Team Spotlight: Jr. Datenanalystin Tamari Tsverikmazashvili erzählt von ihrem Studium und ihrem Weg zu N26

Von Erasmus in Venedig bis zu einem Stipendium in Shanghai, diese Datenanalystin hat so einige Abenteuer erlebt, bevor sie zu N26 kam.

Lesezeit: 7 Min.

Die wenigsten von uns wissen im Vorhinein, wo uns das Leben hinverschlägt. Das trifft auch besonders bei unserer N26 Junior Datenanalystin Tamari Tsverikmazashvili zu, die ihre Kindheit in Georgien auf dem Land ohne Elektrizität verbracht hat. Tamari hat davon geträumt, die Welt zu bereisen – aber ohne Computer oder Internetzugang schien es wie ein weit entfernter Traum. 

Aber dann war eines Tages das Glück auf Tamaris Seite. Als sie gerade einmal 15 Jahre alt war, wurde sie für ein spezielles Austauschprogramm ausgewählt und ging ein Jahr lang in den USA zur High School. 

Diese Erfahrung entfachte nur noch mehr Tamaris Leidenschaft zu lernen, zu reisen und hart zu arbeiten. Es hat ihren beeindruckenden Studien- und Karriereweg definiert, mit einem Master-Abschluss von der Shanghai University of Finance and Economics in China und der Humboldt Universität in Berlin.

Wir haben uns mit Tamari zusammengesetzt, um mit ihr über ihr Studium, ihre Reisen und über die Dinge zu reden, die ihr am besten an ihrer Arbeit bei N26 gefallen. Dieses Interview wurde zur Vereinfachung bearbeitet, gekürzt und vom Englischen ins Deutsche übersetzt. 

Erzähl uns ein wenig über deine Kindheit. 

Ich komme aus einer sehr kleinen Stadt in Georgien. Wir hatten keinen Strom während meiner Kindheit – ich habe bei Kerzenschein gelernt. In meinen Geografiebüchern habe ich immer diese vielen, fremden Länder gesehen und ich habe mich danach gesehnt, sie zu bereisen und verschiedene Sprachen und Kulturen kennen zu lernen. Aber wir hatten keinen Computer oder Internetanschluss.

Als ich 15 Jahre alt war, gab es einen landesweiten Wettbewerb, durchgeführt vom U.S. Department of State, welches gesponsorte Visa an Top Talente vergab, um in den USA für ein Jahr zur Schule zu gehen. Nachdem ich 4 Wettbewerbs-Stufen absolviert hatte, habe ich herausgefunden, dass ich ausgewählt wurde.

Das muss ein unglaubliches Gefühl gewesen sein, für so ein prestigeträchtiges Programm ausgewählt zu werden. Warst du nervös? 

Ja, war ich. Es war das erste Mal, dass ich meine Familie verlassen habe und zu einem anderen Kontinent aufgebrochen bin. Ich habe zu dem Zeitpunkt nicht mal richtig Englisch gesprochen. Ich lebte mit einer amerikanischen Familie in Iowa, bin zur High School gegangen und habe das erste Mal gelernt, einen Computer zu bedienen.

Gleichzeitig war es auch wirklich aufregend. Es hat mir einige Chancen ermöglicht, besonders um mein Englisch zu verbessern. Als ich nach Georgien zurückkam, war mein Ziel ein Stipendium zu bekommen und im Ausland zu studieren.

An welcher Universität warst du und was hast du studiert? 

Ich habe meinen Bachelor an der Tbilisi State University gemacht, die beste staatliche Universität in Georgien. Ich habe dort mit einem Stipendium Economics studiert. Dann war ich noch mit einem Erasmusprogramm in Venedig an der Ca’ Foscari Universität. 

Danach habe ich ein Stipendium erhalten, um an der Shanghai University of Finance and Economics in China meinen Master in International Business zu machen. Das war eine tolle Erfahrung für mich, da China eine ganz andere Kultur hat. Einfach da zu sein, die Möglichkeit zu haben in Asien zu reisen und so viele tolle Menschen kennenzulernen – das hat mich wirklich motiviert. 

Als Nächstes hatte ich beschlossen, nach Deutschland zu ziehen und wurde an der Humboldt Universität in Berlin angenommen, wo ich einen Master in Science, Economics und Management gemacht habe. 

Die Studienzeit prägt einen ja sehr. Was ist bei dir am meisten hängen geblieben?  

Wahrscheinlich die Beziehungen, die ich mit meinen Universitätsprofessoren aufbauen konnte. Ich bin zum Beispiel immer noch mit meinen Professoren in Georgien befreundet. Wir halten den Kontakt. 

In Italien hat mich am meisten diese idyllische Umgebung beeindruckt, die ich dort erleben durfte. Die Universität war direkt im Stadtzentrum und ich konnte am Wasser entlang zu meinen Vorlesungen gehen oder zu meinem Job als Lehrassistentin. 

In China habe ich mich das erste Mal wirklich alleine gefühlt, sodass es für mich eine Zeit der persönlichen Entwicklung wurde. Auf einmal musste ich mich in einer komplett fremden Umgebung etablieren mit Menschen, die ich noch nie vorher gesehen hatte. Es war schwierig zu Beginn – aber am Ende konnte ich feststellen, dass es mich wirklich gestärkt hat. 

Wie bist du zu N26 gekommen? 

Seitdem ich nach Berlin gezogen war, fand ich N26 super. Ich war Kundin und außerdem ist N26 generell ziemlich bekannt unter Studierenden als großes Tech-Unternehmen. Ich habe mich ein paar Mal beworben, aber ich wurde immer abgelehnt. Jedoch habe ich nicht aufgegeben! 

In meinem letzten Semester an der Humboldt Universität gab es eine Praktikumsstelle und ich wurde dafür ausgewählt. Dann wurde mir nach nur 5 Monaten eine Vollzeitstelle angeboten. Ich bin wirklich froh, Teil dieser großen N26 Familie zu sein, und es macht mir wirklich Spaß, hier zu arbeiten. 

Was gefällt dir am besten an deinem Job bei N26?

Ich würde sagen mein Team, weil da die Liebe zur Arbeit beginnt. Natürlich liebe ich es, analytisch zu denken, Probleme zu lösen, mit Zahlen und Statistiken zu arbeiten. Aber ich würde sagen, ich liebe mein Team doch am meisten. 

Ich liebe es auch, Daten zur Beantwortung von Fragen zu nutzen. Daten geben dir eine Richtung – das heißt, du bist nicht mehr blind und ich bin überzeugt, dass man nur beweisen kann, was man auch messen kann. Außerdem merke ich wirklich, welchen Einfluss meine Arbeit haben kann, wodurch ich mit mehr Motivation und Leidenschaft an meine Aufgaben herangehe.

Wie wendest du die Fähigkeiten, die du im Studium gelernt hast, in deiner aktuellen Position an? 

Ich habe einige technische Fähigkeiten im Studium gelernt, die regelmäßig zum Einsatz kommen, wie Statistik. Ich arbeite mit vielen Zahlen und Daten, deswegen ist es essentiell, Statistiken zu beherrschen, wenn wir Modelle erarbeiten oder Daten analysieren. 

Aber es gibt auch andere Fähigkeiten, die vielleicht noch wichtiger sind und die länger als einen 6-monatigen Kurs brauchen, um sich zu entwickeln. Das sind zum Beispiel Teamwork, Kommunikation, Respekt und strukturelle Problembearbeitung. Die wichtigsten Fähigkeiten sind die, die du schon im Kindergarten anfängst zu lernen – die Fähigkeiten, die sich mit der Zeit entwickeln. 

Wenn du zurück auf deine Studienzeit blickst, welche Lektionen fürs Leben hast du mitgenommen?

Zu Beginn fiel mir das Studium an der Humboldt Universität nicht leicht, und ich habe nicht so richtig an mich geglaubt. Manche Pflichtveranstaltungen waren wirklich schwer für mich. Aber letztendlich habe ich hart gearbeitet und hab sogar gute Noten erzielen können. Ich habe also gelernt: Manchmal magst du vielleicht nicht an dich glauben, aber wenn du hart genug arbeitest, kannst du alles erreichen. Es mag etwas dauern, aber du kannst es trotzdem schaffen.  

Außerdem habe ich gelernt, offen zu sein. Manchmal wollen wir bei der einen Sache bleiben, in der wir wirklich gut sind, und das unser Leben lang machen. Aber so funktioniert es nicht. Je offener du bist – je diverser dein Mindset arbeitet – desto kreativer wirst du. Das ist nicht nur im Arbeitsumfeld wichtig, sondern auch im persönlichen Leben: immer wieder verschiedene Perspektiven zu allem einnehmen können, und alles zu hinterfragen. 

Was sind deine Ziele für die Zukunft? 

Ich liebe es, bei N26 zu arbeiten, daher habe ich gerade keine anderen Pläne als einfach hier zu sein, mit dem Unternehmen zu wachsen, und einen wertvollen Beitrag zu leisten. Vielleicht wechsle ich irgendwann zwischen den verschiedenen analytischen Rollen. Aber generell mag ich diese analytische Route, da ich großes Potenzial - und großen Impact - in der Datenanalyse sehe. 

Was würdest du aktuellen Studierenden als Rat mitgeben? 

Ich war auch mal etwas faul, verloren, wurde abgelehnt oder habe Fehler gemacht. Aber du findest immer wieder zurück auf die Beine. So ist das im Leben: Steh jedes Mal wieder auf, wenn du fällst, und kämpfe für etwas Besseres. Und wenn du im Moment feststeckst, ist das auch okay.

Außerdem ist Akzeptanz ein essenzieller Faktor, sowohl auf persönlicher als auch auf professioneller Ebene. Akzeptiere dich selbst, mit deinen Fähigkeiten und deinen Stärken. Nicht jede Person kann zum Beispiel besonders stark im Bereich Mathematik sein, aber wenn du stattdessen besonders gut malen kannst, ist das doch genial! Wir sind alle unterschiedlich. Und dich so zu akzeptieren, wie du bist, hilft dir, im Leben erfolgreich zu sein. 

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Von N26

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