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No countries for old coins

geposted von N26 • Banking • April 21, 2016

Deutschland und Österreich sind nicht die Vorreiter des “Cashless way of Life” – aber wer sind sie dann? Eine Reise in 6 Stationen um den Erdball.

 

Kenia

Wir beginnen mit einem überraschenden Vorreiter des bargeldlosen Zahlens. Während Mobile Payment und MoneyBeams in Europa noch Besonderheiten sind, ist das Begleichen einer Rechnung mit dem Telefon in weiten Teilen Afrikas längst Normalität.
M-Pesa, die bekannteste Marke auf dem Markt, startete in Kenia mit einem Konzept, das buchstäblich aus der Not heraus geboren wurde: stundenlanges Warten vor Banken und Wasserbetrieben machte eine einfachere Art und Weise des Zahlens in einem Land mit wenigen privaten Konten dringend notwendig. Die hohe Dichte an Mobiltelefonen in Kenia legte eine Smartphone-Lösung nahe. Das einfache Versenden von Geld per SMS gewährleistet seitdem nicht nur den Zugang zu bargeldlosem Zahlen für Menschen ohne Konto, sondern erhöht auch die Sicherheit, indem es riskantes Herumtragen von großen Summen in Scheinen und Münzen überflüssig macht.

USA

Auch in den USA spielen ähnliche Anbieter für mobile Transaktionen eine große Rolle: An erster Stelle ist VENMO zu nennen – ein junges Unternehmen das einfache Überweisungen im Freundeskreis ermöglicht. Auf diesem Markt hat es VENMO mittlerweile vor allem mit Größen der Social Networks wie Google, Facebook und sogar Snapchat zu tun, die massiv in den Payment-Sektor vordringen.
Aber auch die in Amerika geliebte Kreditkarte wird immer wieder neu erfunden – das erfolgreiche Kickstarter Projekt COIN arbeitet seit 2013 daran, den Kunden eine Karte inklusive App zu bieten, mit der sie alle ihre verschiedenen Kreditkarten managen können. So eine Art Über-Kreditkarte.
Es sind jedoch nicht nur elektronische Überweisungen und neue Kreditkarten-Technologien ein Thema – auch Bitcoin hilft beim bargeldlosen Bezahlen. Hier gibt’s zum Beispiel den Haarschnitt gegen Crypto-Currency.

Singapur

Singapur gilt in Asien als eine besondere Hochburg innovativer Technologien. Auch wenn Bargeld noch immer bei vielen Transaktionen – vor allem beim täglichen Mittagessen – eine Rolle spielt, ist elektronisches Bezahlen bereits sehr weit vorne. Mit Korea und Japan ist Singapur unter den Top 3 der Bargeld meidenden Märkte der Region.
Viele Dinge, die in Europa gerade erst kommen, sind seit 5 bis 10 Jahren in Singapur Standard: vor allem kontaktloses Bezahlen mit NFC Technologie ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Augenscheinlich wird diese durch das allgegenwärtige Piepsen in den Straßen des Staates. Es stammt von den Maut- und Park-System Chips, die jedes Motorrad und Auto installiert haben muss.

China

Eine der größten Volkswirtschaften der Welt wollen wir ebenfalls kurz erwähnen – zum einen ist Cash zwar immer noch King, zum anderen aber auch das Cholesterin, das die Adern der Geldflüsse verstopft. Trotzdem ist der chinesische Markt für Mobile Payment einer der wichtigsten weltweit. Alipay (aus dem Hause Alibaba),Baidu Wallet und Tencent verzeichnen insgesamt Transaktionsvolumina aus dem Trillionenbereich.

Schweden

Kehren wir zum Schluss etwas näher an unsere Heimat zurück: ins viel zitierte, weil fast schon cash-freie Schweden. Nicht nur der deutsche FinTech Experte Simon Schmincke hat in Skandinavien schon einmal drei Monate ohne Cash überlebt – auch die meisten anderen machen diese Erfahrung. Wem im Mutterland des Songs “Money, Money, Money” dieser Ohrwurm durch den Kopf geistert, der hat wahrscheinlich keine Banknoten mehr vor Augen.

Türkei

Auch die Türkei ist auf dem Kontinent ganz weit vorne – mit insgesamt über 54 Millionen Kreditkarten im Umlauf in 2014 rangierte der Staat rundum den Bosporus auf Platz zwei der Fans elektronischer Zahlungsmittel (nur noch getoppt von dem Vereinigten Königreich).

 

Welche Erfahrungen habt ihr weltweit mit innovativen Zahlungsmitteln gemacht? Welches Land schwebt euch als Vorbild vor? Sagt es uns in den Kommentaren!