Vishing – Die neue Art von Trickbetrug

Lesezeit: 6 Min.

Phishing-Angriffe sind verbreiteter als je zuvor. Insbesondere Voice-Phishing – auch Vishing genannt – tritt immer häufiger auf. Bei einem Vishing-Anruf kontaktiert dich ein Betrüger per Telefon oder Sprachnachricht, um deine persönlichen Daten zu erfragen und so an dein Geld oder andere Leistungen zu gelangen. Aber keine Sorge! Wir haben alle wichtigen Informationen zusammengestellt, mit denen du Vishing-Angriffe erkennst und dich und deine Liebsten schützen kannst. Erfahre mehr!

Was ist Vishing?

Der Begriff “Vishing” setzt sich aus zwei englischen Wörtern zusammen: “Voice” und “Phishing”. Ein Vishing-Angriff ist eine Variante des Phishing-Betrugs, die per Telefonanruf oder über die Mailbox erfolgt. Es handelt sich um eine Art von Cyberkriminalität, da Betrüger diese Technik nutzen, um an Geld oder persönliche Daten zu gelangen. Sie versuchen zum Beispiel auf das Bankkonto einer Person zuzugreifen, Kreditkartennummern zu stehlen oder ihre Opfer dazu zu bringen, die gewünschte Summe gleich selbst zu überweisen.

Wie funktioniert Vishing?

Vishing ist weit verbreitet – auch wegen der Taktik, die sich Betrüger zunutze machen. Sogenanntes Social Engineering stützt sich auf natürliche menschliche Instinkte wie Vertrauen, Angst, Gier oder Hilfsbereitschaft. Cyberkriminelle versuchen, mit der Methode genau diese Gefühle bei dir hervorzurufen. Sie wollen Panik schüren oder andere Emotionen wecken, die dein Urteilsvermögen beeinträchtigen. Im Anschluss fordern sie dich auf, Geld zu überweisen oder Informationen preiszugeben. Dabei versuchen sie möglicherweise dich unter Druck zu setzen und behaupten, dein Geld sei in Gefahr. In anderen Fällen locken sie mit erfolgversprechenden Investitionen oder bitten dich, jemandem in Not zu helfen. In dem Moment wirst du aufgrund der Social-Engineering-Taktik dazu verleitet, schnell zu handeln, anstatt die Situation logisch und in Ruhe zu überdenken.

Gängige Vishing-Maschen

Cyberkriminelle geben sich häufig als Personen deines Vertrauens aus, z. B. als Mitarbeiter deiner Bank, Angestellte des Finanzamts, Anlageberater oder Vertreter einer Versicherungsgesellschaft. Auf diese Weise ist es wahrscheinlicher, dass du ihnen dein Geld oder deine finanziellen Daten anvertraust. Sie passen ihre Anrufe oft an deinen Wohnort sowie die Jahreszeit an und stimmen sie auf dein Alter und andere persönliche Details ab. Hier sind einige der häufigsten Szenarien, die Cyberkriminelle schildern, um dich in die Falle zu locken:

  • Gefährdetes Bankkonto – Bei dieser Art von Vishing-Angriff rufen dich die Betrüger an und teilen dir mit, dass dein Bankkonto kompromittiert wurde und die Gefahr eines Cyberangriffs besteht. Das Ziel ist, dich dazu zu bringen, dein Geld von deinem Bankkonto auf ein “sicheres” Konto zu überweisen. Alternativ fragt dich der Anrufer nach deinen Anmeldedaten, um das Problem selbst zu beheben. Keine vertrauenswürdige Bank würde Kunden in einem spontanen Telefonanruf darum bitten, solche sensiblen Daten zu teilen. Deshalb ist es am sichersten, wenn du sofort auflegst. Wenn du weiterhin besorgt bist, wende dich direkt an den Kundenservice deiner Bank, um sicherzustellen, dass mit deinem Konto alles in Ordnung ist.

  • Ein Angebot, das zu gut ist, um wahr zu sein – Manche Betrüger locken während des Anrufs mit einem Darlehen, Preisgeld oder einer vielversprechenden Investitionsmöglichkeit. Da diese Angebote äußerst verlockend klingen, bist du eher dazu geneigt, ihnen Glauben zu schenken. Aber lass dich nicht täuschen: Wenn du einen Anruf zu einem Gewinnspiel erhältst, an dem du nie teilgenommen hast, und nach deinen persönlichen Daten gefragt wirst, leg am besten gleich auf. Wenn ein Angebot zu gut klingt, handelt es sich in der Regel um eine Betrugsmasche.

  • Steuer-Betrugsmaschen – Einige Vishing-Betrüger geben sich als Mitarbeiter des Finanzamts aus und bedrohen oder verängstigen ihre Opfer mit erdachten Steuerschulden und hohen Geldstrafen. Diese Anrufe sind oft besonders beunruhigend – du solltest dich in dieser Situation jedoch nicht von deiner Angst beirren lassen. Selbst wenn du offene Schulden hast, solltest du dich vor der Zahlung einer Rechnung immer vergewissern, dass diese von einer offiziellen Behörde stammt.

  • Kranken- bzw. Sozialversicherungsbetrug – Cyberkriminelle geben sich manchmal als Vertreter von Kranken- oder Sozialversicherungen aus und versuchen, Leistungen oder auch Geld zu stehlen. Ältere Menschen, die oft Ziel solcher Betrügereien sind, leben häufig zurückgezogener und sind sich möglicherweise nicht über die Verbreitung von Phishing-Angriffen bewusst. Um deine Angehörigen vor Phishing-Betrug zu schützen, solltest du mit ihnen die gängigsten Betrugsmaschen besprechen und ihnen erklären, warum sie niemals vorschnell ihre Bankdaten oder andere persönliche Informationen an unbekannte Anrufer weitergeben sollten.

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Vishing-Angriffen vorbeugen – so kannst du dich schützen 

Vishing-Angriffen vorzubeugen ist recht einfach. Wir haben die wichtigsten Schritte zusammengefasst, mit denen du dich effektiv vor Vishing-Angriffen schützen kannst. 

  1. Verrate oder bestätige niemals deine persönlichen Daten am Telefon – selbst wenn der Anrufer behauptet, bei deiner Bank zu arbeiten. Ein seriöser Anrufer würde dich niemals um solche Angaben bitten. Falls du jemals in der Situation bist, dann sei gewarnt, dass es sich um Vishing handeln könnte. Leg sofort auf und vergiss nicht, den Anruf deiner Bank zu melden.

  2. Nimm keine Anrufe von unbekannten Nummern entgegen. Warte, bis sich deine Mailbox einschaltet und prüfe den Anruf anschließend. Ruf die Nummer von einem anderen Telefon aus zurück, wenn du einen seriösen Anrufer vermutest. Wenn es sich um einen Betrugsversuch handelt, wirst du meist niemanden erreichen.

  3. Erkundige dich, ob es in deinem Land eine Robinsonliste gibt. Wenn du deine Nummer in das Register eintragen lässt, werden Unternehmen dich nicht zu Werbezwecken anrufen. So weißt du, dass es sich bei Anrufen von unbekannten Nummern mit hoher Wahrscheinlichkeit um Vishing-Betrug handelt.

  4. Antworte nicht auf E-Mails, SMS- oder Social-Media-Nachrichten, in denen du nach deiner Telefonnummer gefragt wirst. Häufig ist dies der erste Schritt, den Cyberkriminelle unternehmen, um dich später mit einem Vishing-Anruf zu erpressen.

Die Anzeichen eines Vishing-Angriffs erkennen

Um einen Vishing-Angriff zu erkennen, solltest du auf ein paar typische Warnsignale achten. Wenn du dich bedrängt, manipuliert oder in Panik versetzt fühlst, ist das ein Anzeichen dafür, dass der Anrufer in Wirklichkeit ein Betrüger ist.

Der erste Schritt zur Vorbeugung von Vishing-Angriffen besteht darin, alle Anrufe, in denen du nach persönlichen Daten gefragt wirst, gleich zu beenden. Dabei kann es sich um deine Adresse, Bankkontoinformationen, Kartennummern oder Passwörter handeln. Wenn dir diese Fragen völlig unerwartet gestellt werden, solltest du am besten direkt auflegen. Ein seriöses Unternehmen würde auf diese Weise keine Daten erfragen. 


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Bei N26 profitierst du von 100 % mobilem Banking, das bequem, intuitiv und sicher ist. Der Schutz deiner Finanzen steht bei uns an erster Stelle. Mit Sicherheitsfeatures wie der biometrischen Authentifizierung, 3D Secure für sichere Online-Kartenzahlungen und dem Diskretionsmodus bist du auf der sicheren Seite und kannst unbesorgt sein. Dazu kann jedes Konto nur mit dem verknüpften Handy verwaltet werden – so wird sichergestellt, dass ausschließlich der oder die KontoinhaberIn auf die eigenen Finanzen zugreifen kann. Außerdem erhältst du nach jeder Transaktion Push-Nachrichten in Echtzeit – so weißt du immer genau, was auf deinem Konto gerade los ist.

Wenn du glaubst, dass du einer Vishing-Betrugsmasche zum Opfer gefallen bist, solltest du dich umgehend mit dem N26 Kundenservice in Verbindung setzen. Wir sind sieben Tage die Woche per Chat in deiner N26 App oder über die Web-App für dich da. In unserem Leitfaden zum Thema Online-Sicherheit findest du außerdem zahlreiche praktische Tipps, wie du dich und dein Geld im Internet vor Betrug schützen kannst.

Was ist Vishing?

Der Begriff Vishing setzt sich aus den Wörtern “Voice” und “Phishing” zusammen. Im Grunde handelt es sich um einen Phishing-Angriff, der per Telefon oder über eine Sprachnachricht erfolgt. Die Betrüger versuchen ihre Opfer dazu zu bringen, persönliche Informationen wie Adressen, Passwörter oder Kreditkartendaten preiszugeben. Sie nutzen diese Informationen, um Geld oder Sozialleistungen zu stehlen oder Kreditkarten zu missbrauchen. In manchen Fällen wird sogar Identitätsdiebstahl begangen.

Warum ist Vishing so gefährlich?

Wenn du auf eine Vishing-Masche hereinfällst, besteht die Gefahr, dass deine Kredit- oder Debitkarte unberechtigt genutzt wird. Es kann auch passieren, dass in deinem Namen ein Kredit aufgenommen wird oder du deine Sozialleistungen oder Ersparnisse verlierst. Wenn ein Cyberkrimineller in deinem Namen Schulden aufnimmt, kann dies deine Kreditwürdigkeit langfristig beeinträchtigen. In manchen Fällen ist es schwierig, bei einem Vishing-Angriff verlorenes Geld zurückerstattet zu bekommen. Vishing ist vor allem deshalb so gefährlich, weil die Angreifer ihre Opfer in Panik versetzen und sie dazu verleiten, Geld und Informationen preiszugeben.

Was sind die Anzeichen eines Vishing-Angriffs?

Das Hauptmerkmal eines Vishing-Angriffs ist, dass die Person am Telefon nach persönlichen Daten wie Adressen, Kontodaten oder Passwörtern fragt. Keine seriöse Organisation wird dich jemals am Telefon nach derartigen Informationen fragen. Die Betrüger geben sich oft als Personen aus, die eine gewisse Autorität genießen oder eine vertrauensvolle Position innehaben. Sie geben sich beispielsweise als Bankmitarbeiter, Finanzbeamte oder Versicherungsmakler aus. Wenn du bei dem Telefonat in Panik gerätst oder dich unter Druck gesetzt fühlst, handelt es sich sehr wahrscheinlich im einen Vishing-Anruf. Anstatt deine Daten preiszugeben, solltest du sofort auflegen.

Wie kann ich Vishing-Betrug verhindern?

Anrufe von unbekannten Nummern solltest du auf deine Mailbox umleiten lassen. So kannst du deine Nachrichten in aller Ruhe abrufen, sobald du dafür Zeit hast. Gib niemals deine persönlichen Daten am Telefon weiter. Denk daran: Seriöse Organisationen würden dich nicht nach derartigen Informationen fragen – nicht einmal die Polizei oder deine Bank. Wenn du den Verdacht hast, dass der Anrufer dich mit einer Vishing-Masche in die Falle locken will, beende den Anruf und versuche, die Nummer von einem anderen Telefon aus anzurufen.

Was soll ich tun, wenn ich Opfer eines Vishing-Angriffs geworden bin?

Wenn du am Telefon persönliche Daten weitergegeben hast und vermutest, dass du auf eine Vishing-Masche hereingefallen bist, ist schnelles Handeln das A und O. Wenn möglich, solltest du deine Karte sperren lassen und das Passwort für dein Konto ändern. Außerdem solltest du deine Bank so schnell wie möglich kontaktieren. Dort wirst du über die zu treffenden Maßnahmen beraten, mit denen sich mögliche negative Auswirkungen auf ein Minimum beschränken lassen. Wir empfehlen N26 Kunden, sich so schnell wie möglich mit unserem Kundenservice in Verbindung zu setzen. Wir nehmen jeden Betrugsverdacht äußerst ernst und stehen dir jederzeit zur Seite.

Von N26

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