Freiberufliche Frau, die auf einem Computer auf einem Schreibtisch tippt.

So startest du auf dem Weg in die Selbstständigkeit so richtig durch

Die Planung deiner Selbstständigkeit ist wichtig für die Festlegung deiner Ziele, zukünftige Geschäftsabschlüsse und für deine finanzielle Freiheit. Unser Karriereplan hilft dir dabei.

Lesezeit: 5 Min.

Es dürfte keine Überraschung sein, dass eine freiberufliche Tätigkeit im Wesentlichen die Gründung eines Unternehmens bedeutet. Und da du kein eigenes Geschäft eröffnen würdest, ohne dich gründlich über die Branche zu informieren, solltest du dich auch nicht einfach aus einer Laune heraus in deine neue freiberufliche Karriere stürzen. Planung ist alles. Damit du dir in den ersten Monaten der Selbstständigkeit nicht die Haare raufst und auch tatsächlich Kunden gewinnst, brauchst du einen soliden Karriereplan für Freiberufler. In diesem Beitrag haben wir einige Lektionen, die auf unseren eigenen Erfahrungen beruhen, zusammengestellt – also Stift und Papier bereithalten.

So erstellst du einen Plan für deine Karriere als Freiberufler

Der bloße Gedanke, deinen Job zu kündigen und dich selbstständig zu machen, kann erschreckend wirken. Du fragst dich: Wie wird meine finanzielle Situation aussehen? Wie soll ich meine Preise gestalten? Wie kann ich regelmäßig Aufträge reinholen? So viele Fragen, die du zu Beginn für dich selbst beantworten musst. Es gibt aber kein Anlass zur Sorge. Die Antworten stecken in der Planung.

Notizbücher gestapelt und Gläser auf einem Holzschreibtisch.

3 Monate vor dem Start in die Selbstständigkeit

Sobald du dich entschlossen hast, die Idee einer freiberuflichen Vollzeittätigkeit in die Tat umzusetzen, wird es Zeit, deinen ganzen Mut zusammenzunehmen und deinen Job zu kündigen. Dabei gilt es Folgendes zu beachten:

  • Klauseln in deinem aktuellen Vertrag: Es ist wichtig, dass du alle Klauseln in deinem aktuellen Arbeitsvertrag verstehst. Denn Klauseln, die sich auf die Arbeit für Wettbewerber oder auf das Abwerben von Kunden beziehen, können sich auf deine Pläne auswirken.
  • Die Kündigungsfrist in deinem Arbeitsvertrag: Die Einreichung deines Kündigungsschreibens ist eine Sache, aber was steht in deinem Vertrag zur Kündigungsfrist? Wäre es möglich, bei Bedarf eine Verkürzung auszuhandeln?
  • Dein Starttermin als Freiberufler: Das mag vielleicht übertrieben wirken, aber wenn du den Beginn deiner Karriere als Freiberufler in deinem Kalender festsetzt, wird alles noch realer und aufregender.
  • Dein Budget für schlechte Zeiten: Du machst dich nicht nur aus Leidenschaft selbstständig; du gründest eine Firma. Finanzen sollten also immer im Vordergrund stehen. Jetzt, da du noch einen Monatslohn erhältst, ist die beste Zeit, um für schlechtere Tage vorzusorgen. Je mehr du vor der Selbstständigkeit beiseitelegst, desto weniger Sorgen hast du später.
Mann, der einen Bleistift auf einem Tisch mit Brille, Notizbuch und Umschlägen hält.

2 Monate vor dem Start in die Selbstständigkeit

Gibt es eine Möglichkeit, herauszufinden, wie viel Geld ich benötige, um mich selbstständig zu machen? Aber sicher!

  • Berechne deine monatlichen Betriebsausgaben als Freiberufler: Dies ist einer der wichtigsten Schritte bei der Vorbereitung auf eine freiberufliche Tätigkeit. Wer seine monatlichen Ausgaben analysiert und bewertet, weiß genau wie viel Geld er jeden Monat verdienen muss, um angenehm leben zu können. Dabei gilt es auch Kosten, wie Rücklagen für Urlaubstage, für die Altersvorsorge, für Versicherungen sowie Technologierücklagen (z. B. wenn der Laptop kaputt geht), zu berücksichtigen. Nur so erhältst du einen vollständigen Überblick über deine monatlichen Ausgaben.

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  • Betreibe etwas Marktforschung: Wenn du deine Freiberuflertarife im Voraus ermittelst, bleibt dir genug Zeit, um andere Aspekte wie deine Nische und dein ideales Kundenprofil zu definieren. Am einfachsten lassen sich die gängigen Marktpreise für Dienstleistungen festsetzen, indem man andere Freiberufler um Einschätzungen bittet. Du findest erfahrene Freelancer online oder bei einem regionalen Branchentreffen.
  • Baue dein Markenimage auf: Ohne eine persönliche Marke und Kundenempfehlungen bist du nicht wettbewerbsfähig. Arbeite daher unbedingt vor dem offiziellen Start in die Selbstständigkeit an deiner Website, deinem LinkedIn-Profil und Portfolio, damit dein Online-Auftritt möglichst optimal aussieht. Du solltest folgende Fragen beantworten können, um Nutzen aus deinem Markenimage ziehen zu können. Was ist meine Botschaft? Was sind meine USPs? Also welche Merkmale heben mich von der Konkurrenz ab?
Tippen auf einem Laptop.

3 Wochen vor dem Start in deine freiberufliche Karriere

Niemand hat die perfekte Formel für den Weg in die Selbstständigkeit. Aber wenn du genau zuhörst, lernst du in jedem Interview mit Freiberuflern wertvolle Tipps und Tricks.

  • Nutze dein persönliches Netzwerk: Du näherst dich dem offiziellen Start; das soll die ganze Welt wissen! Deine Freunde, Kollegen und Familienmitglieder können dir helfen, die Neuigkeit zu verbreiten. Du kannst deine Reichweite weiter vergrößern, indem du relevanten Online-Gruppen, -Foren und Freelancer-Marktplätzen beitrittst und dort deine Dienstleistungen bewirbst. Du brauchst nur einen Kunden, um den Ball ins Rollen zu bringen!

Kümmere dich um administrative Angelegenheiten: Entscheide dich für eine Rechtsform und registriere dein Unternehmen. Du brauchst auch eine Versicherung, ein Geschäftskonto, einen Freiberuflervertrag und eine Abrechnungssoftware. Was nach einer Menge Verwaltungskram aussieht, wird dir den Weg in die Selbstständigkeit tatsächlich ebnen.

Freiberufler Schreibtisch mit Pflanzen und Büchern.

4. Es geht los!

Du darfst dir schon für die gute Vorarbeit auf den Rücken klopfen, solltest aber auch die folgenden Aufgaben abhaken, die dein Freelance-Business wirklich voranbringen.

  • Vereinbare eine monatliche Pauschale: Bei Neukunden sollte der Fokus auf dem Aufbau einer langfristigen Partnerschaft und der Aushandlung einer monatlichen Auftragspauschale liegen. Einmalige Projekte haben schon auch ihren Platz, z. B. um Fuß zu fassen oder finanzielle Lücken zu stopfen, sie sind aber nicht Teil einer nachhaltigen Strategie.
  • Sammle Feedback und Referenzen: Ein zufriedener Kunde ist unter Umständen besser für die Lead-Generierung als eine Werbeanzeige auf Google. Mach es dir also zur Gewohnheit, bei jedem Projektabschluss nach einer Referenz zu fragen. Alternativ kannst du das sogar in deinen Freiberuflervertrag aufnehmen.
  • Plane etwas Zeit für dich: Es ist nicht zu leugnen, dass der Beginn deines Freiberufler-Daseins hektisch und anstrengend sein wird. Es lohnt sich also, bewusst Zeit zum Nachdenken und vor allem Vorausdenken einzuplanen. Schaffe Zeit für unternehmerisches Denken und du wirst deine langfristigen Ziele erreichen. Zudem tut es einfach gut, eine Pause einzulegen.

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