömmlicher Banken können also nicht kostenlos sein. Typische Abgaben sind:

  •        Aufpreise für Auslandsüberweisungen
  •        Generelle Überweisungskosten
  •        Mindesteingänge, um kostenlose Konten zu eröffnen
  •        Kosten für geplatzte Lastschriften

Die bessere Alternative: Bargeld verdrängen

Wir geben dir noch mehr Gründe, öfters zur Karte zu greifen statt zu deinen Scheinen und Münzen. Denn auf fast alle Probleme mit Kartenzahlungen haben wir eine Antwort:

1)    Ausgaben-Kontrolle: viele haben Angst vor unüberschaubaren Ausgaben mit der „Kreditkarte“. Die größte Unsicherheit hast du mittlerweile beim Bargeld. Durch die Statistiken in unserer App kannst du Kreditkarten-Ausgaben am besten nachverfolgen und kontrollieren.

2)    Sicherheitsbedenken: immer noch ein ungutes Gefühl, was da genau abgebucht wird, wenn du deine Karte (gerade für kleine Beträge) in Gebrauch nimmst? Bei uns erhältst du jede Transaktion direkt per Push und weißt immer ganz genau, was auf deinem Konto passiert.

3)    Kleine Summen: du hältst Überweisungen von kleinen Summen (3,50 € für das letzte Bier an deinen besten Kumpel) umständlich und greifst deswegen zu Bargeld? Mit MoneyBeam überweist du Geld schneller, als du zum Portemonnaie greifen kannst.

 

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Hier zeigst du Bargeld die rote Karte:

Deutsche zahlen durchschnittlich erst ab Beträgen über 60 € mit der Karte – dafür gibt es eigentlich keinen Grund. Gerade mit neuen Funktionen wie NFC Chips – einer Kreditkartentechnik, die kontaktloses Bezahlen möglich macht – kannst du auch kleine Summen schnell mit der Karte bezahlen. Volkswirtschaftlich lohnt es sich sogar schon, ab 6,20 € zur Karte zu greifen!

  •  Seit Juni dieses Jahres müssen Taxis grundsätzlich Kartenzahlung akzeptieren – jeder Unternehmer hat die Akzeptanz von mindestens drei verschiedenen, im Geschäftsverkehr üblichen Kreditkarten zu gewährleisten.
  • Bei großen Discountern wie Lidl und Aldi wachsen seit Sommer 2015 die Möglichkeiten, mit Kreditkarte zu zahlen, schlagartig an.

 

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Deutschland hinkt hinterher
Bei Kartenzahlungen sind die Deutschen immer noch kritisch. Vorreiter in Europa ist Schweden und ohne uns uns weit voraus (wie wir bereits berichteten, hinkt Deutschland ja auch beim Mobile Banking hinterher). An dem Beispiel können wir sehen, wie viel Potential die Kartenzahlung hat

  • Schweden bezahlen 5 Mal häufiger mit Karte als Deutsche
  • Von 2010 bis 2012 haben über 500 schwedische Bankfilialen ihre Dienstleistungen auf bargeldlosen Betrieb umgestellt
  • Ziel der Regierung ist, bis 2030 Bargeld komplett (!) abzuschaffen
  • Münzen und Geldscheine verschwinden Stück für Stück als Zahlungsmittel aus dem öffentlichen Nahverkehr

Wie ist deine Haltung zu Bargeld? Wo zahlst du schon mit Karte? Wann wird der letzte Geldschein in Deutschland den Besitzer wechseln? Wir freuen uns auf deine Meinung!

Quellen: SteinbeisThe Guardian, FAZ, EARSandEYES 

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